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Blühwiesen statt kurzer Rasen

Schild Insektenfreundliche Wiese

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Hier wird nicht gemäht und das hat seinen Grund: Es soll blühen, möglichst viel und möglichst wild. Damit Bienen und andere Insekten genügend Nahrung und Unterschlupf finden. Am 20. Mai ist Tag der Bienen. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den Welt-Bienentag (World Bee Day) erstmals vor vier Jahren ausgerufen. Er soll darauf aufmerksam machen, dass Bienenpopulationen weltweit massiv zurückgehen und dringend Schutz benötigen.

Zeit für eine Bilanz: Was macht die Stadt für den Erhalt der Artenvielfalt? Das Umweltamt, das Bündnis für Biodiversität und der Servicebetrieb Öffentlicher Raum setzen seit vielen Jahren Maßnahmen um, die den Insektenreichtum fördern. Bei der Grünpflege wurden zum Beispiel die Prioritäten geändert: Nicht mehr allein die Optik ist entscheidend, sondern auch, ob es genug Nahrung und Unterschlupf für Bienen und andere Insekten gibt. Was früher ein ordentlicher, kurz geschnittener Rasen sein musste, darf heute eine wilde, kniehohe Blühwiese sein. Dies gilt für vorhandene Grünflächen ebenso wie für solche, die erst geplant werden. Und es gilt für alle Grünflächen vom Grünstreifen am Straßenrand bis hin zu Freiflächen an Schulen und Kitas oder Uferbereichen.


Einige Beispiele:

  • Viele Wiesenflächen werden nur einmal im Jahr gemäht; diese Flächen bleiben naturnah für Bienen und andere Insekten.
  • Auch im Straßenbegleitgrün gibt es Flächen, die nur zweimal pro Jahr gemäht werden, zum Beispiel die Erlanger Straße und die Münchener Straße.
  • Das Saatgut für die Flächen im Straßenbegleitgrün wurde angepasst, der Anteil der blühenden Kräuter wurde erhöht.
  • Wo immer möglich, werden in Grünanlagen Rasenflächen in Wiesenflächen umgewandelt.
  • Die Anlage von Sandmagerrasenflächen wie zum Beispiel im Marienbergpark bietet besonders vielen Insekten ein Zuhause.
  • Es werden ganz bestimmte Pflanzen ausgewählt, etwa die Silbersommerpflanzung.
  • Die Stadt legt üppig blühende Staudenbeete an, unter anderen die Hochbeete in der Fürther Straße oder die neu bepflanzten Beete am Europaplatz.
  • Die Stadt setzt Blumenzwiebeln, die bereits im zeitigen Frühjahr blühen, wenn die ersten Bienen hungrig auf Nahrungssuche sind.
  • Bei der Baumauswahl im Straßenbegleitgrün achtet die Stadt auch auf eine Mischung von verschiedenen Baumarten. Dadurch wird die Biodiversität erhöht und Insekten und Bienen eine Lebensgrundlage geboten.

Was bedeutet Biodiversität?

Unter dem Begriff Biodiversität oder „Biologische Vielfalt“ versteht man die „Vielfalt des Lebens in all seinen Erscheinungsformen“. Die biologische Vielfalt umfasst neben der reinen Artenvielfalt auch die genetische Vielfalt innerhalb einzelner Arten und sogar die Vielfalt der Lebensräume mit ihren Lebensgemeinschaften, also die Vielfalt der Ökosysteme.


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