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Die schnellste Teamsportart auf zwei Beinen: Lacrosse

Text: Patrick Bova

Wer Lacrosse zum ersten Mal sieht, könnte meinen, eine Gruppe Menschen würde mit Netzen und Helmen ausgestattet auf Schmetterlingsjagd gehen. Das ist natürlich nicht der Fall: Lacrosse ist eine körperbetonte, schnelle und taktische Sportart, für die man ein hohes Maß an Konzentration und Ausdauer braucht. Für Kenner ist das Spiel daher äußerst spannend und unterhaltsam.

Wie funktioniert Lacrosse?

Das Lacrosse-Spielfeld ist aufgebaut wie ein Fußballplatz, nur etwas länger. Die Tore sind quadratisch und stehen, ähnlich wie beim Eishockey, weiter im Feld. Das Spiel wird in vier Viertel aufgeteilt: Jedes Viertel dauert 20 Minuten. Gestartet wird mit dem so genannten „Face-Off“, was nichts anderes ist, wie der Bully beim Eishockey oder der Sprungball beim Basketball.

Jede Mannschaft darf zehn Spieler auf den Platz schicken. Das Ziel ist es, den Ball im gegnerischen Netz unterzubringen. Dabei darf jeder Spieler ausschließlich seinen Schläger, den Crosse , benutzen. Er trägt den Ball in der Tasche seines Crosse und passt ihn zu seinen Mitspielern, die ihn wiederum in ihrer Tasche auffangen. Auch Alleingänge sind möglich, denn einen Schrittfehler gibt es nicht. Lacrosse ist ein sehr körperbetontes Spiel. Deshalb ist das Tragen von Schutzausrüstung Pflicht.

Worin besteht der Trainingseffekt?

„Prinzipiell ist vor allem Schnelligkeit wichtig, da Lacrosse der schnellste Teamsport auf zwei Beinen ist“, weiß Chris Weindl, Trainer der Nürnberg Titans, „insgesamt wird jedoch jeder Muskel benötigt.“ Neben den Basics wie Fangen, Passen, Schießen und Ground-Balls, trainieren die Titans vor allem Schnelligkeit und Ausdauer. „Außerdem bringen wir unseren Spielern auch Spielverständnis und Taktik bei“, meint Coach Weindl.

Was ist das besondere an der Sportart?

Obwohl Lacrosse eine eigenständige Sportart ist, beinhaltet sie viele Einflüsse aus anderen Bereichen: „Lacrosse ist ein Mix aus vielen Elementen“, so Weindl, „der Körperkontakt kommt vom Football, die Schnelligkeit aus dem Eishockey und der taktische Angriff ist wie beim Basketball.“ Jeder, der Lust hat mal etwas anderes als Fußball auszuprobieren und ein Faible für amerikanische Sportarten hat, ist hier also richtig.

„Das Verletzungsrisiko ist trotz der Härte des Körperkontakts eher gering. Angst vor blauen Flecken sollte man aber nicht haben“, scherzt Coach Weindl.

Wo kann man in Nürnberg Lacrosse spielen?

Wer nun Lust hat, Lacrosse selbst auszuprobieren, sollte zum Probetraining der Nürnberg Titans gehen. Das würde auch Coach Weindl freuen: „Leider haben wir momentan noch keine Jugendabteilung und müssen eine Spielgemeinschaft mit den Erlanger Tribesmen eingehen. Wenn die Neuzugänge etwas ansteigen, könnten wir bereits nächstes Jahr eine eigene Mannschaft stellen“. Die Titans trainieren auf dem Platz der DJK-Berufsfeuerwehr Franken Concordia im Stadtteil Ziegelstein. Die nötige Schutzausrüstung und Schläger sind vorhanden und können gerne ausgeliehen werden.

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