Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 23 / 13.01.2026

Grundsteinlegung für den Neubau eines Kindergartens auf dem Fürther Tor

Die Stadt Nürnberg errichtet auf dem Fürther Tor den zweigruppigen Kindergarten „Emanuel-Wöhrl-Kinderhaus“ für insgesamt 50 Kinder. Dieser wird künftig vom Verein für Kinderbetreuung „Die Wilde 15“ e. V. betrieben. Den Grundstein hierfür legten Oberbürgermeister Marcus König, die Referentin für Jugend, Familie und Soziales, Elisabeth Ries, Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich sowie Dagmar und Hans Rudolf Wöhrl von der Emanuel Wöhrl-Stiftung im Beisein zahlreicher Gäste am heutigen Dienstag, 13. Januar 2026. Die Gesamtkosten für den Neubau und die Außenanlagen betragen rund 6,05 Millionen Euro.

Oberbürgermeister Marcus König freut sich über die Errichtung des neuen Kindergartens: „Kinderbetreuung hat für die Stadt Nürnberg eine große Priorität. Das neue ‚Emanuel-Wöhrl-Kinderhaus‘ erweitert das Angebot an Kindergärten in unserer Stadt und schließt überdies eine Lücke an diesem Eingang zur Altstadt. Ich danke allen, die zur Finanzierung dieses Projekts beitragen, insbesondere der Familie Wöhrl und der Emanuel Wöhrl-Stiftung. Das ist ein großartiges bürgerschaftliches Engagement zum Wohle der Kinder in Nürnberg.“

Das städtische Hochbauamt hat im August 2025 mit dem Bau der neuen Kindertagesstätte für zwei Kindergartengruppen auf dem Fürther Tor an der Spittlertormauer 3 begonnen. Fertiggestellt werden soll der Kindergarten Ende 2026, „Die Wilde 15“ e. V. wird voraussichtlich ab Januar 2027 einziehen können. „Mit diesem Neubau schaffen wir mitten in der Stadt einen Ort, an dem Kinder wachsen, spielen und lernen können. Eine familienfreundliche Stadt braucht ausreichende, qualitativ hochwertige Kitaplätze – gerade dort, wo die Stadt historisch dicht bebaut und der Raum entsprechend eng ist. Hier auf der Stadtmauer entsteht dank der guten Kooperation zwischen Bau- und Jugendverwaltung, dem Trägerverein und der Emanuel Wöhrl-Stiftung ein wahres Kleinod der frühkindlichen Bildung“, sagt Elisabeth Ries, Referentin für Jugend, Familie und Soziales.

Der Neubau wird oberhalb der Tordurchfahrt des Fürther Tors errichtet. An dieser Stelle befand sich ab 1898 bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ein Biergarten, die Gaststätte Köchertszwinger. „Dieser fehlende Stadtbaustein wird nun durch den Neubau ersetzt. Das Gebäude stellt ein energieeffizientes Bauwerk in Holzbaubauweise mit einem massiven Treppenhauskern mit Aufzug dar und verbindet hohe energetische und technische Standards mit den Anforderungen des Denkmalschutzes an diesem exponierten Ort“, so Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich.

„Was einst eine Vision war, wird heute Wirklichkeit. Das Emanuel-Wöhrl-Kinderhaus zeigt, was wir gemeinsam erreichen können, wenn viele Herzen an einer Idee festhalten und nie aufgeben, mit Mut, Zusammenarbeit und Willen eine Lösung zu finden. Hierdurch lassen sich selbst jahrzehntelange Herausforderungen überwinden. Das Fürther Tor sollte nie trennen, sondern verbinden – und genau das wird es nun tun: als Ort der Geborgenheit und Zukunft für Generationen von Kindern. Wir sind dankbar für jeden, der diesen Weg mit uns gegangen ist. Für unsere Stiftung ist dieses Kinderhaus mehr als ein Bauprojekt – es ist ein Ort, an dem Zukunft entsteht, der Kinder stärkt, Familien unterstützt und das Lachen der Kinder das Andenken an Emanuel weiterträgt“, so Dagmar Wöhrl, Stiftungsratsvorsitzende der Emanuel Wöhrl-Stiftung.

Der Freistaat Bayern beteiligt sich an den Gesamtkosten mit einer Förderung von rund 1,02 Millionen Euro im Rahmen des Finanzausgleichsgesetzes und mit rund 458 000 Euro als Zuwendung für städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen aus dem Bund-Länder-Programm Sozialer Zusammenhalt. Zusätzlich wird das Projekt durch die Emanuel Wöhrl-Stiftung mit rund 400 000 Euro unterstützt.  maj

Daten zum Projekt:

1 Anhang