Kontakt

Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus

NPS Übergabe Förderung

Das Bundesbauministerium fördert seit 2014 im Rahmen des Investitionsprogramms Nationale Projekte des Städtebaus investive sowie konzeptionelle Projekte mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit sehr hoher fachlicher Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotential. Die Stadt Nürnberg hat sich im Programmjahr 2017 mit dem Projekt „Ausbau Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände“ erfolgreich um eine Förderung beworben.


Ausbau Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Dokumentationszentrum

Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Seit 2001 besteht in der unvollendet gebliebenen Kongresshalle das Dokumentations-zentrum Reichsparteitagsgelände. Mit jährlich ca. 275.000 Gästen aus aller Welt zählt die Einrichtung zu den besucherstärksten und attraktivsten historischen Lernorten Europas. Für eine erfolgreiche Zukunft benötigt das Haus den Ausbau der Ausstellungs- und Lernbereiche und die Modernisierung seiner Ausstattung. Das Ziel ist ein innovatives und inklusives Museumsangebot, das Besucher jeden Alters
und aus allen Kulturen anspricht.


Ehem. Reichsparteitagsgelände Nürnberg - Zeppelintribüne

Lernort Nürnberg

Nürnberg sieht sich bis heute wie keine zweite deutsche Stadt mit dem historischen Erbe der national-sozialistischen Zeit konfrontiert. 1933 zur „Stadt der Reichsparteitage“ ernannt, wurden hier auf dem Reichsparteitag 1935 die „Rassengesetze“ verkündet. Der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher 1945/46 stellt die Geburtsstunde der internationalen Völkerstrafgerichtsbarkeit dar. Daraus erwächst für die Stadt eine besondere Verantwortung.


Ausbaukonzept_web

Ausbaupläne

Die Stadt Nürnberg beabsichtigt, das Dokumentations-zentrum Reichsparteitagsgelände auszubauen und hierdurch dem wachsenden Aufgabenspektrum und dem aktuellen technischen Standard für zeit-geschichtliche Museen in der Bundesrepublik Deutschland anzupassen. Das Bauvorhaben umfasst vier Schwerpunkte:

1. Erweiterung des Lern- und Veranstaltungsbereichs
2. Ertüchtigung und Erweiterung von Ausstellungsflächen
3. Ertüchtigung und Erweiterung des allgemeinen Besucherbereichs
4. Schaffung von Funktionsflächen für wissenschaftliches Arbeiten

Gesamtziel des Vorhabens ist ein generationenverbindendes, didaktisch innovatives und inklusives Museumsangebot für den steigenden Besucherzustrom aus aller Welt.

Visualisierung erster Entwurfsideen

Weitere Informationen zu den Schwerpunkten des Ausbaus

Forum für Geschichte und Gegenwart:
Innovative Lernformen wie das geplante Lernlabor erreichen zukünftig Besuchergruppen jeden Alters und aus allen Kulturen. So schaffen sie die Voraussetzung für ein aktives Miteinander im „Dialog der Generationen“ und stärken im offenen Austausch Differenzierungsvermögen und Handlungskompetenz. Eine Fachbibliothek bietet auch externen Nutzern Recherchemöglichkeiten, die multifunktionale Veranstaltungszone erreicht mit vielfältigen Angeboten eine breite Öffentlichkeit.

Geschichte bewahren:
Längst hat sich das Dokumentationszentrum im süddeutschen Raum als Abgabeort von historischen Gegenständen und Publikationen der NS-Zeit etabliert. Eigene Archiv- und Depotflächen mit Büro- und Vorbereitungsräumen für Mitarbeiter erlauben künftig die professionelle Erschließung und damit Nutzung des umfangreichen Bestands an historischen Objekten, Büchern und Fotografien für Forschung, Ausstellung und Bildungsarbeit.

Verbesserte Barrierefreiheit:
Das Dokumentationszentrum ist in einer besonderen Verpflichtung, seinen Beitrag zum Ziel einer inklusiven Gesellschaft zu leisten. Gerade an jenem historischen Ort, wo die exkludierende „Volksgemeinschaft“ sinnfällig inszeniert wurde, sollte jedem Menschen der Zugang zu Bildung und Teilhabe ermöglicht werden. Die geplanten und bestehenden Museumsräume müssen auch im Hinblick auf den demografischen Wandel dringend an die Bedürfnisse von Besuchern mit Seh-, Hör- und Mobilitätsbehinderungen angepasst werden.

Mehr Ausstellungsfläche – neue Themen:
Mit der Erweiterung der vorhandenen Ausstellungsflächen können neue Themen aufgegriffen werden, die dem wachsenden Anteil der Besucher ohne persönlichen Bezug zum historischen Geschehen das Verstehen der NS-Geschichte ermöglichen. Konkret werden verstärkt Bezüge zu Gegenwartsfragen hergestellt und dem Umgang mit dem Nationalsozialismus nach 1945mehr Aufmerksamkeit gewidmet.

Geschichte im Blick:
Das Dokumentationszentrum bietet ein Bildungsangebot, das die Geschichte und Nachwirkung der Reichsparteitage bis in die Gegenwart kritisch reflektiert. Die Seminarräume auf dem Dach mit Blick auf den historischen Ort komplettieren das Forum für Geschichte und Gegenwart. So kann das Dokumentationszentrum künftig der steigenden Nachfrage nach einem generationsübergreifenden, inklusiven und interkulturellen Bildungsangebot gerecht werden.

Gefragte Expertise vor Ort:
Die zunehmend angefragte wissenschaftliche Expertise des Hauses und die vermehrte Nutzung als prominenter Veranstaltungsort unterstreichen das wissenschaftliche Profil des Dokumentationszentrums. In Zukunft wird durch Schaffung neuer Büroflächen die Präsenz der Mitarbeiter direkt am Ort des Lernens gewährleistet und damit die von vielen geschätzte Orientierung an den Besuchern noch mehr verstärkt.


Zeitplan

2017-2018

Planungsleistungen

2019

Baugenehmigung, Ausschreibung der Baugewerke

2020

Baubeginn

2022

Fertigstellung


Finanzierung und Förderung

Die Kosten der Gesamtmaßnahme von 15,3 Millionen Euro werden von der Stadt Nürnberg, dem Bund und dem Freistaat Bayern gemeinsam getragen:

ZuschussgeberBetragFörderprogramm
Bund (BBSR)7,0 Mio. EURNationale Projekte des Städtebaus
Freistaat Bayern3,0 Mio. EUREtat des Kultusministeriums
1,0 Mio. EURBayerisches Städtebauförderungsprogramm
Stadt Nürnberg4,3 Mio. EUR
Gesamt:15,3 Mio. EUR
Logo Balken NPS

Ansprechpartner:

Stadtplanungsamt

Martin Hofmann

Telefon: 0911 / 231-2476


Hochbauamt

Robert Minge


Telefon: 0911 / 231-1981


Museen der Stadt Nürnberg

Johannes Dornisch


Telefon: 0911 / 231-5417

Weitere Informationen

Bundesprogramm

  • NPS_rgb_Print<https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/ZIP/NPS/NPS_node.html>
Zurück zum Seitenanfang URL dieser Seite:
<http://www.nuernberg.de/internet/stadtplanung/nationalesprojekt.html>