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Neues Konzerthaus

Geplante Außenansicht des neuen Konzerthauses.

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Die Stadt plant den Bau eines neuen Konzerthauses neben der Meistersingerhalle am Luitpoldhain. Der Baubeginn war ursprünglich für 2021 geplant. Angesichts der coronabedingt angespannten Haushaltslage hat die Stadtspitze dem Stadtrat ein Moratorium vorgeschlagen. Der Neubau wird demnach bis auf Weiteres verschoben.


Fakten zum Projekt

Lage

Das neue Konzerthaus entsteht zwischen Münchener Straße und Schultheißallee direkt neben der Meistersingerhalle.

Flächen

Das Konzerthaus wird insgesamt rund 20.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche aufweisen.

Künftige Nutzung

Im neuen Konzerthaus bietet ein Saal mit drei Rängen Platz für 1.500 Konzertbesucher. Zudem gibt es großzügige Foyerflächen, einen Probesaal mit etwa 200 Plätzen sowie Büros und Künstlerräume. Nach der Eröffnung des Konzertsaals soll die Meistersingerhalle als Interimsspielstätte für die Oper genutzt werden, solange das Opernhaus am Richard-Wagner-Platz saniert wird. Danach wird die Meistersingerhalle saniert. Sie dient künftig vor allem als Tagungs- und Kongresszentrum für bis zu 1.000 Teilnehmer.

Träger

Die Stadt Nürnberg ist Träger dieses Projekts.

Kosten

Der Neubau kostet ca. 200 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern beteiligt sich mit 100 Millionen Euro.

Zeitplan

Der Baubeginn des neuen Konzerthauses war ursprünglich für das Frühjahr 2021 geplant, die Fertigstellung und Eröffnung für das Jahr 2024. Angesichts der coronabedingt angespannten Haushaltslage hält die Verwaltung es allerdings nicht für vertretbar, den Neubau des Konzerthauses derzeit weiterzuverfolgen. Nach jetzigem Kenntnisstand kann das Projekt in der laufenden Ratsperiode nicht fortgesetzt werden. Die Stadtspitze hat dem Stadtrat daher im Rahmen der Haushaltsberatungen im November 2020 ein Moratorium vorgeschlagen. Der Neubau des Konzerthauses wird demnach bis auf Weiteres verschoben.

Bürgerbeteiligung

Im Juli 2017 fand in der Meistersingerhalle eine Informationsveranstaltung zum neuen Konzertsaal statt. Dabei wurde über das weitere Vorgehen informiert. Im Dezember 2018 berief der Stadtrat die Konzerthaus-Kommission ein. Sie tagt viermal im Jahr und berät den aktuellen Stand und Fortschritt des Konzerthauses. Die Kommission besteht aus Vertretern des Stadtrats, von Veranstaltern und Bürgervereinen sowie aus Experten aus dem Musikbereich.

Vorgeschichte

2015 fasste der Stadtrat den Beschluss zum Bau eines neuen Konzerthauses in der Umgebung der Meistersingerhalle. 2017 lobte die Stadt einen offenen, anonymen Architekturwettbewerb aus, an dem sich 246 Büros aus aller Welt beteiligten. Der Bau sollte mit ökonomischer und nachhaltiger Qualität realisierbar sein und der Rolle Nürnbergs als Zentrum der Europäischen Metropolregion gerecht werden.

Das Rennen machte der Vorschlag des Teams Johannes Kappler Architektur und Städtebau GmbH (Nürnberg), Super Future Collective (Nürnberg) und Topotek 1 Architektur GmbH (Berlin/Zürich). Ihr klassischer Entwurf mit Naturstein-, Holz- und Glaselementen zeichnet sich durch Klarheit aus und wirkt offen und einladend. Die prägenden Elemente der Meistersingerhalle – Foyer, Atrien, durchgehender Sockel – werden dabei aufgenommen und zu einem fließenden Raum aus Konzertsälen und öffentlichen Begegnungszonen verbunden.

Im September 2018 beauftragte der Stadtrat das Büro Kahle Acoustics aus Brüssel mit der Planung der Akustik. Bei der weltweiten Ausschreibung hatten vier Planungsbüros ihre Konzepte vorgestellt. Zur Bewertungskommission des Vergabeverfahrens gehörten unter anderem die Generalmusikdirektorin der Stadt Nürnberg, Joana Mallwitz, die Intendanten der Nürnberger und der Bamberger Symphoniker, Lucius A. Hemmer und Marcus Rudolf Axt, der Präsident der Hochschule für Musik Nürnberg, Professor Christoph Adt, und die Leiterin der Musikabteilung des Bayerischen Rundfunks, Studio Franken, Dr. Ursula Adamski-Störmer.

Der Auftrag für die Planung und den Bau der Orgel im neuen Konzerthaus geht an das traditionsreiche sächsische Unternehmen Hermann Eule Orgelbau. Dies hat der Stadtrat in seiner Sitzung im Dezember 2019 entschieden. Die künftige Konzertorgel mit etwa 95 Registern auf drei Manualen, mit Hochdrucklade, Chamade und Fernwerk soll allen Belangen als Soloinstrument sowie im Zusammenspiel mit Orchester und Chor gerecht werden. Zu den Referenzen der Firma Eule gehören unter anderem die Instrumente im Konservatorium von St. Petersburg, im Salzburger Mozarteum und im Kulturpalast in Dresden. In Nürnberg hat die Firma Eule bereits eine Orgel in der Kirche St. Nikolaus und St. Ulrich in Mögeldorf gebaut. Der Entscheidung vorangegangen war ein mehrstufiges Vergabeverfahren, an dem auch Orgelbauer aus Österreich, der Schweiz und Kanada teilgenommen haben. Während des Vergabeverfahrens sind Referenz-Instrumente in Dresden, Wien, London und Köln besucht worden, um relevante Qualitätskriterien an bereits existierenden Instrumenten der Bieter beurteilen zu können.


Bilder zum Projekt

Entwurf der Außenansicht des neuen Konzerthauses.

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Entwurf der Außenansicht des neuen Konzerthauses. Der Neubau passt mit seiner Fassade zur Meistersingerhalle nebenan.

Geplantes Foyer im neuen Konzerthaus.

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Die Animation zeigt, wie das Foyer des neuen Konzerthauses aussehen könnte.

Geplanter Konzertsaal des neuen Konzerthauses.

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So könnte der Saal von innen aussehen. Er bietet Platz für 1.500 Konzertbesucher.

Modellbild der Umgebung rund um das Konzerthaus.

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Der Standort des neuen Konzerthauses im Luitpoldhain neben der Meistersingerhalle.


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Aktualisiert am 11.01.2022, 16:41 Uhr

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