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101 Jahre (Frauen-)Handball in Nürnberg

Ausstellung Frauen Handball

Die Handballfrauen bei einem Spiel im Jahr 1930 (Handball-Chronik des 1. FC Nürnberg; Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg, Amb. 2. 994, Bd. 1, S. 344)

Ausstellung 101 Jahre (Frauen-)Handball in Nürnberg vom 21. März bis 18. Juni 2022

Die Grundlage der Ausstellung bilden sieben Bände einer Chronik zum Handball beim 1. FC Nürnberg, die der Stadtbibliothek zusammen mit Meisterschaftsurkunden und -wimpeln 2013 übergeben wurden. Die Chronik dokumentiert die Geschichte der Sportart von ihren Anfängen 1921 bis zum Jahr 2009: Chronologisch geordnete Ausschnitte aus Vereinszeitungen, Clubmagazinen, Flyern und Jubiläumsschriften ergänzen aus Zeitungen ausgeschnittene Berichterstattungen von Einzelspielen sowie Aufsätze aus Fachzeitschriften.

Zur Vollständigkeit, mit der die Druckmedien kontinuierlich ausgewertet wurden, kommen handschriftliche Kommentare und zahllose Fotografien. Es entstand so ein einmaliges und umfassendes Dokument zur Geschichte des Handballs in einem Verein, das gleichzeitig in Originalton und Originalbildern Einblicke in Sport- und Lokalgeschichte des 20. Jahrhunderts bietet.

Führungen durch die Ausstellung

Kostenlose Führungen durch die Ausstellung mit der Kuratorin Dr. Christine Sauer am Mittwoch, 27. April und 1. Juni jeweils um 17 Uhr
Treffpunkt: Stadtbibliothek Zentrum, Ebene L2

Aus verschiedenen Wurzeln entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Sportart Handball, 1921 wurde das erste Spiel in Nürnberg ausgetragen: die Turngemeinde Nürnberg (aufgegangen im Tuspo Nürnberg) gegen den Männer-Turnverein Nürnberg (heute ATV Nürnberg).

1926 existierten in der Handball-Abteilung des 1. FC Nürnberg bereits sieben Männer- und Jugendmannschaften, 1927 wurde die erste Frauenmannschaft gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Frauenteam um Lydia Bauer, Elsbeth Härtle oder Gerda Reitwießner „Prunkstück“ der Abteilung. Den Spielerinnen gelang, was dem Nürnberger Herrenhandball bisher versagt blieb: Der Anschluss an den Spitzensport mit mehrfacher Erringung der Deutschen Meisterschaft, 1963, 1964 und 1965 auf dem Großfeld.
Ebenso gewannen sie 1968 den „Grand Slam“ des Handballs mit dem Meistertitel auf dem Großfeld sowie 1969 auf dem neu eingeführten Kleinfeld und in der Halle. Am 1. Oktober 1972 erhielten die sogenannten „Handball-Muttis“ das Silberne Lorbeerblatt, die höchste Auszeichnung im deutschen Sport.

Handball Ausstellung

Die Handballfrauen bei einem Spiel im Jahr 1930 (Handball-Chronik des 1. FC Nürnberg; Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg, Amb. 2. 994, Bd. 1, S. 344)

Nach einem finanziellen und sportlichen Absturz erfolgte 1995 die Gründung eines eigenständigen Handballvereins unter dem Dach des 1. FC Nürnberg. Der als Flaggschiff des neuen Vereins gezielt geförderten Frauenmannschaft gelang zwischen 1998 und 2002 der Durchmarsch von der Landes- in die Bundesliga mit 91 Spielen ohne Niederlage.
In der Bundesliga feierten die „Handball-Ballerinas“ um Corina Christenau, Kathrin Blacha, Silvia Harlander, Agnieszka Tobiasz, Stephanie Ofenböck und Barbara Strass etliche Siege. Sie wurden 2005, 2007 und 2008 Deutscher Meister, gewannen 2004 und 2005 den DHB-Pokal und 2004 den Europapokal (EHF). Nach der Insolvenz 2009 gründete sich der Verein unter dem Namen 1. FCN Handball 2009 e.V. neu.


Persönlich, kurz und bündig: Interview mit Kathrin Blacha, ehemalige Handballspielerin des 1. FC Nürnberg

222 Länderspiele, 435 Tore und mehrere Deutsche Meisterschaftstitel – Kathrin Blacha feierte einen großen Teil ihrer Erfolge als Handballspielerin beim 1. FC Nürnberg. Was waren die schönsten Momente in ihrer Karriere als Spielerin und Trainerin und was hätte sie aus heutiger Sicht vielleicht anders gemacht? Wir haben mit Kathrin Blacha über „ihren“ Sport und über vieles mehr gesprochen.

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