Nr. 1206 / 31.10.2025
Der Schulausschuss der Stadt Nürnberg hat heute beschlossen, dass sich die Stadt an dem neuen bayernweiten Studiengang „Wirtschaftspädagogik Trial“ (WiPäd trial) beteiligt. Damit unterstützt Nürnberg ein innovatives Ausbildungskonzept, das Studium, Schulpraxis und Referendariat erstmals eng miteinander verzahnt und von Beginn an praxisnah gestaltet.
Der neue Studiengang der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) startet zum Schuljahr 2025/26. Entwickelt wurde er vom Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung gemeinsam mit dem Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an beruflichen Schulen und dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Unterstützt wird das Projekt von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.
In dem Programm arbeiten Studentinnen und Studenten bereits während ihres Bachelor- und Masterstudiums an beruflichen Schulen – zunächst als pädagogische Unterstützungskräfte, später als Aushilfslehrkräfte. Dadurch können sie wissenschaftliche Ausbildung und Praxiserfahrung direkt miteinander verknüpfen. Das Studium ist vergütet, praxisorientiert und führt in verkürzter Ausbildungszeit bis zum Referendariat.
Für das Schuljahr 2025/26 wurden landesweit 19 Studentinnen und Studenten für die erste Kohorte des neuen Studiengangs ausgewählt – zwei davon werden an der Wirtschaftsschule Nürnberg eingesetzt. Sie unterstützen dort das Kollegium, arbeiten im Unterricht und in Projekten mit und übernehmen Aufgaben in den Bereichen Förderung, Integration und Schulorganisation. Ein erfahrener Lehrer der Schule steht den Studentinnen und Studenten als Mentor zur Seite.
„Mit WiPäd trial setzen wir auf ein zukunftsweisendes Ausbildungskonzept, das Theorie und Praxis eng verknüpft. Dank des heutigen Beschlusses werden wir auch in den kommenden Jahren WiPäd-trial-Studentinnen und -Studenten an unseren beruflichen Schulen aufnehmen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Gewinnung qualifizierter Lehrkräfte und sorgen für die Sicherung der Bildungsqualität an unseren beruflichen Schulen“, so Cornelia Trinkl, Referentin für Schule und Sport der Stadt Nürnberg.
Mit dem neuen Studiengang reagiert die FAU gemeinsam mit dem Freistaat Bayern auf den zunehmenden Lehrkräftemangel an beruflichen Schulen – auch im Bereich der Wirtschaftswissenschaften. Nürnberg profitiert dabei doppelt: durch eine frühzeitige Einbindung künftiger Lehrkräfte in die Schulpraxis und durch die Möglichkeit, Nachwuchs frühzeitig für den Lehrerberuf in der Region zu gewinnen. Die Personalkosten für die Studierenden im Bachelorstudium werden vollständig durch Einsparungen innerhalb des Bereichs Berufliche Schulen gedeckt. let