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Pflanzen und Tiere des Jahres 2021

Jedes Jahr werden von verschiedenen Organisationen Vertreter aus Flora und Fauna zu „Lebewesen des Jahres“ gekürt. Eine Auswahl der für das Jahr 2021 ausgezeichneten Tiere und Pflanzen möchten wir Ihnen hier gerne vorstellen:

Der Vogel des Jahres: Rotkehlchen

(NABU: Naturschutzbund Deutschland)

Das Rotkehlchen ist der erste öffentlich gewählte Vogel des Jahres. Es hat mit 59.267 Stimmen vor Rauchschwalbe und Kiebitz das Rennen um den Titel gemacht. Es ist eine Vogelart aus der Familie der Fliegenschnäpper. Es besiedelt Europa, Nordafrika und Kleinasien sowie die Mittelmeerinseln. Seine Nahrung besteht vor allem aus Insekten, kleinen Spinnen, Würmern und Schnecken. Sein Gesang beginnt ca. eine Stunde vor Sonnenaufgang und ist bis in die Dämmerung fast das ganze Jahr über zu hören.

Baum des Jahres: Die Stechpalme

Exotisch sieht sie aus, die europäische Stechpalme, und irgendwie festlich, aber hinter den knallig roten Steinfrüchten und spitzigen, tiefgrünen Blättern steckt nicht nur eine hübsche Zierpflanze für den Garten, sondern auch lange Tradition und eine Erfolgsgeschichte des Artenschutzes in Deutschland.

Blume des Jahres: Der Große Wiesenknopf

(Mein schöner Garten)

Der Große Wiesenknopf ist eine heimische Staudenart der Gattung Wiesenknopf und gehört zur Familie der Rosengewächse. Die Wildstaude wächst sowohl in Europa als auch in Asien und Japan. Dort findet man sie sowohl auf sehr feuchten und nährstoffreichen Wiesen als auch auf Magerwiesen. Er wurde früher als Heilpflanze verwendet. Ihm werden blutstillende, entzündungshemmende und verdauungsfördernde Wirkungen nachgesagt. In vielen Gegenden trägt der Große Wiesenknopf Trivialnamen wie Blutströpfchen, Blutkraut, Falsche Bibernelle, Sperberkraut oder Wiesenbibernelle.

Pilz des Jahres: Der Grünling

(Deutsche Gesellschaft für Mykologie)

Der Grünling oder Echte Ritterling gilt als Charakterart sandiger Kiefernwälder. Als ergiebiger, schmackhafter Speisepilz wurde er früher auf Märkten gehandelt. Heute gilt er als Giftpilz, weil er nach dem Verzehr mehrere Todesfälle verursachte. Inzwischen sind die Bestände in vielen Teilen Deutschlands rückläufig, sodass sich der Grünling als Marktpilz kaum noch lohnen würde.

Heilpflanze des Jahres: Der Meerrettich

(NHV Theophrastus - Fachartikel von Dr. Dr. Erwin Häringer, Arzt für Naturheilkunde und Allgemeinmedizin)

Seit dem 12. Jahrhundert bereits wird Meerrettich als Heilpflanze eingesetzt. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen seit Jahrzehnten die antivirale, antibakterielle sowie entzündungshemmende Wirkung der in seiner Wurzel enthaltenen Senföle. Gerade auch im Hinblick auf die zunehmende Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen ist Meerrettich wegen der vielfältigen Wirkansätze seiner Inhaltsstoffe und deren Verträglichkeit bedeutend.

Fisch des Jahres: Der atlantische Hering

(DAFV: Deutscher Angelfischerverband)

Der Hering ist eine häufige und weit verbreitete Fischart, von der die kommerzielle Fischerei jährlich bis zu hunderttauend Tonnen fängt. Mit der Wahl zum Fisch des Jahres sollen der Hering und seine Gefährdung, aber auch die bedrohte biologische Vielfalt im Meer verstärkt Aufmerksamkeit erhalten. Er kann eine maximale Länge von 45 Zentimetern und ein Gewicht bis zu einem Kilogramm erreichen, bleibt aber mit etwa 30 bis 35 Zentimetern und einem Gewicht von 120 bis 200 Gramm meist deutlich kleiner.

Staude des Jahres: Die Schafgarbe

(Bund deutscher Staudengärtner)

Schafgarben halten nicht nur den regelmäßigen Verbiss durch Schafe aus, sondern auch so ziemlich jeden Gärtner. An einem sonnigen Platz kommen sie mit durchschnittlichen Gartenböden ebenso gut zurecht wie mit eher sandigen Böden.
Auch die medizinische Wirksamkeit erkannten die Menschen bereits früh der vor allem in Europa und Westasien verbreiteten Gewächse. In Mitteleuropa fand insbesondere die Wiesen-Schafgarbe als Heilpflanze vielseitige Verwendung, was sich in Bezeichnungen wie „Frauendank“, „Blutstillkraut“ oder „Grundheil“ widerspiegelt.

Wildtier des Jahres: Der Fischotter

(Deutsche Wildtier Stiftung)

Der Fischotter ist ein Einzelgänger mit faszinierenden Anpassungen an seine Lebensweise im Wasser und an Land. Wie ein artistischer Kunstschwimmer jagt er Fische und taucht nach Amphibien, ist aber auch an Land geschickt in der dichten Ufervegetation auf der Suche nach Nahrung. Sein einmaliges Fell wäre ihm fast zum Verhängnis geworden: Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Fischottern nachgestellt, um ihre kostbaren Pelze zu verarbeiten. In vielen Teilen Deutschlands gilt der Fischotter nach wie vor als ausgestorben.

Insekt des Jahres: Die Dänischen Eintagsfliege

(MDR)

Die Dänischen Eintagsfliegen leben weit länger, als ihr Name vermuten lässt. Allerdings nicht im Fliegenstadium, da sind sie nur zwei bis vier Tage zur Paarung unterwegs. Die Ablage tausender Eier erfolgt auf einem Gewässer. Nach ein paar Tagen schlüpfen dann Larven, die anfangs noch durch die Haut atmen. Sie häuten sich unter Wasser bis zu 30 Mal und entwickeln währenddessen Kiemen. Je nach Umgebungsbedingungen dauert das zwischen einem und drei Jahre.
Der Lebenszyklus dieser Fliegen extrem effektiv, es gibt sie schon seit mehr als 330 Millionen Jahren.

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