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Bis 30. April 2018: Ausstellung über Zwangsmigration nach Nürnberg

Wie seit jeher Migrationen die Menschheitsgeschichte mitprägen, geschieht dies aufgrund der ihnen eigenen Dramatik in noch weitaus größeren Maße durch Zwangsmigrationen.

Die Hauptursache von Zwangsmigrationen ist zweifellos die durch Kriege, Bürgerkriege und alle Formen von kriegerischen Auseinandersetzungen hervorgerufene, grundsätzlich lebensbedrohende und gegen Zivilisten gerichtete Gewalt. Gewalt kann in diesem Zusammenhang jedoch ebenso in Form von beispielsweise Versklavung, Folterung, Vergewaltigung und Vertreibung zum Ausdruck kommen sowie in indirekter Weise in der grundsätzlichen Verweigerung zum Leben notwendiger Leistungen. Gewalt ist des Weiteren das bestimmende Moment bei Ausgrenzung, Ächtung und Verfolgung aus politischen, ethnischen, nationalistischen/chauvinistischen, rassistischen, religiösen oder genderdeterminierten Motiven.

Ausstellungsfoto 1

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Blick in die Ausstellung, Erdgeschoss


Zu den weiteren Ursachen von Zwangsmigrationen, die nur zum Teil wiederum auf Kriege zurückzuführen sind, gehören einerseits anhaltende existenzgefährdende, durch eine umfassende Aussichtslosigkeit gekennzeichnete wirtschaftliche und soziale Mangel-, Armuts- und Verelendungsprozesse und andererseits bisherige Lebensgrundlagen zerstörende, auch durch Menschen hervorgerufene massive Natur-, Klima- und weitere Umweltveränderungen.

Ausstellungsfoto 2

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Blick in die Ausstellung, 1. Stock


Die Intention dieser Ausstellung ist es allerdings nicht, die überaus komplexe Entwicklung der Zwangsmigration nach Nürnberg seit 1945 in größtmöglicher Umfänglichkeit und Intensität darzubieten. Im Kleinen Foyer, im Erdgeschossbereich, erhalten Sie vielmehr wesentliche Informationen zur Thematik "Zwangsmigration", die in gewisser Hinsicht auch "spielerisch" erschlossen werden können. Im ersten und zweiten Stockwerk hingegen werden schlaglichtartig Schicksale von Zwangszuwanderinnen und Zwangszuwanderern vorgestellt. Hierbei gilt das Interesse gleichermaßen der Ausgangssituation in der Geburtsheimat, der Phase der Zwangsmigration sowie dem Ankommen, der Aufnahme und dem Leben im neuen gesellschaftlichen Umfeld.



Ausstellung: 23. November 2017 bis 30. April 2018

Stadtarchiv Nürnberg

Marientorgraben 8

90402 Nürnberg

Telefon: 09 11 / 2 31-27 70

Telefax: 09 11 /2 31-40 91

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Öffnungszeiten:

Montag, Mittwoch, Donnerstag 8.30 - 15.30 Uhr
Dienstag 8.30 - 18.00 Uhr
Freitag 8:30 - 16.00 Uhr

Samstags sowie an Sonn- und Feiertagen geschlossen.




Weitere und vertiefende Informationen zur Ausstellung finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Magazins "NORICA 13" mit dem Themenschwerpunkt "Zuwanderung nach Nürnberg II: ZugZwang – Zuflucht Nürnberg".

Das Heft mit 144 Seiten ist zum Preis 4,50 Euro im Stadtarchiv und im Buchhandel erhältlich.


Theaterstück zum Thema

In den Kammerspielen des Staatstheaters Nürnberg ist bis Ende April 2018 die in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv entstandene "Textil-Trilogie" von Volker Schmidt, ein 3-Personen-Stück zum Thema Arbeitsmigration, zu sehen.


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