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Häufige Fragen

Ich bin schwanger und war bisher noch nie verheiratet. Kann der leibliche Vater bereits vor der Geburt die Vaterschaft zu unserem gemeinsamen Kind ane

Ja. Der leibliche/biologische Vater kann bereits vor der Geburt beim Standesamt, Jugendamt oder Notar die Vaterschaft zu dem ungeborenen Kind anerkennen. Diesem Anerkenntnis müssen Sie als Mutter auch noch zustimmen. In der Regel werden diese beiden Erklärungen auch gemeinsam beurkundet, wenn Sie beide gemeinsam zu den Behörden kommen.
Bei der Anerkennung der Vaterschaft ist der Personalausweis oder Reisepass des Mannes und wenn er noch nie verheiratet war seine Original-Geburtsurkunde vorzulegen. War der Mann schon einmal verheiratet, ist die Eheurkunde der letzten Ehe erforderlich.

Von Ihnen, der Mutter, benötigen wir Ihren Personalausweis oder Reisepass. Da Sie noch nie verheiratet waren, legen Sie uns bitte eine neu ausgestellte beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenbuch oder bei Geburt im Ausland das Original einer Geburtsurkunde, ggf. mit deutscher Übersetzung vor.

Ich bin Deutsche, schwanger und getrennt lebend. Mein Lebensgefährte ist der Vater des Kindes und soll auch sofort als Vater in die Geburtsurkunde ei

Da Sie derzeit noch verheiratet sind und kein Scheidungsverfahren anhängig ist, gilt Ihr Ehemann als rechtlicher Vater des Kindes, auch wenn es absolut unmöglich ist, dass er der biologische Vater des Kindes ist. Wir müssen also Ihren Mann als rechtlichen Vater in die Geburtsurkunde eintragen. Sie oder Ihr Mann haben allerdings die Möglichkeit, die Vaterschaft des Ehemannes durch das Gericht anzufechten. Wenn die Anfechtung der Vaterschaft durch Urteil rechtskräftig festgestellt wurde und der leibliche Vater die Vaterschaft mit Ihrer Zustimmung wirksam anerkannt hat, können wir den leiblichen Vater in eine neu auszustellende Geburtsurkunde eintragen.

Ich bin Deutsche, schwanger und wurde vor kurzem in Deutschland rechtskräftig von einem ausländischen Mann geschieden. Muss ich etwas beachten?

Wenn Sie in Deutschland entbinden und seit der Rechtskraft der Scheidung noch keine 300 Tage vergangen sind, müssen wir als Vater des Kindes Ihren Ex-Mann in die Geburtsurkunde eintragen, falls dessen Heimatrecht vorsieht, dass ein innerhalb von 300 Tagen nach Auflösung der Ehe geborenes Kind, den Ex-Mann als Vater hat. Es sei denn, der leibliche Vater hat bereits vor der Geburt Ihres Kindes die Vaterschaft wirksam anerkannt. In diesem Fall kann sofort der leibliche Vater in die Geburtsurkunde eingetragen werden.
Sie müssen aber wissen, dass nach dem ausländischen Recht Ihres Ex-Mannes, Ihr Ex-Mann und nicht der Anerkennende als Vater des Kindes gilt. Diese Vaterschaftsvermutung entfällt erst mit einer wirksamen Anfechtung der Vaterschaft bzw. Ehelichkeit.

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