Nr. 281 / 12.03.2025
Neues Werkhaus im KunstKulturQuartier: Das städtische Hochbauamt hat den Umbau des Gebäudes in der Peuntgasse 5-7 für eine dauerhafte kulturelle Nutzung abgeschlossen. In den Obergeschossen sind Räume für eine Bilder- und eine Holzwerkstatt sowie Künstlerateliers entstanden. Herzstück sind die neuen Räume für freie, bildende Künstlerinnen und Künstler oder Künstlergemeinschaften. Erstmals verfügt die Stadt damit über eigene Atelierflächen, die voraussichtlich ab Herbst 2025 genutzt werden können. Auf zwei Stockwerken stehen 225 Quadratmeter Atelierfläche zur Verfügung.
„Neue Räume für Kunst und Kultur – das ist für Nürnberg eine gute Nachricht, denn sie sind, hier wie andernorts, Mangelware. Während die Werkstätten in der Peuntgasse Nürnbergs Profil im Bereich der nonformalen Bildung schärfen, werden die neuen Ateliers der künstlerischen Produktion vorbehalten sein und eröffnen so erweiterte Möglichkeiten der Kulturförderung in der Stadt“, so Bürgermeisterin Prof. Dr. Julia Lehner. Mit dem neuen Werkhaus werde der Kunst-, Kultur- und Bildungsstandort Nürnberg merklich gestärkt. Die neue vollausgestattete Holzwerkstatt mit 235 Quadratmetern steht künftig sowohl als offene Werkstätte als auch als Lernort für den Werkbund Nürnberg zur Verfügung. Die neue Bilderwerkstatt schließt eine bislang bestehende Lücke zwischen künstlerischer Produktion, Aufbewahrung und der Pflege künstlerischen Kulturguts.
Das neue Werkhaus im KunstKulturQuartier belebt und wertet das Areal in der südlichen Lorenzer Altstadt kulturell weiter auf. Erst vor Kurzem konnte in unmittelbarer Nähe zu Institutionen wie Kunsthalle und Kunstbunker auch das geschichtsträchtige Künstlerhaus wieder den Vollbetrieb aufnehmen. Die urbane Lage und die gut erhaltene Bausubstanz des in den 1950er-Jahren ursprünglich für Werk- und Arbeitsräume errichteten städtischen Gebäudes in der Peuntgasse 5-7 brachte beste Voraussetzungen mit für das Werkhaus mit Fokus auf Kunst und Kultur.
„Für das Bestandsgebäude wurde mit dem neuen Werkshaus eine optimal geeignete Nutzung gefunden. Der bauliche Aufwand konnte so insgesamt geringgehalten werden. Zusätzlich zur signifikanten Fassadenbegrünung leistet das Bemühen um den Bestandserhalt als Alternative zum Neubau einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung“, freut sich Andrew Schneider, Leiter des städtischen Hochbauamts. Die Gesamtkosten der Arbeiten betrugen rund 550 000 Euro. maj