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Pflanzen und Tiere des Jahres 2019

Jedes Jahr werden von verschiedenen Organisationen Vertreter aus Flora und Fauna zu „Lebewesen des Jahres“ gekürt. Eine Auswahl der für das Jahr 2019 ausgezeichneten Tiere und Pflanzen möchten wir Ihnen hier gerne vorstellen:

Der Vogel des Jahres: Die Feldlärche

(NABU: Naturschutzbund Deutschland)

Die Feldlärche war bereits 1998 Vogel des Jahres. Seitdem ist der Brutbestand in Deutschland um mehr als ein Viertel zurückgegangen. Grund dafür ist die intensive Landwirtschaft, die diesen Vögeln den Lebensraum nimmt. Die Ernennung der Feldlärche zum Vogel des Jahres steht für die katastrophale Landwirtschaftspolitik in Deutschland bzw. Europa.

Baum des Jahres: Die Flatter-Ulme

(Baum des Jahres Dr. Silvius Wodarz Stiftung)

Die Flatterulme wird bis zu 35 Meter hoch und kommt vor allem in Auwäldern und auf Grundwasserböden vor. Im Gegensatz zu anderen Ulmenarten, ist die Flatter-Ulme deutlich weniger vom Ulmensterben bedroht. Dies liegt daran, dass sie gegen einige der Erreger sogar resistent ist. Die Flatter-Ulme ist wichtig für die biologische Artenvielfalt, da sie z.B. für den Ulmenblattfloh den einzigen Lebensraum darstellt.

Blume des Jahres: Die Besenheide

(Loki Schmidt Stiftung)

Die Besenheide ist ein immergrüner Strauch und blüht vom Spätsommer bis in den Herbst. Die Blüten können weiß bis purpurfarben sein. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Insekten, aber auch eine Windbestäubung ist möglich. Der Nektar ist besonders für Honigbienen, Schmetterlinge und deren Raupen anziehend. Dies macht die Besenheide besonders wichtig für Insekten, darunter auch einige seltenen Schmetterlingsarten.

Pilz des Jahres: Der grüne Knollenblätterpilz

(Deutsche Gesellschaft für Mykologie)

Der grüne Knollenblätterpilz zählt zu den giftigen Pilzen. Schon der Verzehr einer geringen Menge kann zu einem tödlichen Leberversagen führen. Der Fruchtkörper besteht aus einem blass- bis olivgrünem Hut und einem Stiel. Er bildet mit Laubbäumen eine Symbiose. Dadurch wird die Wurzeloberfläche der Bäume vergrößert und mehr Wasser wird aufgenommen. Man findet ihn in Mitteleuropa meist in Rotbuchenwäldern mit vielen Eichen.

Heilpflanze des Jahres: Das echte Johanniskraut

(NHV Theophrastus)

Das echte Johanniskraut findet medizinische Anwendung bei leichten Depressionen und nervöser Unruhe, aber auch bei Verdauungsbeschwerden. Es wird landwirtschaftlich angebaut und kann ein- bis zweimal jährlich geerntet werden. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Bienen und Schwebfliegen. Die Samen werden durch Tiere oder den Wind verbreitet.

Fisch des Jahres: Der Atlantische Lachs

(DAFV: Deutscher Angelfischerverband)

Der Atlantische Lachs (Salmo salar) ist ein Wanderfisch, er lebt hauptsächlich im Atlantischen Ozean. Zum Laichen wandert er die Flussläufe landeinwärts. Der Bestand des Atlantischen Lachs ist in den letzten drastisch zurückgegangen, inzwischen ist er vom Aussterben bedroht. Gründe dafür sind die zunehmende Wärme der Flüsse, Überfischung und vor allem der menschliche Eingriff in den natürlichen Flussverlauf.

Staude des Jahres: Die Disteln (Artengruppe)

(Bund deutscher Staudengärtner)

Disteln sind mit Dornen versehene Pflanzen. Zu der Gruppe der Disteln zählen zahlreiche Arten und Gattungen der Carduoideae, einer Unterfamilie der Korbblütler, wie z.B. Mariendisteln oder Ringdisteln. Die Blüten sind meist silbrig bis bläulich. Eine Besonderheit der Disteln ist, dass sie sehr trockenheitsverträglich sind und ein nährstoffarmer Boden ihnen wenig ausmacht. Dies macht die Disteln zu sehr robusten Pflanzen.

Wildtier des Jahres: Das Reh

(Deutsche Wildtier Stiftung)

Das Reh hat seinen Lebensraum meist in Wäldern, aber auch auf offenen Wiesen und Feldern ist es oft zu finden. Die Rehmutter legt ihr Kitz im Frühjahr auf Wiesen ab. Dort ist jedoch die Gefahr einer Verletzung oder sogar des Todes durch das Mähen der Landwirte sehr hoch. Meist sind Rehe Einzelgänger, zu Beginn des Herbstes schließen sie sich jedoch zu sogenannten Sprüngen zusammen, da ein Überleben im Winter dadurch gesicherter ist.

Insekt des Jahres: Die rote Mauerbiene

(BFA Entomologie im NABU)

Die rote Mauerbiene ist in Deutschland die häufigste vorkommende Art aus der Gattung der Mauerbienen. Charakteristisch bei den roten Mauerbienen ist die rötlich-braun gefärbte Behaarung, die jedoch mit dem Alter verblasst. Sie passt sich so gut wie keine andere Bienenart an neue Nistplätze an. Diese Wildbienen sind sehr wichtig bei der Bestäubung von Pflanzen.

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