Kontrast Hilfe zur Nutzung dieser Seite

ICE-Werk der Deutschen Bahn

Lok Im Werk_Deutsche Bahn

Die DB Fernverkehr AG plant, ein neues ICE-Werk zu bauen. Der Standort wird nicht in Nürnberg sein. Gegen das Gelände in Altenfurt/Fischbach sprechen technische und betriebliche Gründe. Nur die Fläche des ehemalige Munitionslagers (MUNA) in Feucht wurde inzwischen als raumverträglich eingestuft.


Fakten zum Projekt:

Lage

Der genaue Standort wurde 2022 in einem Raumordnungsverfahren geklärt. Drei Flächen wurden untersucht: in Allersberg/Pyrbaum/Roth, das ehemalige Munitionslager (MUNA) in Feucht und eine Fläche südlich davon. Sechs weitere untersuchte Standorte, darunter der in Altenfurt/Fischbach, kamen im September 2021 nach einer Voruntersuchung nicht weiter in Betracht. Letztendlich wurde nur die Fläche der ehemaligen MUNA in Feucht als raumverträglich eingestuft.

Flächen

Für den Bau des Werks gibt es zwei Varianten. Je nach Fläche oder Lage zu den Schienen kommt eine der beiden Varianten für den Standort in Frage. Die eine Variante braucht eine Fläche von 4,5 Kilometer Länge und 300 Metern Breite, die andere 3,2 Kilometer in der Länge und 450 Meter Breite. Kernstück ist die Werkhalle über sechs Gleise und mit einer Länge von etwa 450 Metern. Hinzu kommen Betriebsgleise sowie Sozial- und Bürogebäude.

Künftige Nutzung

Im ICE-Werk werden Züge von innen und außen gereinigt. Außerdem können Schäden identifiziert und repariert werden. 25 Züge sollen täglich gewartet werden.

Träger

Bauträger ist die DB Fernverkehr AG.

Kosten

Die DB Fernverkehr AG will 400 Millionen Euro investieren.

Zeitplan

Im Oktober 2020 gab die Bahn bekannt, dass sie ein neues ICE-Werk in der Region Nürnberg bauen will. In einer ersten Stufe wurden neun Standorte nach betrieblichen Gesichtspunkten der Bahn ausgewählt. Sechs untersuchte Standorte kamen im September 2021 nach Voruntersuchung nicht weiter in Betracht. Im zweiten Schritt wird für die verbliebenen drei Standorte untersucht, welche Auswirkungen die Ansiedlung eines ICE-Werks auf die Menschen und die Natur hat. Dafür werden von der Bahn Studien und Untersuchungen der Natur und der Umgebung für alle Standorte in Auftrag gegeben.

Anfang September 2021 gab die DB Fernverkehr AG bekannt, dass sie mit drei möglichen Standorten für das ICE-Instandhaltungswerk in das Raumordnungsverfahren geht. Damit fielen neben dem Standort Altenfurt/Fischbach fünf weitere Standorte weg. Gegen den Standort Altenfurt/Fischbach sprachen vor allem technische und betriebliche Gründe, wie der zu bewältigende Höhenunterschied und die Querung der S-Bahnstrecke.

Auch das Güterverkehrszentrum Bayernhafen Nürnberg (GVZ) schied als Standort für das geplante ICE-Instandhaltungswerk in der Metropolregion Nürnberg aus. Dies ist das Ergebnis einer Prüfung der Deutsche Bahn AG (DB) und der Bayernhafen GmbH & Co. KG, das im April 2022 veröffentlicht wurde. Für die circa 20 auf rund 30 Hektar Gewerbefläche angesiedelten Logistikunternehmen und Störfallbetriebe auf dem GVZ-Gelände stehen keine geeigneten Ausweichflächen im Stadtgebiet zur Verfügung. Der Bund Naturschutz schlug Anfang des Jahres 2022 das GVZ als möglichen Standort vor. Daraufhin lud Oberbürgermeister König die DB, Bayernhafen, den Bund Naturschutz und Nürnbergs Wirtschafts- und Wissenschaftsreferenten Dr. Fraas zu gemeinsamen Gesprächsrunden ein. Anlass für den Vorschlag war das Vorhaben, ein Hafenbecken zu verkleinern. Die Eigentümerin des GVZ – die Bayernhafen GmbH & Co.KG – plant einen kleinen Teil des Hafenbeckens 1 trockenzulegen mit einer Fläche von 3 Hektar, um neuen Ansiedlungsanfragen von Betrieben nachkommen zu können. Das ICE-Werk hat jedoch einen Flächenbedarf von rund 35 bis maximal 45 Hektar.

Für die Bewertung der Raumverträglichkeit durch die Regierung von Mittelfranken verbleiben die Standorte Allersberg/Pyrbaum/Roth, das ehemalige Munitionslager Feucht (MUNA) und der Bereich südlich des ehemaligen Munitionslagers Feucht. Im März 2022 hatte die DB Fernverkehr AG alle Untersuchungen und Kartierungen zu den drei verbliebenen Standorten bei der Regierung von Mittelfranken vorgelegt. Im Juni 2022 startete das Raumordnungsverfahren, in dem geprüft wurde, ob die Standorte raumverträglich sind. Letztendlich wurde nur die Fläche des ehemaligen Munitionslagers (MUNA) in Feucht als raumverträglich eingestuft.

Bürgerbeteiligung

Die Bahn hat eine frühzeitige Information und Einbindung der Bürger zugesichert. Im Juni 2021 fanden Workshops mit den Anwohnern der einzelnen Standorte statt. Die Stadt begleitet die Planung in Zusammenarbeit mit der Bahn und vertritt dabei auch die Interessen der Nürnberger, insbesondere bei den Themen Lärmschutz und Ausgleichsflächen für die Natur.

Beim Raumordnungsverfahren im Juni 2022 wurden alle Dokumente und Untersuchungen veröffentlicht. Alle Bürger können ihre Anliegen bei der Regierung Mittelfranken schriftlich vorbringen. Diese Beteiligung der Öffentlichkeit ist gesetzlich vorgeschrieben.

Im Raumordnungsverfahren soll festgestellt werden, wie sich das geplante Vorhaben auf die für die Raumordnung wichtigen Aspekte wie zum Beispiel Verkehr, Natur und Landschaft, Wirtschaft, Erholung, Klimaschutz, Siedlungsentwicklung oder Wasserwirtschaft auswirkt, ob und unter welchen Maßgaben das Projekt mit den Erfordernissen der Raumordnung vereinbar ist und wie es mit anderen Vorhaben öffentlicher oder sonstiger Planungsträger abgestimmt werden kann.

Stadtrat und Ausschüsse

Auch Stadtrat und Ausschüsse beschäftigen sich mit dem Thema ICE-Werk. Hier eine chronologische Übersicht der Sitzungen:


Weitere Projekte

Stadtentwicklungsprojekte ziehen manchmal große Veränderungen im Stadtbild nach sich und werden in der Öffentlichkeit rege diskutiert. Ausgewählte Projekte stellen wir Ihnen auf unserer Seite „Stadtentwicklung“ in loser Folge vor.


Mehr zum Thema

Aktualisiert am 08.02.2023, 11:23 Uhr

Zurück zum Seitenanfang URL dieser Seite
<http://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/ice_werk.html>