Nr. 1352 / 09.12.2025
35 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung stellt sich die Frage, wie die Erfahrungen der Teilung und des Umbruchs bis heute nachwirken – politisch, gesellschaftlich und persönlich. Am Dienstag, 16. Dezember 2025, um 19.30 Uhr findet im Bildungszentrum Nürnberg (BZ) ein Podiumsgespräch „35 Jahre deutsche Einheit – erinnern, erzählen, gestalten“ statt, bei dem das Thema von Aline Gros, Jörg Siegmund und Mark Kaller aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und diskutiert wird. Die Veranstaltung (Kursnummer 20900) ist kostenfrei und findet im Vortragsaal 3.11 im Seminargebäude des Bildungszentrums am Gewerbemuseumsplatz 2 statt. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es über www.bz.nuernberg.de.
Ein Land, viele Geschichten: 35 Jahre Wiedervereinigung geben Anlass, die vergangenen dreieinhalb Jahrzehnte zu reflektieren und nach der gemeinsamen Zukunft zu fragen. In der Veranstaltung wird der Blick zurück auf den Einigungsprozess gerichtet. Das Ende der DDR, Erfolge und Misserfolge, große Entwicklungen ebenso wie persönliche Erlebnisse in der Umbruchszeit stehen im Fokus. Es geht aber auch um die Zukunft: Was bedeutet „Einheit“ in einer immer vielfältiger werdenden Gesellschaft? Wie begegnen wir Spaltung und Polarisierung? Wie vereint können wir sein angesichts unterschiedlicher Lebenswirklichkeiten in Ost und West, Stadt und Land, zwischen Jung und Alt?
Fernab von Vorurteilen möchte die Veranstaltung dazu anregen, miteinander ins Gespräch zu kommen, um Einheit zu stärken und die Demokratie krisenfest zu gestalten. Gesellschaftlicher Zusammenhalt geht schließlich alle an und kann nur gemeinschaftlich erreicht werden.
Auf welche Weise wird heute in der Öffentlichkeit über die deutsche Einheit gesprochen? Welche Brüche, Chancen und Herausforderungen prägen Ost und West bis heute? Und wie können wir gemeinsam an einer zukunftsfähigen Erinnerungskultur arbeiten? In diesem Podiumsgespräch kommen drei Perspektiven zusammen, die sowohl historische Erfahrungen, lokale Perspektiven als auch aktuelle gesellschaftliche Debatten beleuchten:
Die Gäste sprechen über persönliche Prägungen, historische Schlüsselereignisse und aktuelle Herausforderungen: von der Erschütterung vertrauter Weltbilder über den gesellschaftlichen Wandel der 1990er-Jahre bis hin zu Fragen von Identität, Demokratievertrauen und gesellschaftlichem Zusammenhalt heute. Das Publikum ist herzlich eingeladen, sich mit eigenen Fragen und Erfahrungen einzubringen.
Die Veranstaltung wird gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
BZ engagiert sich für lebendige Demokratie
Demokratie braucht politische Bildung. Bürgerinnen und Bürger, die über vielfältiges Wissen und politische Kompetenzen verfügen, können sich in einer zunehmend komplexer werdenden Welt leichter eigene Meinungen bilden und selbstbestimmt Entscheidungen fällen. Deshalb bietet das BZ verschiedene Veranstaltungsreihen und Diskussionsforen unter dem Motto „Demokratie im Gespräch“. Mit Hilfe von Expertinnen und Experten werden ausgewählte Themen aus der Nähe betrachtet und gerne kontrovers diskutiert. Alle Veranstaltungen zum Themenkomplex finden sich auf der Website des BZ unter https://go.nuernberg.de/demokratie. ja