Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1254 / 12.11.2025

Neue Räume für die Kunst – Geförderte Ateliers im Werkhaus in der Peuntgasse 7

Mit den neuen, städtisch geförderten Atelierräumen im Werkhaus in der Peuntgasse 7 setzt die Stadt Nürnberg ein klares Zeichen für die nachhaltige Förderung zeitgenössischer Kunst. In zentraler Lage, zwischen Künstlerhaus, Kunsthaus und Kunsthalle Nürnberg, entsteht seit dem 1. November 2025 ein Ort, der Künstlerinnen und Künstlern ein professionelles Umfeld für ihre Arbeit bietet – und zugleich neue Impulse für die kulturelle Vielfalt der Stadt setzt.

Am 14. Oktober 2025 trat eine unabhängige, fünfköpfige Fachjury zusammen, um über die Vergabe der vier Ateliers zu entscheiden. Unter dem Vorsitz von Dr. Harriet Zilch, Leiterin der Kunsthalle Nürnberg, wählte die Jury aus insgesamt 48 Bewerbungen neun Künstlerinnen und Künstler aus, die die neuen Atelierräume in den kommenden Jahren nutzen werden.

Die Entscheidung fiel auf Thomas Bergner, Xiaoyi Chen (Dong), Yae In Kim, Laura Michèle Kniesel, Moses Krämer, Dimitrios Mekras, Lukas Pürmayr, René Radomsky und Rebecca Schwarzmeier.

Mit ihren unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen – von Malerei über Fotografie und Film bis hin zu Sound und angewandten künstlerischen Positionen – repräsentieren sie die lebendige Vielfalt der zeitgenössischen Kunst in Nürnberg. Alle neun Kunstschaffenden verstehen ihre Ateliers nicht nur als Orte konzentrierter Arbeit, sondern auch als Räume des Austauschs mit der Stadtgesellschaft. Geplant sind Ausstellungen, Workshops und öffentliche Formate, die das Werkhaus zu einem offenen Ort des Dialogs und der künstlerischen Auseinandersetzung machen sollen.

„Mit den neuen Ateliers im Werkhaus schaffen wir Räume, in denen künstlerische Arbeit, Forschung und Begegnung zusammenfinden. Die Stadt Nürnberg bekennt sich damit auch in herausfordernden Zeiten klar zur Förderung zeitgenössischer Kunst und zur Unterstützung jener, die mit ihrer Kreativität das kulturelle Leben unserer Stadt prägen und bereichern“, so Bürgermeisterin Prof. Dr. Julia Lehner.

„Von der unmittelbaren Nähe der Ateliers im Werkhaus zur Kunsthalle Nürnberg, Kunsthaus und Künstlerhaus profitieren die Künstlerinnen und Künstler genauso wie die Einrichtungen des KunstKulturQuartiers. Wir freuen uns auf frische Impulse und eine produktive Zusammenarbeit“, erklärt Kulturdirektor Michael Bader.

Im Werkhaus in der Peuntgasse 7 stehen künftig insgesamt vier geförderte Ateliers mit unterschiedlich ausgestatteten Räumen und klar definierten Nutzungsschwerpunkten zur Verfügung. Im ersten Obergeschoss bietet Atelier 1 mit zwei Räumen von 24 Quadratmetern und 14 Quadratmetern gezielt Absolventinnen und Absolventen der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg aus den drei jüngsten Abschlussjahrgängen den Einstieg in die professionelle künstlerische Praxis. Die Nutzung ist auf drei Jahre befristet und nicht verlängerbar. Im zweiten Obergeschoss befinden sich drei weitere Ateliers: Atelier 2 (14 Quadratmeter) richtet sich an Künstlerinnen und Künstler der Bereiche Sound, Video, Fotokunst und digitale Medien und kann für drei Jahre mit der Option einer zweijährigen Verlängerung genutzt werden. Atelier 3, bestehend aus zwei durchgangsverbundenen Räumen (14 Quadratmeter und 24 Quadratmeter), ist Ateliergemeinschaften vorbehalten und fördert die Zusammenarbeit zwischen zwei Kunstschaffenden. Das größte, Atelier 4, umfasst zwei lichtdurchflutete Räume mit insgesamt 130 Quadratmetern und bietet mehreren Künstlerinnen und Künstlern Platz für gemeinschaftliche Projekte und Austausch. Auch hier ist eine Nutzungsdauer von drei Jahren mit der Möglichkeit einer Verlängerung um zwei Jahre vorgesehen.     ja

1 Anhang