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Auf die Kappe, fertig, los: Wasserball in Nürnberg

Text: Manuela Ziegler

Mit ein bisschen Ehrgeiz kann man es beim Wasserball richtig weit bringen. Stephan Pache ist Spielertrainer der Herrenmannschaft des 1. FCN. Die hat lange in der zweiten Liga gespielt, bis sie freiwillig in die Oberliga wechselte, um den Jugendaufbau zu unterstützen und leichter zu machen. Für ihn bedeutet Wasserball vor allem: eine Sportart, die den ganzen Körper fordert und dabei noch richtig Spaß macht. Deshalb ist sie so gut für Jung und Alt.

Wie funktioniert Wasserball?

„Wasserball ist wie Handball im Wasser“, erklärt Stephan Pache. Es geht darum, durch geschicktes Abspielen und Positionieren den Ball ins gegnerische Tor zu werfen. Ein Spiel hat vier mal acht Minuten Spielzeit. Wer beim Werfen, egal ob Passspiel oder aufs Tor, am Boden steht oder sich von dort abstößt, riskiert einen Freiwurf der Gegner. Viele sagen, es sei eine der härtesten Mannschaftssportarten, weil die Schiedsrichter nicht sehen, was unter Wasser passiert. „Aber wir legen Wert darauf, dass es auch dann noch fair zu geht, wenn viel auf dem Spiel steht“, sagt Pache.

Worin besteht der Trainingseffekt?

Dadurch, dass die Spieler dauernd in Bewegung sind, wird der ganze Körper aktiv. Der Wasserwiderstand tut sein übriges dazu, den Spielern einiges abzuverlangen, wenn sie um einen Ball oder eine gute Position zum Tor kämpfen. „Außerdem kann man ja nie einfach nur ‚rumstehen‘. Jeder ist ständig aktiv, und sei es nur, um nicht unterzugehen“, so Pache. Es zählen Schnelligkeit, aber auch Präzision und Teamgeist. „Gerade für Jugendliche sind Mannschaftssportarten gut für die Charakterbildung. Wer keine Lust auf Fußball hat, ist beim Wasserball genau richtig.“

Was ist das Besondere an der Sportart?

„Jeder hält die eigene Sportart immer für die Beste. Aber ich finde Wasserball genial, weil es einfach den ganzen Körper fordert“, sagt Stephan Pache. „Und: ein ganzheitlich trainierter Körper sieht einfach ansprechend aus, durchaus ein angenehmer Nebeneffekt.“ Außerdem hält er die Fahne für Wasserball als Leistungssport hoch. Wer dem Verein beitritt und ein bisschen Ehrgeiz hat, dran zu bleiben, schafft es laut dem Trainer auf jeden Fall in die Oberliga, wenn nicht sogar in die Bundesliga.

Wo kann man in Nürnberg Wasserball spielen?

Neugierig geworden? Die Wasserballer des 1. FCN und des Post SV freuen sich über Interessierte. Zu den Trainings ist jeder eingeladen, auch bei den Punktespielen sind Fans natürlich gerne gesehen. Die beiden Vereine haben eine Kooperation aufgebaut, was Trainings und Ligaspiele angeht. Als Mindestalter empfiehlt Pache etwa 11 bis 12 Jahre. „Nicht, weil Jüngere nicht genauso gut sein können. Aber sonst ist es schon eine lange Zeit, bis man in der Bundesliga mitspielen kann.“

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