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Fast 150.000 Menschen pendeln täglich nach Nürnberg

Zweite Ausgabe unserer "Zahl der Woche": 148.661 ist die Zahl der Menschen, die von ihrem Wohnort außerhalb des Stadtgebiets täglich zu ihrem Arbeitsplatz nach Nürnberg pendeln (Stand: 2014). Dem gegenüber stehen 59.097 Auspendler, also Menschen, die in Nürnberg wohnen und ihre Arbeitsstätte nicht in der Stadt haben. Der Überschuss von knapp 90.000 Einpendlern zeigt deutlich die Bedeutung Nürnbergs als wirtschaftliches Zentrum im nordbayerischen Raum.

Die Zahl der Einpendler ist in den vergangenen zehn Jahren um 15.725 (rund 12 Prozent) gestiegen. Das Pendlersaldo ging im gleichen Zeitraum aber um rund 2.000 zurück, denn im Jahr 2014 gab es 17.726 Auspendler mehr als zehn Jahre zuvor. Das Amt für Stadtforschung und Statistik zieht daraus folgendes Fazit: "Die Umlandgemeinden haben seit 2005 als Arbeitgeber definitiv an Bedeutung gewonnen". Auf der anderen Seite sei Nürnberg für Arbeitskräfte als Wohnort zunehmend beliebt, so die Statistiker weiter.

Von wo die Pendler kommen

Die Top 50 der Quellorte von Pendlern nach Nürnberg zeigen ein klares Bild: Der größte Teil von ihnen kommt aus der nahen und näheren Umgebung zum Arbeiten nach Nürnberg. Besonders viele Berufspendler stammen aus Fürth, gefolgt mit großem Abstand von Erlangen, Schwabach, Zirndorf und Oberasbach. Der Mammutanteil der Pendler stammt aus einem Umkreis von bis zu 100 Kilometern um Nürnberg. Unter den Top 50 finden sich aber auch die deutlich weiter entfernten Millionenstädte München und Berlin.

Pendeln - ein Phänomen der letzten Jahrzehnte?

Ein Blick in die statistischen Jahrbücher vergangener Zeiten zeigt, dass es auch lange vor der Motorisierung weiter Bevölkerungsteile schon Pendelbewegungen gab. Für das Jahr 1939 beispielsweise lässt sich eine (Ein-)Pendlerquote nach Nürnberg von rund 11 Prozent errechnen.

Blick auf den Wöhrder Talübergang im Jahr 1961

Der Wöhrder Talübergang im Jahr 1961 vor dem Umbau zum Verkehrsknotenpunkt. (StadtAN A 39 Nr. Fi-W-938)

Fünf Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs lebte bereits ein Fünftel der in Nürnberg arbeitenden Menschen außerhalb der Stadtgrenze, im Jahr 1961 war dieser Anteil auf ein Drittel gestiegen. Neun Jahre später lag der Pendleranteil unter Nürnbergs Arbeitnehmern bei 39 Prozent. Es folgte ein weiterer Anstieg auf über die Hälfte aller in Nürnberg Beschäftigten. Seit 2004 ist die Einpendelquote bei rund 53 Prozent nahezu konstant.

Hintergrund: Zahl der Woche

Das Amt für Stadtforschung und Statistik der Städte Nürnberg und Fürth veröffentlicht in in Monatsberichten, Jahrbüchern und vielen weiteren Publikationen sehr regelmäßig Zahlen, die Aufschluss über verschiedenste Entwicklungen in Nürnberg geben. In unserer neuen Serie "Nürnberg numerisch: die Zahl der Woche" stellen wir Ihnen ab Juni 2016 nach und nach einige der Zahlen und deren Hintergründe vor.

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