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Welche Gesundheitsgefahren gehen von Asbest aus?

Asbest wird als krebserzeugender Gefahrstoff mit besonders hohem Gefährdungspotenzial eingestuft. Charakteristisch für Asbest ist seine Eigenschaft, sich in feine Fasern zu zerteilen, die sich der Länge nach weiter aufspalten und dadurch leicht eingeatmet werden können.
Über die Atemluft können Asbestfasern unbemerkt in den Organismus gelangen. Die eingeatmeten Fasern können langfristig in der Lunge verbleiben und das Gewebe schädigen.
Schwere Krankheiten wie die sog. Asbestose (Lungenverhärtung durch entstehendes Narbengewebe) oder Lungenkrebs können die Folge sein. Die Zeit vom Einatmen der Asbestfasern bis zum Auftreten einer darauf zurückzuführenden Erkrankung ist lang und kann mehrere Jahrzehnte dauern

Das größte Risiko geht von Produkten mit schwach gebundenem Asbest aus, da hier leicht Asbestfasern freigesetzt werden und in die Lunge gelangen können.

Asbestfasern in Asbestzementprodukten dagegen sind fest eingebunden, sodass hier in der Regel ohne mechanische Einflüsse keine Fasern freigesetzt werden. Asbestzementprodukte sind auch heute noch in sehr vielen Gebäuden verbaut. Solange die Produkte intakt und unbeschädigt sind und nicht mechanisch bearbeitet werden, gehen von fest gebundenen Asbestprodukten keine Gefahren für die Gesundheit durch die Freisetzung von Asbestfasern aus.

Werden die Produkte allerdings bearbeitet, z.B. im Rahmen von Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten, ist höchste Vorsicht geboten, denn bei einem unsachgemäßen Umgang können auch hier Asbestfasern freigesetzt werden, die dann in die Lunge gelangen.

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