Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1379 / 12.12.2025

Berufsbildung in Nürnberg: stabil, attraktiv und zukunftsorientiert

In der Sitzung des Schulausschusses am heutigen Freitag, 12. Dezember 2025, sind die aktuellen Schülerzahlen an den öffentlichen beruflichen Schulen vorgestellt worden. Diese verzeichnen im Schuljahr 2025/26 eine insgesamt stabile bis leicht positive Entwicklung. Trotz verhaltenen Wirtschaftswachstums und des nahezu ausgefallenen Abiturjahrgangs infolge der Umstellung auf das G9 bleiben die Ausbildungs- und Schulangebote in Nürnberg gut ausgelastet.

Gesamtschülerzahl nahezu unverändert

Zum Stichtag 20. Oktober 2025 besuchten 21 106 Schülerinnen und Schüler die staatlichen und städtischen beruflichen Schulen Nürnbergs – nahezu identisch zum Vorjahr (21 095). Davon entfielen auf die städtischen beruflichen Schulen 19 125 Schülerinnen und Schüler, ein Anstieg gegenüber dem Schuljahr 2024/25 (18 827). Insgesamt wurden 886 Klassen an den öffentlichen beruflichen Schulen gebildet.

Schulreferentin Cornelia Trinkl betont: „Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich: Nürnberg bleibt ein starker Bildungsstandort. Unsere beruflichen Schulen reagieren flexibel auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen und bieten jungen Menschen hervorragende Perspektiven – ob in der dualen Ausbildung, in vollschulischen Berufen oder in der beruflichen Weiterbildung. Besonders freut mich, dass es uns trotz herausfordernder Rahmenbedingungen gelingt, stabile Ausbildungswege und vielfältige Chancen für alle Jugendlichen sicherzustellen.“

Duale Ausbildung: Weiterhin solide Nachfrage – Entwicklung je nach Berufsfeld unterschiedlich

Im laufenden Schuljahr besuchen 14 284 Auszubildende in dualen Bildungsgängen die Nürnberger Berufsschulen. Trotz bundesweit rückläufiger Ausbildungsstellen zeigt sich in Nürnberg eine konstant hohe Nachfrage.

Deutlich mehr Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag erfüllen in diesem Schuljahr ihre Berufsschulpflicht durch eine Teilnahme am regulären Fachklassenunterricht. Dies kommt für Schülerinnen und Schüler in Betracht, die bereits beruflich orientiert sind und deshalb (gegebenenfalls weiterhin) am Unterricht in der passenden Fachklasse teilnehmen. Ergänzend sollen sie betriebliche Praktika absolvieren.

Rückgang in Berufsvorbereitung und Berufsintegration

Die Zahl der Berufsvorbereitungs- und Berufsintegrationsklassen sinkt leicht. Insgesamt besuchen 1 012 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr: 1 025) diese Bildungsgänge.

Berufsfachschulen weiterhin stark nachgefragt

Die städtischen Berufsfachschulen verzeichnen einen spürbaren Zuwachs: 1 276 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr: 1 194) nutzen die Möglichkeit einer vollschulischen Berufsausbildung.

Besonders stark wachsen:

Die neuen betrieblich-schulischen Ausbildungsangebote – etwa der Assistenzberuf „Technologin/Technologe für Laboranalytik“ und die vergütete Ausbildung zur Kinderpflegerin oder zum Kinderpfleger im Schulversuch „Kinderpflegeausbildung mit erhöhtem Praxisanteil (KiPrax)“ erfreuen sich großer Nachfrage.

Weiterbildung: Fach- und Meisterschulen im Aufwärtstrend

Die Fach- und Meisterschulen der Stadt Nürnberg bleiben attraktiv: 462 Fachkräfte (Vorjahr: 434) bereiten sich hier auf weiterführende berufliche Qualifikationen vor. Die Rudolf-Diesel-Fachschule und die Meisterschulen im handwerklichen Bereich melden stabile bis steigende Zahlen.

Fachakademien und Wirtschaftsschule

Die drei städtischen Fachakademien mit insgesamt 557 Studierenden halten ihr Niveau. Die Wirtschaftsschule Nürnberg wächst deutlich und beschult im Schuljahr 2025/26 702 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr: 661).

Fach- und Berufsoberschulen: leichter Rückgang

Die öffentlichen Fach- und Berufsoberschulen (FOS und BOS) verzeichnen einen Rückgang auf insgesamt 2 813 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr: 2 937). Neu ist die Einführung einer FOS in der Ausbildungsrichtung Wirtschaft/Verwaltung an der BOS/FOS am Stadtpark.    boe