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Vom "Institut für Fränkische Literatur" zur "Fränkischen Literatursammlung"

Auf Initiative des Fränkischen Autorenkreises in der Max Dauthendey-Gesellschaft und des P.E.N. wurde am 9./10. Oktober 1964 das "Institut für Fränkische Literatur", das an die Stadtbibliothek angegliedert war, eröffnet.

Der Auftrag bestand darin, die gesamte fränkische Literatur aus Vergangenheit und Gegenwart an einer Stelle zusammenzufassen.
Das Sammelgebiet war nicht nur geographisch weit gefasst: es erstreckte sich neben Ober-, Mittel- und Unterfranken, auch auf das Hohenlohische, das Badische und das Hennebergische Frankenland sowie auf Teile des Vogtlandes.
Dabei sollten verzeichnet werden: Autoren, die in Franken geboren wurden, auch wenn ihr Wirkungskreis später nicht in Franken lag; Autoren, die in Franken wohnten, auch wenn sie keine gebürtigen Franken waren.
In größtmöglicher Vollständigkeit wollte man ihr Lebenswerk dokumentieren - gegliedert nach den Gesichtspunkten: Porträt und Lebenslauf; Manuskripte; Primär- und Sekundärliteratur; Personalbibliographien; Zeitungs- und Zeitschriftenaufsätze; Verlagsinformationen.

Im März 1964 wandte sich die Stadtbibliothek an die ihr bekannten lebenden fränkischen Autoren mit der Bitte um Zusendung und Überlassung der genannten Materialien.
Innerhalb von vier Jahren wurden weit über 8. 000 Monographien erworben, und es erreichten zusätzlich über 2.000 persönlich verfasste Lebensläufe das Institut.
Hinzu kamen noch unzählige Zeitungs- und Zeitschriftenaufsätze, etwa 300 Porträts – meist Fotografien – , Totenmasken, Büsten sowie viele Manuskripte und Autografen.

1973 wurde die zuvor wissenschaftlich ausgerichtete Stadtbibliothek mit der Nürnberger Volksbücherei einer gemeinsamen Verwaltung unterstellt. In den folgenden Jahren lag der Schwerpunkt im Ausbau des öffentlichen Bibliothekssystems; das "Institut für Fränkische Literatur" dagegen wurde aufgelöst.

Die bis 1973 gesammelten Buchbestände und biographischen Materialien blieben in den Magazinen der Stadtbibliothekund werden heute als "Fränkische Literatursammlung" weitergeführt. Die Nachweise über die Zeitungsausschnitte, Lebensläufe und von den Autoren zusätzlich eingereichte Materialien werden zurzeit in einer Datei erfasst.

Außerdem konnte die Stadtbibliothek Nürnberg auch nach der Schließung des Instituts für fränkische Literatur Nachlässe von herausragenden Persönlichkeiten des kulturellen Lebens übernehmen.

Eine umfangreiche Autographensammlung ergänzt diese Sammlung von Dokumenten zum Leben und Werk fränkischer Schriftsteller.

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