Mitmachen ausdrücklich erwünscht: Mit dem Nürnberger Rat für Integration und Zuwanderung ruft die städtische Stabsstelle Menschenrechtsbüro & Gleichstellungsstelle Schulen, Institutionen, Behörden, Vereine und Einzelpersonen auf, sich mit einem Projekt oder einer Veranstaltung an den „Nürnberger Wochen gegen Rassismus 2026“ zu beteiligen. Ob Bildungs- oder Kulturevent, einmalige Aktion oder Reihe, analog oder digital – alle Formate sind willkommen. Die Wochen finden von Montag, 16. März, bis Freitag, 29. März 2026, statt.
„Im Juni dieses Jahres jährt sich der rechtsextreme Mord an Abdurrahim Özüdoğru zum 25. Mal. Diese und die weiteren Gewaltverbrechen des sogenannten NSU aus menschenverachtendem Rassismus mahnen uns eindringlich, wachsam zu bleiben und entschieden Haltung zu zeigen“, betont Oberbürgermeister Marcus König. „Menschen erleben Rassismus mitten in unserem Alltag: in der Schule, am Arbeitsplatz, auf der Straße, im Sportverein oder im Krankenhaus. Dieser Realität dürfen wir nicht ausweichen. Gemäß meinem Motto ‚Wir alle sind Nürnberg‘ rufe ich die gesamte Stadtgesellschaft dazu auf, sich für ein friedliches Miteinander einzusetzen.“
Das Motto der „Nürnberger Wochen gegen Rassismus“ lautet „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“. Mit einer Vielzahl an Aktionen möchte die Stadt wie in den vergangenen Jahren wieder deutlich machen, dass Diskriminierung, Antisemitismus, Antiziganismus, antimuslimischer Rassismus und andere Formen der Menschenfeindlichkeit in der Nürnberger Stadtgesellschaft keinen Platz haben. Die Veranstalter freuen sich wieder über eine möglichst zahlreiche Beteiligung. Die Projekte und Veranstaltungen werden in einem Programm beworben.
Gülay Incesu-Asar, Geschäftsführerin des Nürnberger Rats für Integration
und Zuwanderung, betont: „Rassismus trifft nicht nur Einzelne, sondern unsere gesamte Gesellschaft. Die Würde eines Menschen ist untrennbar mit der Würde aller verbunden. Es ist höchste Zeit, aktiv zu handeln. Ein friedliches Miteinander gelingt nur, wenn wir zusammenstehen und klare Haltung zeigen. Lassen Sie uns solidarisch in der Stadtgemeinschaft agieren und die Projekte sowie Initiativen unterstützen, die unermüdlich gegen Diskriminierung und für Vielfalt eintreten.“
„Schutz vor Rassismus und Diskriminierung sind ein Menschenrecht und zugleich das Grundversprechen unserer Demokratie“, betont Martina Mittenhuber, Leiterin der Stabsstelle Menschenrechtsbüro & Gleichstellungsstelle. „Die Menschenwürde gilt für alle Menschen bedingungslos und unantastbar. Wir freuen uns, wenn wieder möglichst viele zivilgesellschaftliche Organisationen und Bündnisse, Betriebe, Schulen und auch städtische Dienststellen Projekte gegen Rassismus und für Vielfalt anbieten. Mit möglichst vielen guten Angeboten können Menschen informiert und aktiviert werden." maj
Informationen zur Eintragung von Projekten und Veranstaltungen in den digitalen Kalender der „Nürnberger Wochen gegen Rassismus“ online unter
www.menschenrechte.nuernberg.de