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6 Vorteile durch den kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellweg

1. Staufrei in die Stadt

Täglich stehen Autofahrerinnen und Autofahrer aus Nürnberg und der Metropolregion auf dem Frankenschnellweg und den querenden Straßen im Stau. Auch die benachbarten Stadtteile leiden unter der überlasteten Kreisstraße. Denn hier werden Schleichwege genutzt, um dem Stau auszuweichen. Durch den geplanten Tunnel können diese Fahrzeuge täglich flüssig und ohne Behinderung auf dem Frankenschnellweg fahren. Oberhalb des Tunnels halbiert sich dann die Anzahl der Fahrzeuge und es kommt nicht mehr zu Staus.

Über 60.000 Fahrzeuge passieren täglich das Nadelöhr zwischen An den Rampen und der Schwabacher Straße. Nur sechs Prozent davon ist nach einer Verkehrszählung Durchgangsverkehr. Alle anderen Verkehrsteilnehmer kommen aus oder wollen nach Nürnberg, Fürth oder Schwabach.

2. Besser für Anwohner

Nicht nur der Tunnel schützt die Anwohnerinnen und Anwohner in Zukunft vor Lärm. Zwischen Stadtgrenze und Jansenbrücke, vor und nach dem Tunnel, sowie in der Neuen Kohlenhofstraße werden Lärmschutzwände mit einer Gesamtlänge von über drei Kilometern gebaut. Ergänzend sind Lärmschutzfenster vorgesehen. Über 7.500 Anwohnerinnen und Anwohner profitieren vom geplanten Lärmschutz.

Insgesamt werden 2.560 Meter Lärmschutzwand gebaut. Das heißt, dass die Anwohner mit bis zu acht Meter hohen Wänden vor dem Lärm abgeschirmt werden. Die neue Kohlenhofstraße erhält auf 500 Meter bis zu sechs Meter hohe Lärmschutzwände.

Eine Reduzierung von 10 dB(A) entspricht Halbierung der Lautstärke. Verbesserung der Lärmbelastung im Detail (Abnahme des Tageswerts in dB(A)):

Hans-Thoma-Straße

14 bis 16

Wandererstraße

10 bis 17 (im 8. OG: 2 bis 3)

Neustädter Straße

8 bis 11

Herzogenauracher Straße

8 bis 14

Georg-Hager-Straße

5

Pfinzingstraße

3 bis 12

Kurt-Karl-Doberer-Straße

4 bis 7

Kohlenhofstraße

3 bis 13

Volkmannstraße

9 bis 21

Speyerer Straße

15 bis 24

Freiburger Straße

4 bis 9

3. Mehr Grün

Im Bauabschnitt Mitte entsteht ein neuer Stadtteilpark. Der südliche Deckel des Tunnels wird gemeinsam mit umliegenden Grünflächen zu einem Park größer als der Rosenaupark mit vielen Spiel- und Erholungsmöglichkeiten.
Bei der Gestaltung können die Bürgerinnen und Bürger mitbestimmen.

Diese neue Grünfläche kann über 23 Tonnen CO₂ pro Jahr abbauen.

Zusätzlich zum grünen Tunneldeckel guíbt es weitere Ausgleichsflächen für die Baumaßnahme:

  • Im Bereich zwischen den Bahngleisen und dem Frankenschnellweg (7.000 m²) wird ein gestalterisch anspruchsvoller Sandlebensraum entwickelt, wo unter anderem Zauneidechsen leben können.
  • Entlang des Frankenschnellwegs werden zahlreiche Bäume und Büsche neu gepflanzt.
  • Am Rande des Westparks wird Ackerbrachland mit Rasen, Hecken und Baumreihen bepflanzt.
  • Ein naturferner Laubholzforst auf dem Silberbuck wird zu einem naturnahen Laubmischwald umgestaltet.
  • Im Gründlachtal nördlich von Boxdorf und Neunhof werden beiderseits der Bundesstraße B4 verschiedene Feuchtlebensräume entwickelt.

4. Vorausschauend in die Zukunft

Bisher gab es kein einheitliches Konzept für den Frankenschnellweg und die umliegenden Wohngebiete. Die Straße entstand Stück für Stück – größtenteils auf dem trockengelegten Ludwig-Donau-Main-Kanal. Der Ausbau des
Frankenschnellwegs beendet die jahrzehntealte Notlösung, verbindet südliche Stadtviertel mit der Innenstadt und bietet eine Lösung für die Zukunft.

Das Stadtentwicklungskonzept für den Nürnberger Süden bestätigt, dass „…mit dem Umbau des Ludwig-Donau-Main-Kanals zum Frankenschnellweg die bestehende räumliche Trennung der Stadtteile und Wohngebiete im Nürnberger Süden verstärkt“ wurde. Die Bürgerinnen und Bürger sehen „viel Hoffnung im Ausbau von Radwegen und der Vermehrung von Freiräumen“. Der geplante Tunnel bietet dem Nürnberger Süden „Chancen zur Aufwertung des Wohnumfelds und die bessere Vernetzung der Stadtteile.“

5. Besser für die Umwelt

Der kreuzungsfreie Ausbau des Frankenschnellwegs reduziert die Abgasbelastung schon alleine dadurch, dass es keine täglichen Staus mehr gibt. Hinzu kommt, dass durch den Tunnel und die Lärmschutzwände Feinstaub und Stickstoffdioxid von den Wohngebieten ferngehalten werden.

Der Ausbau des Frankenschnellwegs ist bereits als eine Verbesserung im Luftreinhalteplan der Stadt Nürnberg aufgeführt.

Beispiel Kohlenhofstraße

Der kritische Grenzwert für Feinstaub liegt bei 50 µg/m³ pro Tag. Dieser Tagesmittelwert darf laut Bundes-Immisionsschutzverordnung (BISchV) nur an 35 Kalendertagen pro Jahr überschritten werden. Bliebe die Kohlenhofstraße wie sie ist, gäbe es im Jahr 2020 voraussichtlich an 178 Tagen eine Überschreitung des Grenzwertes. Beim geplanten Ausbau der Kohlenhofstraße wird der Grenzwert dagegen nur an 23 Tagen überschritten.

6. Mehr Rad- und Fußwege

Der Ausbau des Frankenschnellwegs schafft Platz für dringend notwendige Rad- und Gehwege. Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer können durch die neuen Wege (über fünf Kilometer) die große Verkehrsachse Frankenschnellweg einfacher, schneller und sicherer überqueren. Denn Rad und Gehwege in der Grünanlage auf dem Tunnel verbinden die beiden anliegenden Stadtteile.

Mit dem Ausbau des Frankenschnellwegs wird es in Zukunft einfacher sein den Frankenschnellweg mit dem Fahrrad zu überqueren.

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