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Buchpatenschaft FB 54,1

Ziel war die Dokumentation der in Franken entstandenen Literatur in Geschichte und Gegenwart, wobei der Einzugsraum weit gefasst wurde: Das Sammelgebiet erstreckt sich über die bayerischen Regierungsbezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken bis nach Baden-Württemberg in das Hohenlohische Frankenland und das Badische Frankenland sowie nach Thüringen in das Hennebergische Frankenland und Teile des Vogtlandes. Aufgenommen wurden Autoren, die in Franken geboren worden waren, auch wenn ihr Wirkungskreis später außerhalb Frankens lag; Autoren, die in Franken wohnten, auch wenn sie keine gebürtigen Franken sind; Schriftsteller, die aus dem Erlebnis Franken gestaltet haben ohne eine ständige Verbindung mit der Region zu haben.

Friedrich von Bodenstedt wurde in Peine geboren und studierte Philosophie und Philologie in Göttingen, um dann 1840 als Lehrer nach Moskau und 1843 nach Tiflis zu gehen. Nach seiner Rückkehr 1846 hatte er zunächst eine Professur in München inne, bevor er 1867 als Theaterintendant nach Meiningen berufen wurde. Krankheitsbedingt wurde er 1869 von diesem Posten suspendiert und hatte somit am Aufschwung der Meininger Bühne ab 1870 nur vorbereitenden Anteil. 1869 kamen seine „Gesammelten Schriften“ in 12 Bänden heraus.
Zu diesen zählte auch die Übersetzung des poetischen Nachlasses von Michail Jurjewitsch Lermontow (1814-1841), deren hier vorliegende Erstausgabe aus dem Jahr 1852 datiert. Der früh an den Folgen eines Duells verstorbene Dichter gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der romantischen Literatur in Russland. Friedrich von Bodenstedt beginnt seine Einführung in das Werk mit den Worten: „Der fremde Dichter, welchen ich meinen Lands¬leuten hier in deutschem Gewande vorführe, glänzte als Mittelstern des schönen Dreigestirns russischer Poesie, das mit Puschkin aufging und mit Kolzoff erlosch. Diese drei hoch¬begabten Dichter … lebten, schufen und starben in der ersten Hälfte des Jahrhunderts. Ihr Leben war ein kurzes, aber inhaltsreiches und vielbewegtes; ihr Schaffen war ein reiches und unvergängliches; ihr Tod ein tragischer.“
Die beiden vorliegenden Halblederbändchen mit schöner Rückenvergoldung wurden 1995 für die Fränkische Literatursammlung antiquarisch erworben.

Schaden

Das Rückenleder beider Bände ist durch den „roten Zerfall“ stark abgebaut. Beim ersten ist das hintere Gelenk gerissen, beim zweiten Band ist der Lederrücken ganz lose. Durch Einwirkung von Feuchtigkeit ist das Leder verhärtet; weitere Substanzverluste sind ohne eine Lederrestaurierung zu erwarten.

Behandlung

Nach dem Ablösen der Rückenschilder muss beim ersten Band das Rückenleder im Gelenk unterlegt werden. Der zweite Band erhält eine neue Hülse und Rückeneinlage. Danach wird der Lederrücken neu überzogen, das originale Leder abgelöst und wieder auf den Rücken übertragen.

Restaurierungskosten

390.- Euro

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