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20. Juli bis 2. September 2018: Ausstellung "Nürnbergs grüne Fluchten - Fotografische Impressionen aus 150 Jahren"

Unsere Stadt kann im Bereich der Gärten und Parks auf eine jahrhundertelange Tradition zurückblicken. Bereits im 15. Jahrhundert wurde im Westen vor den Stadttoren an der Pegnitz die Hallerwiese als Fest- und Schützenplatz angelegt. Damals entstanden auch die Obst- und Gemüsegärten zwischen Stadtmauer und Landwehr, aus denen sich im 17. und 18. Jahrhundert die Hesperidengärten entwickelten. Diese wurden zwar im Zuge der Industrialisierung im 19. und frühen 20. Jahrhundert sukzessive überbaut, doch existieren noch heute einige der barocken Kleinode in der Johannisstraße.

Der versteckt liegende Bürgermeistergarten. Foto Hochbauamt: Gertrud Gerardi, Mai 1974.

Der versteckt liegende Bürgermeistergarten. Foto Hochbauamt: Gertrud Gerardi, Mai 1974. (Stadtarchiv Nürnberg A 55 Nr. I-44-18-7)

Neben den privaten Gartenanlagen gab es schon früh öffentliche Grünflächen, wie den Judenbühl im Nordosten vor der Stadt, den Dutzendteich und die Buchenklinge am Schmausenbuck. Im 19. Jahrhundert kam es dann auf Initiative privater Mäzene zur Einrichtung mehrerer Parks und Anlagen, wie des Rosenauparks (1827) oder des Platnersgartens (1816/41) am heutigen Friedrich-Ebert-Platz. Der Stadtpark verdankt seine Entstehung den beiden Bayerischen Landes-Gewerbe-Industrie- und Kunstausstellungen von 1882 und 1896, und der Luitpoldhain ist eine Folge der dritten großen Landesaustellung von 1906. Der von Stadtgartendirektor Alfred Hensel (1880–1969) konzipierte und 1928 fertiggestellte Volkspark mit Stadion auf dem Zeppelinfeld wurde sogar als weltweit beispielgebend angesehen und 1928 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Idylle vor dem Neutor. Foto Max Hermann, um 1935.

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Idylle vor dem Neutor. Foto Max Hermann, um 1935. (Stadtarchiv Nürnberg A 49 Nr. I-He-384)

Nach 1945 entstanden als weitere Naherholungsgebiete der Wöhrder See im östlichen Pegnitztal und der Volkspark Marienberg im Norden, der Westpark und das Landschaftsschutzgebiet Rednitztal. Weitere wichtige Maßnahmen waren die Umgestaltung des Stadtgrabens und der Zwingerpartien zu einem inneren Grüngürtel. Heute werden rund 640 Hektar Fläche von den Grünanlagen eingenommen und längst zählen dazu nicht mehr nur die großen Anlagen, sondern auch zahlreiche verborgene kleine Rückzugsorte und grüne Inseln in den Stadtteilen, die den Bürgerinnen und Bürgern als Oasen der Ruhe und Erholung im hektischen Getriebe der Großstadt dienen.

Die Grünfläche am Spittlertorgraben lädt zu einem kleinen Plausch ein. Foto Hochbauamt: Gertrud Gerardi, August 1972.

Die Grünfläche am Spittlertorgraben lädt zu einem kleinen Plausch ein. Foto Hochbauamt: Gertrud Gerardi, August 1972. (Stadtarchiv Nürnberg A 40 Nr. L-1378-29)

Ein winterliches Vergnügen: Das Eisstockschießen auf dem Valznerweiher. Foto Hochbauamt, Februar 1986.

Ein winterliches Vergnügen: Das Eisstockschießen auf dem Valznerweiher. Foto Hochbauamt, Februar 1986. (Stadtarchiv Nürnberg A 55 Nr. V-46-5-7)

Bootsfahrten gehören seit jeher zu den Vergnügungen, die der Dutzendteich bietet. Der Prachtbau am Ufer ist das 1899 errichtete Park-Café Wanner.

Bootsfahrten gehören seit jeher zu den Vergnügungen, die der Dutzendteich bietet. Der Prachtbau am Ufer ist das 1899 errichtete Park-Café Wanner. Foto Ferdinand Schmidt, 1909. (Stadtarchiv A 55 Nr. IV-22-12-7)

Weitere Informationen

Handwerkerhof am Königstor
90402 Nürnberg

Öffnungszeiten:
Montag-Freitag 10:30 bis 18:00 Uhr

Eintritt frei

Interner Link: Kulturhauptstadt Europas 2025. Wir bewerben uns!

Flyer zur Ausstellung

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