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inviva, die Messe für alle mitten im Leben

Der StSR auf der inviva 2017 "Ich und Du? Ein Bild vom Alter"

"ICH und DU? Ein Bild vom Alter" - inviva 2017

Er sollte ins Auge fallen, unser Messestand, vielleicht sogar zum Augenschmaus für die Besucher werden und sie zum Stehenbleiben motivieren: Der Nürnberger Stadtseniorenrat hatte sich für die inviva 2017 Verschiedenes einfallen lassen, um in Gesprächskontakt mit den Besuchern zu kommen.
Als erstes vertrauten wir den Verführungskünsten von Frau Fortuna:
Wer an unserem Glücksrad drehen wollte (und es gab viele schöne Gewinne) durfte zunächst einen kleinen Fragebogen beantworten. Darin ging es um die Selbstwahrnehmung alter Menschen und um die Wahrnehmung anderer Alter.

Als zweites hatten wir eine Mappe mit künstlerischen Fotografien von alten Menschen aufliegen. Dort konnte sich, wer wollte – und es wollten viele - ein passendes Bild aussuchen, quasi als Illustration eines altersalltäglichen Gemütszustandes oder auch eines Wunschbildes vom Altsein. Ob heiter oder nachdenklich, wissbegierig oder traurig, abweisend oder gelassen – diese alten Gesichter zeigten viele verschiedene Seelenstimmungen

Der junge Künstler Julian Vogel - arrivierter Sprayer, Street-Artist und in der Kunstwelt wahrhaftig kein Unbekannter – hat dann sehr liebevoll Abbilder der ausgewählten Fotos auf zwei großen Leinwänden zu einem Gesamtwerk mit dem Titel: "Ich und Du? Ein Bild vom Alter" komponiert.

"Ich und Du? Ein Bild vom Alter" 1 Julian Vogel

Mit dem respektvollen Blick und den malerischen Mitteln einer so viel jüngeren Generation entstand so am Ende ein Bild vom Leben selbst: Von seinen Hoffnungen und Enttäuschungen, Freuden und Leiden, von all seiner Beschwernis und von all seiner Schönheit.
Glücksrad, Fragebogen und bildender Künstler waren also die Instrumente unserer Verführung zum Gespräch mit vielen Besucherinnen und Besuchern. Und ja: Es hat geklappt!

inviva 2017 "ICH und DU? Ein Bild vom Alter"

Außer zwei spannenden, attraktiven Kunstwerken und einem dicken Ordner mit fast 400 Antworten hatten wir viele schöne Gesprächsgelegenheiten, wo wir uns vorstellen, unsere Pläne und auch das von uns und den Vorgängern schon Erreichte kommunizieren und die neuen und neu aufgelegten Flyer verteilen konnten. Der Stadtseniorenrat Nürnberg als Gesprächspartner und Interessenvertreter hatte einen prima Zuspruch. (Welch ein süßer Lohn für müde Füße...)
Barbara Bredow, Stadtseniorenrat Nürnberg, Sprecherin AK Öffentlichkeitsarbeit

Ein Gespräch mit dem Künstler Julian Vogel

Im Vorfeld der Messe hatte unsere AK-Sprecherin Barbara Bredow die Gelegenheit, mit Julian Vogel ins Gespräch zu kommen. Dieses Interview finden Sie auch in unserem Infoblatt Nr. 1/2017

"Ich habe großen Respekt vor der Lebensleistung"


BB: Julian, erklär mir bitte die besonderen Eigenschaften der Straßen-Kunst. Ist es das öffentliche Entstehen? Ihre ständige Zugänglichkeit?

JV: Ja, sicher. Sie macht die Welt dadurch bunter. Sie macht Menschen aufmerksam. Sie dringt in den Alltag ein, kommt uns mit ihren Botschaften entgegen. Ihre Vergänglichkeit ist ein Sinnbild für die immerwährende, notwendige Wandlung.
So haben Street-Artists eine neue, spontane und lebensnahe Formensprache in der Bildenden Kunst entwickelt. Längst gibt es Großmeister, längst werden Wandbilder konserviert, längst gibt es prominente Auftraggeber, längst steigen die Preise. (Ein
Beispiel ist der Run auf die Stücke aus der East Side Gallery, den Bruchsteinen aus der bemalten Berliner Mauer.)

BB: Du hast Kindergartenmauern gestaltet und Klinikwände, in der "Blauen Nacht" 2013 die Nürnberger Burg in ein Raumschiff verwandelt... Du reist immer wieder in die Welt, um mit Kindern in Elendsviertel und Kriegsgebieten zu arbeiten.

JV: Ich will mit diesen Kindern einen gemalten Freiraum schaffen, einen Platz für ihre Wünsche und Sehnsüchte: Frieden. Schönheit. Liebe. Auf einer Wand, vielleicht an einem zerstörten Haus, gestalten wir eine dringliche Botschaft an die Welt: Gemalt und geschrieben von resozialisierten Kindersoldaten in Uganda, von Straßenkindern auf Jamaika oder Peru, von Waisen in Rumänien oder kleinen Obdachlosen in Peru.

BB: Auf der inviva, am Stand des Seniorenrates arbeitest Du nun aber mit wesentlich älteren Menschen an einem gemeinsamen Bild.

JV: Ja, und ich bin sehr gespannt darauf! Es geht ja um verschiedene Sichtweisen – wie die Menschen sich selbst beschreiben und wie sie ihre mitmenschliche Umgebung einschätzen. Ich werde viel Gesehenes, Gesprochenes in mich aufnehmen und dann dem Bild "einverleiben". Der Moment und seine gegenwärtige Form sind die Mitgestalter.
Ich habe großen Respekt vor dem Alter und der darin spürbaren Lebensleistung. Ich empfinde Ehrfurcht vor all dem Überstandenen und Erfahrenen. Ich freue mich auf die Gespräche, die sich bei unserer Arbeit ergeben – denn die Zuschauer sind durch Ihre Beschreibungen und durch ihre Bildauswahl ja aktiv beteiligt.

BB: Was wünscht Du Dir als Ergebnis Deiner Arbeit für den Stadtseniorenrat?

JV: Dass sie dauerhaft Freude macht und vielleicht auch Mut. Und dass sie am Ende die vielen Farben des Alters zeigt.

(Barbara Bredow)

inviva 2017 "ICH und DU? Ein Bild vom Alter"


"Sich Wohlfühlen" als Leitthema: Stadtseniorenrat auf der inviva 2016

Stadtseniorenrat Nürnberg - Stand auf der inviva 2016

Viele Fähnchen in den Farben Rot und Grün markieren auf einer großen Stadtkarte von Nürnberg jene Orte, an denen sich die Nürnberger Seniorinnen und Senioren wohlfühlen oder Verbesserungen der Situation wünschen. Eine Idee des Stadtseniorenrats Nürnberg. Auf der neu formierten inviva unter der Leitung der AFAG Messen und Ausstellungen GMBH (AFAG) in Zusammenarbeit mit dem Seniorenamt trafen wir damit ins Schwarze. Unser Anliegen, dokumentiert auf der "Wohlfühlkarte Nürnberg", ließ sich auf die gesamte Halle 12b der inviva 2016 am 24.und 25. Februar 2016 übertragen.

Vergleiche mit den vorausgegangenen Jahren muss sie nicht scheuen. Im Gegenteil. Der Besucher findet sich durch die übersichtliche Anordnung rasch zurecht. Die Standbeschriftungen besonders im Bereich des Areals des Seniorenamts sind sehr gut lesbar und eindeutig, die Halle insgesamt hell und klar. Auch die Beschallung auf den beiden Bühnen – in den vergangenen Jahren zuweilen ein Anlass für Ärger und Verdruss – trotz ihrer direkten Nachbarschaft hervorragend gelöst.

Senioren Wohlfühlkarte Nürnberg

Ebenfalls prima gelöst hat der Stadtseniorenrat seinen Messeauftritt auf der inviva 2016. Im Zentrum stand die Wohlfühl-Mitmach-Karte von 220 cm Höhe und 240 cm Breite.

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Genutzt haben dieses Angebot einer persönlichen Bewertung von Plätzen, Straßen oder Wohnumfeld weit über 100 Seniorinnen und Senioren. Markieren und die Kennzeichnung schriftlich begründen konnten sie unter anderem öffentliche Einrichtungen oder Standortprobleme wie fehlende Einkaufsmöglichkeiten oder gefährliche Straßenüberquerungen.

Die Befragung, die vom StSR ausgewertet wird und deren Ergebnisse in die Arbeit des Stadtseniorenrats einfließen, zeitigte nach einem ersten Einblick ein ganz besonders erfreuliches Ergebnis: Die Seniorinnen und Senioren geben "ihrer" Stadt grünes Licht, denn mehr grüne als rote Fähnchen zieren die Stadtkarte.

Quiz des Stadtseniorenrats

Erwartungsfroh beteiligten sich zahlreiche Messebesucher am nun schon traditionellen Quiz des Stadtseniorenrats Nürnberg angelockt durch Preise wie Fahrten zum Bundestag nach Berlin oder zum Landtag nach München.

Zu gewinnen gab es freie Eintritte in Spaßbäder, Museen, einen Freizeitpark oder ins Theater, um nur einige zu nennen.

StSR im Gespräch

Ihre Kompetenz und Kenntnis von Bedürfnissen, Wünschen und Anliegen von Seniorinnen und Senioren und deren Angehörige stellten die zahlreichen ehrenamtlichen Mitstreiterinnen und Mitstreiter am Stand des Stadtseniorenrats in Gesprächen mit interessierten

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Besucherinnen und Besuchern unter Beweis. Flankiert und verstärkt wurde dies durch die Teilnahme von Stadtseniorenratsmitgliedern an Vorträgen und Podiumsdiskussionen etwa zum Heranführen älterer Mitbürger an neue Medien, zu einer barrierefreien Zukunft, altersgerechtem Wohnen oder moderne Technik in der Altenbetreuung.
Auch am Rollatorparcours der Fa. Reha & Care beteiligte sich wiederum der Stadtseniorenrat.
Bilanz: Die inviva 2016 war ein gelungener Neustart, bei dem sich alle Beteiligten und Besucher wohlfühlen konnten. (Jürgen Wilhelmi)

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