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Verkehrsberuhigung des Weinmarkts

In den vergangenen Jahren wurden an die Verwaltung wiederholt Beschwerden über den Durchgangsverkehr in der Bergstraße sowie über die allgemeine Verkehrssituation im Bereich Weinmarkt und seinem Umfeld herangetragen. Diese Beschwerden sowie ein Planungsauftrag aus dem Stadtrat waren der Anlass, die Situation rund um den Weinmarkt vertieft zu untersuchen und Möglichkeiten für eine Verkehrsberuhigung zu identifizieren.

Das Verkehrsplanungsamt führte zwischen November 2018 und Juli 2019 drei öffentliche Planungswerkstätten zur Zukunft des Weinmarkts und des Verkehrssystems in der nordwestlichen Altstadt mit jeweils rund 70 bis 85 Teilnehmenden durch. In der ersten Planungswerkstatt wurden die verkehrlichen Rahmenbedingungen am Weinmarkt und im Umfeld dargelegt. Inspirierende Beispiele belebter Plätze dienten als Denkanstoß, sodass Wünsche und Sorgen der Anwesenden bezüglich der Zukunft des Weinmarkts geäußert und diskutiert wurden. Beim zweiten Termin ging es vorrangig um den Umfang des Eingriffes. Verschiedene verkehrliche Varianten und deren Auswirkungen auf die nordwestliche Altstadt wurden abgewogen. Eine große Lösung, die den gesamten Weinmarkt als Fußgängerzone vorsieht, war für die Mehrzahl der Anwesenden gut vorstellbar. Die letzte Planungswerkstatt rundete den öffentlichen Planungsprozess ab, indem ein von der großen Mehrheit unterstützter Gestaltungsvorschlag für eine Fußgängerzone am Weinmarkt als gemeinsames Ergebnis zusammengefasst wurde.

Im Dezember 2019 beschloss der Verkehrsausschuss des Stadtrates, den Weinmarkt für eine Probephase als Fußgängerzone auszuweisen, mithilfe hochwertiger Gestaltungselemente aus Holz zu beleben und im Zuge der Maßnahme die Bergstraße zu unterbrechen. Über die genaue Verkehrsführung, die in der nordwestlichen Altstadt durch die Verkehrsberuhigung des Weinmarkts erforderlich wird, wurde im Januar 2020 bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung rund 100 Interessierten berichtet. Diese detaillierte Verkehrsführung hat der Verkehrsausschuss mit einem Beschluss im Februar 2020 bestätigt, sodass im März 2020 die neue Fußgängerzone am Weinmarkt eingeführt und die Begleitmaßnahmen im Verkehrssystem der nordwestlichen Altstadt umgesetzt wurden

Über die Sommermonate belebten die anliegenden Gastronomen mit umfangreicher Außenbestuhlung sowie einzelne Geschäfte mit deren Warenauslagen viele Bereiche des Weinmarkts und der Irrerstraße. Im Oktober 2020 wurden die im Planungsprozess diskutierten Holzelemente aufgestellt, denen eine wichtige Rolle bei der Akzeptanz des neuen Fußgängerbereichs zukommt, solange keine endgültige Umgestaltung möglich ist.

Sie wurden von Beginn an gut angenommen, da seitdem immer wieder Personen zu beobachten sind, die sich dort niederlassen und so die Fußgängerzone weiter beleben. Zwei der Plattformen werden im Frühjahr 2021 noch mit Weinstöcken bepflanzt.

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