Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 560 / 14.05.2025

25 Jahre Stiftung „Nürnberg – Stadt des Friedens und der Menschenrechte“

Am 31. Mai 2025 blickt die kommunale Stiftung „Nürnberg – Stadt des Friedens und der Menschenrechte“ zurück auf ihr 25-jähriges Bestehen. In der reichen Stiftungstradition der Stadt zählt sie zu den eher jüngeren Einrichtungen. Ihre Gründung steht in engem Zusammenhang mit der Verabschiedung des Leitbilds einer Stadt des Friedens und der Menschenrechte und dem Bekenntnis zur besonderen Verantwortung der Stadt vor dem Hintergrund ihrer Geschichte.

„Viele großartige Projekte, die Haltung gezeigt haben gegen Menschenfeindlichkeit und Rassismus konnten dank der Stiftungsmittel in den letzten 25 Jahren gefördert werden. Dies dient einem respektvollen Miteinander. Es ist eine unschätzbar wichtige Unterstützung unseres Leitbilds und macht die Ideen, die dahinterstehen, sichtbar“, betont Oberbürgermeister Marcus König als Vorsitzender des Stiftungsrats.

In der Präambel der Satzung der Stiftung heißt es: „Die Stadt Nürnberg ist sich der historischen Verantwortung, die sich aus ihrer Rolle während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ergibt, bewusst. Sie bemüht sich deshalb, eine ‚Stadt des Friedens und der Menschenrechte‘ zu werden und ihren Beitrag zur universalen Verwirklichung dieser Ideale zu leisten.“ Im Jahr 2000 mit einem Grundkapital von zwei Millionen D-Mark ausgestattet, fördert die Stiftung mit ihren Vermögenserträgen Projekte mit Bezug zu den Menschenrechten auf lokaler Ebene und sie unterstützt die Arbeit der Preisträgerinnen und Preisträger des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises sowie einzelner Jurymitglieder in deren Heimatländern. Damit ist sie ein Instrument des aktiven Förderns von zivilgesellschaftlichem Engagement in Nürnberg selbst, aber immer auch mit einem Blick auf globale Verantwortung.

Die Stiftung ermöglicht die Umsetzung oftmals herausragender Einzelveranstaltungen, aber auch von Publikationen und Ausstellungen und sie leistete immer wieder Anschubfinanzierung für zwischenzeitlich verstetigte Projekte. Dank einer zweckgebundenen Zustiftung vor einigen Jahren kann auch die wichtige Arbeit der Straßenambulanz Franz von Assisi mit einem jährlichen Beitrag unterstützt werden. Und immer wieder ermöglichte der Stiftungszweck auch humanitäre Hilfe in Einzelfällen. 
Insgesamt konnten mehr als eine halbe Million Euro an Stiftungsmitteln für die vielfältigsten Projekte mit Bezug zu den Menschenrechten ausgereicht werden. Der Stiftungsrat besteht aus sechs Mitgliedern der Stadtratsfraktionen sowie dem Oberbürgermeister als Vorsitzenden. Stiftungsleitung und -verwaltung liegen beim Menschenrechtsbüro und der Stadtkämmerei. Zustiftungen sind immer herzlich willkommen.   maj