Die Reihe „Hinter den Museumsmauern“ des Bildungszentrums Nürnberg (BZ) bietet exklusive Einblicke in Museen und Ausstellungen. Unter der Leitung der Kunsthistorikerin Dr. Annette Scherer blicken Teilnehmende hinter die Kulissen. Am Mittwoch, 28. Januar 2026, beginnt eine dreiteilige Reihe, die die Ausstellungspraxis der Stadtbibliothek Nürnberg vorstellt. Die drei Veranstaltungen (Kursnummer 36703) finden jeweils mittwochs von 16 bis 17.30 Uhr am 28. Januar sowie am 4. und 11. Februar in der Stadtbibliothek Zentrum, Gewerbemuseumsplatz 4, im Ausstellungskabinett statt. Die Kosten für die dreiteilige Reihe betragen 36 Euro, eine Voranmeldung über bz.nuernberg.de ist möglich.
Historische Mauern, reiche Sammlungen, eine zur intensiven Betrachtung einladende Stimmung: Dafür sind Museen oft bekannt. Wie dynamisch es aber in den Büros und Katakomben zugeht, bleibt den Besucherinnen und Besuchern meist verborgen. In der Reihe „Hinter den Museumsmauern“ werden gemeinsam die Ecken eines Museums entdeckt, die sonst verschlossen sind, und Gespräche mit den Akteurinnen und Akteuren geführt, die hinter den Ausstellungen stecken.
Zu Jahresbeginn öffnet das Ausstellungskabinett der Stadtbibliothek Nürnberg seine Tür: Im Fokus steht die Ausstellung „Fastnacht in der Reichsstadt Nürnberg im Spiegel von Einzelblattgrafiken“, die auf Grundlage der beeindruckenden historischen Sammlungen des Hauses entstand. Die Schau beleuchtet das bunte Treiben der Nürnberger Fastnacht – eine Tradition, die auf fast 600 Jahre zurückblicken kann. Druckgrafiken und Zeichnungen erzählen von Masken, Tanzlust, Volksbelustigung – und davon, wie sich die Formen des Feierns wandelten.
In drei aufeinander aufbauenden Terminen taucht der Kurs tief in die Ausstellungspraxis der Stadtbibliothek ein: Gemeinsam mit der Leiterin des Ausstellungskabinetts, Dr. Christine Sauer, erfahren die Teilnehmenden Hintergründe zur Geschichte der Nürnberger Fastnacht und zur Entstehung der aktuellen Präsentation.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Erhalt der oft fragilen Objekte: Die Veranstaltungen geben Einblicke in die Restaurierungswerkstätten und die Buchbinderei – dort, wo empfindliche Grafiken und Bücher für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und gleichzeitig geschützt werden.
Dabei wird sichtbar, wie viel fachliche Präzision, historische Forschung und interdisziplinäre Zusammenarbeit hinter jeder Ausstellung stecken.
„Hinter den Museumsmauern“ richtet sich an kunst- und kulturinteressierte Menschen, die einen tieferen Einblick in die Museumswelt wagen möchten. Der Kurs bietet die Möglichkeit, die Verknüpfung von Kunst, Kultur und Gesellschaft kritisch zu hinterfragen und das Verständnis für Sammlungsorte wie Museen und Bibliotheken als Bewahrerinnen von Geschichte zu vertiefen. jos