Kontakt

Schönheitskur für den Personenschifffahrtshafen

Immer mehr Passagierschiffe legen in Nürnberg an. 1996 waren es 85, 2016 fast 1.000. Dennoch muss die Ankunft für Schiffreisende bislang ziemlich trostlos gewesen sein: vermüllte Wege, übel riechende Abfallcontainer und kaum ein Bezug zu Nürnberg – keine Chance für einen guten ersten Eindruck. Deshalb beschloss die Stadt eine umfassende Modernisierung und eine Schönheitskur für das Gelände.

Mehr Platz und freundlichere Umgebung

Der erste Bauabschnitt dauerte von 2013 bis 2015. Seitdem stehen zehn Anlegestellen für Kreuzfahrtschiffe entlang der 1,4 Kilometer langen Anlage bereit. An diesen Plätzen erhalten die Schiffe auch Strom und Trinkwasser, außerdem können sie ihre Abfälle ordnungsgemäß entsorgen. Im zweiten Abschnitt wurde die Landschaft umgestaltet, der Schwarzengraben renaturiert und ein elf Meter hoher Hügel aufgeschüttet.

Insgesamt betragen die Kosten 10,5 Millionen Euro. Die Stadt zahlte 7,5 Millionen Euro, der Freistaat Bayern gab 3 Millionen Euro. Der gesamte Bau blieb damit im Rahmen der veranschlagten Kosten. Die besondere Herausforderung in der Umbauzeit: Der Kreuzfahrtverkehr lief weiter.

Der Hafen als wirtschaftlicher Faktor

Heute legen fast zwölf Mal so viele Schiffe an wie noch vor 20 Jahren und es gehen jährlich rund 154.000 Touristen in Nürnberg von Bord – ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Schätzungen gehen davon aus, dass jeder Passagier während des Aufenthalts in der Stadt rund 30 Euro am Tag ausgibt. 2016 rechnet die Stadt daher mit rund 4,6 Millionen Euro Einnahmen.

Natürlich müssen auch die Schiffe in Nürnberg versorgt werden, was zusätzlich Geld in die Stadt bringt. Wenn Reisen in Nürnberg beginnen oder enden profitieren auch Hotellerie, Gastronomie und der Albrecht Dürer Airport vom Kreuzfahrt-Trend.

Hafenmeisterei bekommt modernen Anstrich

Ein optischer Leckerbissen, der den Besuchern direkt bei der Ankunft zeigt, wo sie sich befinden, ist die Gestaltung der Hafenmeisterei: Ein Graffiti des Künstlers Julian Vogel zeigt ein berühmtes Selbstbildnis Albrecht Dürers. Allerdings hält Dürer ein Papierschiffchen in der Hand und liegt auf der Seite. Der Clou: Weil viele Touristen das Kunstwerk ebenfalls liegend von ihrer Kajüte aus sehen, erscheint es ihnen aufrecht. Na dann: „Schiff ahoi!“

Mehr zum Thema

Zurück zum Seitenanfang URL dieser Seite:
<http://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/hafen_nuernberg.html>