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Nachruf: Wolfram Unger ist am 18. März 2018 verstorben

Wolfram Unger beim Ausflug des StSR in seine Heimatstadt Donauwörth

Wolfram Unger ist am 21.02.1938 in Donauwörth geboren. Dort ging er in die Volksschule und anschließend bis zur 10 Klasse in das humanistische Gymnasium. Danach musste er wegen der Auflösung des Gymnasiums nach Augsburg wechseln. Dort legte er im Gymnasium St. Stephan das Abitur ab.

Danach folgte ein Studium der Zahnmedizin (als Sohn eines Zahnarztes) in Würzburg. Seine Leidenschaft galt jedoch einem anderen Fach bzw. dem Studium der Volkswirtschaft in Nürnberg welches er als Dipl. Volkswirt abgeschlossen hat.

Vor seinem Wechsel in die Bundesanstalt für Arbeit (dort war er bis zu seiner Pensionierung tätig) war er Assistent an der Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

Verheiratet war er seit 1966 mit Ilse Unger. 1968 sind Ilse und Wolfram Unger nach Nürnberg umgezogen und auch hier geblieben.

Wolfram Unger wurde "in Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen Besonderen Verdienste" von Bundespräsident Dr. Horst Köhler durch Herrn Ministerpräsident Günther Beckstein bei einem Festakt am 7. April 2008 in der Bayerischen Staatskanzlei das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Jahrzehntelang war er Ehrenamtlich tätig. Seit Ende der 1960er Jahre gehörte er dem Landesvorstand des Bayerischen Tischtennis-Verbandes an. Von 1972 bis 1990 hat er die FDP im Nürnberger Stadtrat als ehrenamtlicher Stadtrat vertreten. 1988 ist er zum Hauptvorsitzenden, später Präsidenten des Fränkischen Albvereins gewählt worden. Diese Funktion hat er 20 Jahre lang mit Erfolg ausgeübt. In dieser Zeit hat sich der Verein von 13 Gruppen mit 2.500 Mitgliedern zu 23 Gruppen mit 4.500 Mitgliedern entwickelt. Er war Autor von Wanderbüchern und hat sich besonders um die Verknüpfung des Wanderns mit Kultur und Geschichte verdient gemacht. Dies kommt auch bei der Gründung des Fördervereins Geschichtswissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg im Jahre 2000, seiner Mitgliedschaft im Frankenbund sowie in der Fränkischen und Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft zum Ausdruck. Auch als Vizepräsident des Landesverbands Bayern der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine [1999-2008] setzte Wolfram Unger sein verdienstvolles Wirken zum Wohle der Allgemeinheit und unserer Umwelt fort. Besonders engagierte er sich für die Wiederbelebung des ersten Jakobsweges von Nürnberg nach Rothenburg ob der Tauber, den er zusammen mit Pfr. Geissendörfer angelegt hat.
In den Stadtseniorenrat (StSR) kam er 2011 über die Alten-Akademie Nürnberg. Besonders engagierte er sich hier im Arbeitskreis Kultur.

Wir haben Wolfram Unger als einen gradlinigen, kompetenten, sachlichen, zuverlässigen und ehrlichen Kollegen kennenlernen dürfen und verlieren mit ihm einen allseits geschätzten Delegierten. Wir sind ihm sehr dankbar und werden ihn stets in guter Erinnerung behalten.

Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Ilse, mit der er über 50 Jahre verheiratet war.

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