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Pilotprojekt: Grünclusiv pflanzt Rosen in der Altstadt

Rosenprojekt: Grünclusiv pflanzt Rose in der Altstadt

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Rosenprojekt in der Altstadt gestartet: Diese Strauchrose "Westerland" macht am Tiergärtnertor den Anfang.


Am 19. November 2019 haben Bürgermeister Christian Vogel, Umweltreferent Dr. Peter Pluschke sowie die Vorsitzenden des Nürnberger Vereins Grünclusiv e.V., Daniela Bock und Frank V. Herrmann, eine unscheinbare Hausecke am Tiergärtnertor mit einem Rosenstock verschönert. Das ist der Start eines Pilotprojekts, bei dem Grünclusiv an fünf Standorten in der Altstadt die Patenschaft für jeweils einen neugepflanzten Stock der Strauchrose „Westerland“ übernimmt. Weitere fünf Standorte werden mit Mitteln aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ und durch den Freistaat Bayern sowie die Stadt Nürnberg gefördert. Im Anschluss an das Pilotprojekt soll die Pflanzung von Strauch- und Kletterrosen als Element der Fassadenbegrünung ab dem nächsten Jahr federführend beim Stadtplanungsamt etabliert werden.

Erste Rose des Pilotprojekts gepflanzt

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Umweltreferent Dr. Peter Pluschke, Daniela Bock, Vorsitzende Grünclusiv e.V., Bürgermeister Christian Vogel, Frank V. Herrmann, Vorsitzender Grünclusiv e.V. (v. l.) freuen sich über die erste Rose des Projekts am Tiergärtnertor.


Vorangegangen sind intensive Überlegungen von Grünclusiv, der gemeinsam mit dem Umweltamt der Stadt Nürnberg und Sör nach Wegen gesucht hat, wie die Altstadt grüner werden kann – obwohl sie stark versiegelt ist und hier nur sehr wenig Platz zur Verfügung steht. Dazu kommt: Historische Fassaden können keine schweren Rankgerüste tragen, der Denkmalschutz muss beachtet werden, Wassermangel und Strahlungswärme machen Pflanzen zu schaffen. Nicht zuletzt sind zahlreiche Leitungen im Boden zu berücksichtigen.

Es braucht also vor allem in der Altstadt Pflanzen, die ohne oder mit einfachen Hilfsmitteln eine Höhe von mindestens drei Metern erreichen können, wenig Bodenfläche, Wasser und Pflege brauchen, mit Hitze zurechtkommen, lange attraktiv sind, auch Insekten nützen und durch ein verträgliches Wurzelwerk keine Gefahr für etwaige Sparten darstellen: (Kletter-) Rosen.

Grünclusiv hat bei mehreren Begehungen und mit Unterstützung der Stiftung Stadtökologie innerhalb kürzester Zeit viele potenzielle Standorte in der Altstadt identifiziert; an der Burgmauer wurden sogar mehrere wilde, ältere Rosensträucher vorgefunden. Gemeinsam mit dem Umweltreferat, dem Stadt- und dem Verkehrsplanungsamt sowie Sör wurden die potenziellen Standorte genau untersucht und das Vorgehen abgestimmt. Die nächsten Standorte stehen schon fest: Fünferplatz, Königstormauer, An der Sparkasse und Bauhof. Abhängig von der Witterung erfolgen diese Pflanzungen auch noch in diesem Jahr.

Bürgermeister Christian Vogel lobt das Ergebnis: „Ich freue mich sehr über diesen Farbklecks, der in der Altstadt den Anfang macht. Möglich wurde dies durch das tatkräftige Engagement von Grünclusiv, für das ich mich im Namen der Stadt Nürnberg herzlich bedanke. Natürlich würde ich mich auch über weitere Nachahmer, die sich an einem solchen Rosen-Projekt beteiligen, freuen.“

Dr. Peter Pluschke ergänzt: „Auch, wenn es sich nur um bescheidene Begrünungsmaßnahmen handelt, bin ich doch sicher, dass sie zur Verschönerung unserer Stadt beitragen und manchen animieren werden, selbst noch mehr zu tun.“

Sehr zufrieden über diesen gelungenen Start des Projekts zeigt sich auch Grünclusiv: „Der Verein ist überglücklich, dass das Projekt der ‚Nürnberger Rosen‘ in seinem Jubiläumsjahr 2019 noch zur Umsetzung kommt!“, betont Daniela Bock.

Über Grünclusiv e.V.

Grünclusiv engagiert sich ehrenamtlich für mehr Grün in der Stadt – sei es in öffentlichen Anlagen, dem Stadtraum oder in privaten Gärten. Dahinter steht der Gedanke, dass gut geplante und gebaute Grünräume die Lebensqualität aller verbessern. Grüne Themen in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, ist daher das Ziel von Grünclusiv. Grüne Themen, das sind alle Fragen von der Gestaltung von Hausgärten über die Begrünung von Hinterhöfen und Plätzen bis hin zur Planung von öffentlichen Anlagen. Gegründet im September 1999, konnte der Verein in diesem Jahr schon sein 20-jähriges Jubiläum feiern.

Rosen in der Stadt

Eine Rose benötigt eine Fläche von einem halben bis einen Quadratmeter; für die Pflanzung an Fassaden werden in der Regel vier Gehwegplatten entnommen. Das Pflanzbeet wird mit Oberboden aufgefüllt, nach der Pflanzung erfolgt noch eine Vorratsdüngung. Die ausgewählte Strauchrose benötigt keine Rankhilfe. Die Wässerung erfolgt nach Bedarf.

Rosen sind gut geeignet zur Begrünung schwieriger Standorte: Sie bevorzugen kalkhaltigen Boden, ertragen als Tiefwurzler Trockenheit und benötigen wenig Nährstoffe. Die Rose leistet einen wichtigen Beitrag zur Insektenvielfalt, da ihre Blüten Insekten und Kleintiere anziehen. Damit ist sie ideal geeignet, um unscheinbare Ecken in der Stadt zu verschönern.


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