Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 377 / 31.03.2025

Buchgespräch mit Steffen Dobbert über die journalistische Recherche zu Nord Stream

Am Donnerstag, 3. April 2025, ist der Autor Steffen Dobbert ab 18 Uhr am Bildungszentrum Nürnberg (BZ) zu Gast und stellt in der Reihe Sachbuch des Monats sein Buch „Nord Stream: Wie Deutschland Putins Krieg bezahlt“ vor. Anschließend ist das Publikum zu einer Diskussion mit dem Autor eingeladen. Der Eintritt beträgt 12 Euro. Die Veranstaltung ist unter bz.nuernberg.de unter der Kursnummer 20309 buchbar, Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich. Die Veranstaltung findet im Seminargebäude des BZ am Gewerbemuseumsplatz 2 im Vortragssaal 3.11 statt.

Die Erfolgsmethoden des russischen Angriffskriegs in Europa: ein mächtiges Netzwerk und strategische Korruption. Nord Stream 2 ist ein Teil davon. Deutsche Behörden hintergehen die Bundeswehr und geben geheime NATO-Daten an Gazprom weiter. Ministerpräsidenten stellen sich in den Dienst des russischen Kriegstreibers. Erstmals porträtieren zwei Autoren, Steffen Dobbert und Ulrich Thiele, alle wichtigen Personen der Affäre und decken die geheimen Machenschaften des Kreml auf. Sie zeigen, wie dutzende Volksvertreter sich für die Energieaußenpolitik Putins einsetzen, wie ein Ex-Spion der DDR einen folgenschweren Deal mit zwei wichtigen Politikern Deutschlands verabredet und wie ein geheimes Schiff in der Ostsee an der Fertigstellung der Pipeline arbeitet. Sie entlarven die Strategien, mit denen Putin die EU spaltet, die Ukraine schwächt und Entscheidungsprozesse in Demokratien manipuliert.

Steffen Dobbert ist seit 2007 als Autor und Redakteur für die „Süddeutsche Zeitung“, „Franzkfurter Allgemeine Zeitung“, Zeit-Online und „Die Zeit“ tätig. 2017 wurde er mit dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet für sein Interview mit dem britischen Politiker Nigel Farage. Sein Buch „Nord Stream: Wie Deutschland Putins Krieg bezahlt“ stellte er erstmals Ende März 2025 auf der Leipziger Buchmesse vor.

Umrahmt wird der Abend durch die Musik von „Tankataka“. Die in Mykolajiw geborene Komponistin, Pianistin und Sängerin Tanja Kozhukharenko reflektiert in ihrer Musik die Widerstandsfähigkeit und die emotionale Reise der ukrainischen Gesellschaft. Ihre Lieder sind eine kraftvolle Mischung aus melancholischen Melodien und gefühlvollen Erzählungen.

BZ engagiert sich für lebendige Demokratie
Demokratie braucht politische Bildung. Bürgerinnen und Bürger, die über vielfältiges Wissen und politische Kompetenzen verfügen, können sich in einer zunehmend komplexer werdenden Welt leichter eigene Meinungen bilden und selbstbestimmt Entscheidungen fällen. Deshalb bietet das BZ verschiedene Veranstaltungsreihen und Diskussionsforen unter dem Motto „Demokratie im Gespräch“. Mit Hilfe von Expertinnen und Experten werden ausgewählte Themen aus der Nähe betrachtet und kontrovers diskutiert. Alle Veranstaltungen zum Themenkomplex finden sich auf der Website des BZ: go.nuernberg.de/demokratie.    jos