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Fahrt nach Udine 2018/19

Ein kleiner Einblick in den Italienaustausch mit Udine 2018/19

Was ist für uns Italien?

Als wir damals in der achten Klasse anfingen Italienisch zu lernen, verbanden wir damit weder all die verschiedenen Aspekte, die dieses hinzugekommene Schulfach bieten würde, noch dachten wir an die vielen Erinnerungen, Erfahrungen und Eindrücke, die wir in den folgenden Jahren sammeln würden.

Für uns war das Italienische, wie sicherlich für viele andere auch, nur eine weitere Sprache, sowie Italien nur ein weiteres Land mit gutem Essen war, in das man gerne zum Urlaubmachen am Strand fuhr.
In den vergangenen Jahren jedoch haben wir das Land und seine Sprache zusammen mit der italienischen Kultur und Mentalität immer mehr kennen und lieben gelernt. Besonders in Erinnerung wird uns hierbei immer der diesjährige Italienaustausch bleiben, der uns nicht nur half, unser Sprachvermögen deutlich zu verbessern, sondern uns ebenso die Möglichkeit bot. wundervolle neue Menschen kennenzulernen und neue Freundschaften zu schließen. Unser heutiger Eindruck von Italien ist somit ein völlig anderer als der in unseren Köpfen verankerte, als wir unsere ersten Schritte im Italienischen machten. Während unseres Aufenthaltes in Italien blieben uns vor allem die dort stets anzutreffende Leichtigkeit, Gastfreundlichkeit, Leidenschaft und Offenheit in Erinnerung, die diesen Austausch zu einem besonderen machten und uns das Einleben in der neuen Umgebung erleichterten.

Die Region Friuli-Giulia-Venezia ist umgeben von Berglandschaften genauso wie vom Meer und liegt im Nordosten Italiens, während sich die Schule unserer Austauschpartner in Udine, einer kleinen, mittelalterlichen Stadt befindet.
Um dorthin zu gelangen und unsere neu gewonnenen Freunde nach vier Monaten endlich wieder zu sehen, fuhren wir mit dem Zug über München und Villach, wobei sich die steigende Aufregung immer deutlicher bemerkbar machte. Da wir im vergangenen Dezember bereits in Nürnberg eine wundervolle Zeit gemeinsam verbracht hatten, war die Vorfreude auf das Wiedersehen, die in einem warmen und liebevollen Empfang mündete, umso größer.

Der erste Tagesausflug, den wir gemeinsam unternahmen, führte uns in die Stadt Triest, wo wir unter anderem eine Menge über Meeresbiologie lernten und schlussendlich das Schloss Miramare von Innen bewundern konnten.
Der folgende Tag war durch den Besuch der weltberühmten und faszinierenden Stadt Venedig geprägt, was für viele, die diese erstmalig zu Gesicht bekamen, sicherlich einen Höhepunkt darstellte. Zwar trafen wir dort wie zu erwarten auf viele Touristen, was uns jedoch nicht davon abhielt, unseren Aufenthalt in vollen Zügen zu genießen.
Der letzte Tag, an dem wir eine neue Stadt kennenlernten, war für uns zugleich auch einer der schönsten Tage, an dem uns die wohl typischste Seite Italiens aufgezeigt wurde. Wir verbrachten ihn in Grado bei strahlendem Sonnenschein am Meer, wo unsere Reise nach sieben Tagen ein Ende fand.

Das darauffolgende Abschiedsfest stellte für uns Deutsche wie für unsere italienischen Freunde, für die Gasteltern sowie für die beteiligten Lehrkräfte den Abschluss zweier unvergesslicher und ehrfahrungsreicher Wochen dar, an dem alle zwischen Spielen und Gesprächen noch etwas enger zusammen wuchsen und die vergangenen Ereignisse noch einmal gemeinsam Revue passieren ließen. Der wirkliche Abschied am nächsten Tag hingegen wurde von regnerischem Wetter begleitet, welches somit auch unsere Stimmung widerspiegelte, da keiner von uns das Ende dieses Austausches wahrhaben wollte. Folglich war so die Stimmung auf der Heimfahrt vergleichsweise bedrückt, was sich jedoch änderte, als uns mitgeteilt wurde, dass es entgegen unserer Erwartungen im nächsten Schuljahr einen Italienischkurs geben würde!

Insgesamt können wir sagen, dass dieser Austausch für uns eine fantastische Zeit darstellte, in der wir nicht nur viel über Italien, seine Kultur und den italienischen Alltag lernen durften, was uns ohne diesen Austausch niemals in dieser Form möglich gewesen wäre, sondern auch viele neue Erfahrungen sammeln, Freundschaften schließen, sowie unser Sprachvermögen deutlich verbessern konnten.

Unser Dank gebührt hierbei allen Mitwirkenden, die diese zwei Wochen voll von Freude, Spaß, guter Laune und Freundschaft möglich gemacht haben. Danke an unsere Austauschpartner, die uns von Anfang an mit ausgesprochener Offenheit und Herzlichkeit begegnet sind. Danke auch an die Lehrkräfte, die für uns ein abwechslungsreiches Programm erarbeitet haben und danke an die Gastfamilien, die uns das Einleben in einer neuen Umgebung besonders durch ihre bemerkenswerte Gastfreundlichkeit und Leichtigkeit so sehr erleichtert haben.
Wir haben während dieses Austausches zwei wundervolle und unvergessliche Wochen gemeinsam verbracht und empfehlen jedem, diese Chance zu ergreifen, sofern sie sich ihm bietet.

(verfasst von zwei Teilnehmerinnen)

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