Kontakt

Corona: Seelische Gesundheit

Keine Treffen mit Freunden, kein Besuch bei der Oma, Sorgen um den Job – vieles ist gerade zu bewältigen. Seelische Gesundheit ist jetzt umso wichtiger. Wie Sie gut durch die Corona-Krise kommen, hat das Gesundheitsamt für Sie zusammengestellt.


Information

Begrenzen Sie die Informationsaufnahme. Es ist völlig ausreichend, sich zwei Mal am Tag mit Nachrichten zu beschäftigen.


Medien

Begrenzen Sie den passiven Medienkonsum. Schalten Sie den Fernseher oder Online-Medien nur gezielt ein. Verzichten Sie auf Katastrophenfilme, denn diese können innere Spannungszustände erhöhen.


Ausgangsbeschränkungen

Veränderungen in der Alltagsgestaltung und im Tagesrhythmus sind derzeit für viele eine große Herausforderung. Hier sind einige Tipps, wie Sie damit umgehen können.

  • Planen Sie ihren Tag, auch und gerade wenn er überwiegend daheim stattfindet.
  • Nutzen Sie gezielt Ihren Körper, soweit es geht. Yoga-Übungen, Meditation, Gymnastik – für alles finden Sie Anleitungen im Internet. Oder tanzen Sie einfach zu Musik, die Sie mögen.
  • Gehen Sie in den Garten, auf den Balkon oder im Grünen spazieren. Gut sind körperliche Beanspruchungen, bei denen der Puls um etwa 20 Schläge pro Minute ansteigt. Das gilt auch für Untrainierte.
  • Machen Sie etwas, wofür Sie in Ihrem Alltag sonst nie Zeit hatten. Ein paar Vorschläge: Kochen Sie ein kompliziertes Rezept, lernen Sie eine neue Basteltechnik, zum Beispiel Origami oder Makramee, malen Sie ein Bild, säen Sie Pflanzen, holen Sie Ihre Gesellschaftsspiele aus dem Schrank, spielen Sie mal wieder ein Instrument – vielleicht haben Sie eine alte Flöte, eine Mundharmonika oder eine Trommel.

Kontakte

Die aktuelle Situation kann auch dabei helfen, neue zwischenmenschliche Erfahrungen zu machen. Nutzen Sie alle Kanäle, die Ihnen zur Verfügung stehen, um in Kontakt mit Ihren Mitmenschen zu bleiben.

  • Telefonieren Sie ausgiebig mit Menschen, die Ihnen nahe sind.
  • Nutzen Sie auch Videotelefonie, wenn möglich.
  • Pflegen Sie Kontakt zu den Gruppen, zu denen Sie sonst auch Kontakt haben.
  • Schreiben Sie mal wieder einen Brief.
  • Führen Sie Gespräche mit sich selbst in einem Tagebuch.

Selbststärkung

Achten Sie bewusst auf das, was gut ist. Und tun Sie das, was Ihnen guttut.

  • Atmen. Beruhigt sich der Atem, dann beruhigt sich auch der Geist. Atmen Sie ein paar Mal am Tag bewusst und langsam tief in den Bauch hinein.
  • Lesen Sie Geschichten und Gedichte oder blättern Sie in einem Bildband mit Inhalten, die völlig außerhalb Ihres üblichen Alltags liegen.
  • Überlegen Sie, was Ihnen in der Vergangenheit gutgetan hat, wenn Sie in schwierigen Lebenssituationen waren. Das kann Ihnen auch jetzt helfen.
  • Beobachten Sie, was jetzt neu ist, schreiben Sie es vielleicht auch auf. Wie sich der Geräuschpegel verändert. Wie Menschen versuchen, sich auf neue Art distanziert zu begrüßen. Welche komischen Geschehnisse bei der Bewältigung der jetzigen Lage auftauchen. Lachen Sie darüber.
  • Drehen Sie innere Zukunftsfilme. Was werden Sie als erstes tun, wenn die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben werden? Was tun Sie, wenn die Krise vorüber ist? Worauf freuen Sie sich?

Machen Sie sich bewusst:

So misslich die Corona-Krise ist – sie geht vorbei. Das persönliche Risiko für Sie ist begrenzt. Wir alle können die Erfahrungen aus der Corona-Krise für die Zukunft vorteilhaft nutzen. Gemeinsamkeiten machen stark.


Traumahilfe

Diese Tipps orientieren sich an den Empfehlungen des Traumahilfezentrums Nürnberg für Menschen, die unter den Folgen von traumatischen Erschütterungen leiden.


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