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Stadionbad: Notfall-Aufnahme von Flüchtlingen

Aktuelle Lage

Die provisorische Notunterkunft im Stadionbad ist nicht mehr belegt. Das Camp ist sukzessive abgebaut worden. Bereits seit Oktober 2015 hat die Koordinierungsstelle Flüchtlingsverteilung des Bundes nur noch wenige Personen nach Nürnberg geschickt, da andernorts ausreichend Kapazitäten vorhanden sind. Das Bürgertelefon bleibt aber weiterhin besetzt.

Rückblick

Ab 17. September 2015 nahm die Stadt kurzfristig Transit-Flüchtlinge auf, um Städte wie München, Passau oder Freilassing zu entlasten. Diese Transit-Flüchtlinge kamen zusätzlich zu den Asylsuchenden, die die Regierung von Mittelfranken der Stadt Nürnberg wöchentlich zuweist. Dies sind rund 200 Personen pro Woche (Stand: Oktober 2015), die für die gesamte Dauer ihres Asylverfahrens in Nürnberg wohnen.

Die ankommenden Transit-Flüchtlinge hingegen sollten nur kurze Zeit in Nürnberg bleiben, bis Züge oder Busse sie in eine reguläre Erstaufnahme-Einrichtung in Bayern oder einem anderen Bundesland brachten. Sie wurden hier registriert und medizinisch untersucht. Außerdem versorgten Hilfskräfte sie mit Essen und Trinken. In der Regel reisten die geflüchteten Menschen nach zwei, drei Tagen wieder weiter.

Unterbringung in Zelten im Stadionbad

Da die regulären Gemeinschaftsunterkünfte sowie die Notunterkünfte in Nürnberg belegt waren und man möglichst rasch Unterkünfte benötigte, ließ die Stadt kurzfristig Zelte im Stadionbad errichten. Ab 18. September konnten dort bis zu 750 Menschen mit dem Nötigsten versorgt werden. Kurze Zeit später erhöhte die Stadt die Kapazitäten im Stadionbad auf rund 950 Plätze.

Zusätzlich zu professionellen Einsatzkräften untersützten zahlreiche ehrenamtliche Helfer die Flüchtlinge vor Ort: Ein Drei-Schicht-Betrieb wurde relativ zügig auf die Beine gestellt. Ehrenamtliche halfen bei der Essensausgabe oder betreuten die Kleiderkammer. Auch fanden sich über hundert Personen, die Arabisch oder Farsi sprachen, und bei der Kommunikation mit den Flüchtlingen zur Hand gingen. Die Koordinierung der ehrenamtlichen Helfer erfolgte über ein Bürgertelefon und einen Newsletter des Sozialreferats.

Bericht des Einsatzstabs

Sechs Unterkunfts-Zelte sowie fünf weitere Zelte für medizinische Untersuchungen, Registrierung oder Verpflegung, dazu über tausend Helfer verschiedenener Organisationen: Auch für die professionellen Hilfskräfte war dieser Einsatz eine Herausforderung. Am 24. September zog die Feuerwehr eine erste Bilanz über ihren Einsatz im Stadionbad. Ihre Erfahrungen aus dieser Zeit hat sie in einem Bericht zusammengefasst, den Sie online nachlesen können.

Belegung von Turnhallen

Gleich zu Beginn der kurzfristigen Aufnahme von Transit-Flüchtlingen dienten auch zwei Turnhallen im Stadtgebiet für zwei Tage als Flüchtlings-Unterkünfte. Nachdem die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk die Zelte im Stadionbad errichtet hatten, konnten die Turnhallen am 18. September geräumt werden. Seitdem stehen sie wieder regulär dem Schulsport zur Verfügung.

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