Nr. 1417 / 19.12.2025
Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass regelmäßige körperliche Aktivität den Verlauf einer Demenzerkrankung positiv beeinflussen und hinauszögern kann. Der Post Sportverein Nürnberg hat diesen Bedarf erkannt und bietet seit September 2025 ein neues, speziell zugeschnittenes Kursangebot für Menschen mit Gedächtnisproblemen und/oder Demenz an, das die Stadt Nürnberg unterstützt. Das Training beim Postsportverein verbindet einfache Gedächtnisübungen mit Kraft- und Beweglichkeitsübungen, fördert die körperliche Stabilität und legt zugleich großen Wert auf Freude, soziale Begegnung und Gemeinschaft. Auch Angehörige sind ausdrücklich eingeladen, gemeinsam teilzunehmen.
Mit zunehmendem Alter lassen neben der geistigen Leistungsfähigkeit häufig auch Gleichgewicht, Koordination und Muskelkraft nach. Gerade für Menschen mit Gedächtnisproblemen oder beginnender Demenz ist es daher besonders wichtig, gezielte Bewegungsangebote zu schaffen.
„Sport und Bewegung sind zentrale Bausteine für Lebensqualität – und das in jedem Alter“, betont Cornelia Trinkl, Referentin für Schule und Sport der Stadt Nürnberg. „Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Sportvereine mit passgenauen Angeboten dazu beitragen können, Teilhabe, Selbstständigkeit und Lebensfreude auch bei einer Demenzerkrankung zu erhalten.“
Das Projekt wurde in Kooperation mit dem Seniorennetzwerk Thon/Wetzendorf gestartet. Ab dem Jahr 2026 ist eine Ausweitung auf das August-Meier-Haus des NürnbergStift geplant, um insbesondere auch Menschen zu erreichen, die nicht mehr selbstständig an Vereinsangeboten teilnehmen können.
Möglich wurde das Angebot durch eine Förderung aus dem Sondertopf Vereinsentwicklung der Stadt Nürnberg. „Genau für solche zukunftsweisenden Projekte zur Vereinsentwicklung, insbesondere aber auch für Sport mit Seniorinnen und Senioren, haben wir diesen Fördertopf geschaffen. Umso mehr freut es mich, wenn daraus eine Vielzahl an tollen neuen Angeboten entsteht“, so die Schul- und Sportreferentin Cornelia Trink. „Mit Sport und Bewegung trotz(t) Demenz setzen wir ein wichtiges Zeichen, denn Aktivität, Gemeinschaft und Lebensfreude sind auch mit einer Demenzerkrankung möglich. Solche Projekte bereichern nicht nur den Alltag der Teilnehmenden, sondern stärken auch den sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt.“ let