Nr. 89 / 27.01.2026
Auf der Liebesinsel entsteht ein besonderer Ort zum Verweilen: Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) hat hier eine „Lächelbank“ mit Blick auf die Pegnitz auf. Die Idee für diese besondere Ruhebank geht auf das Hospiz-Team Nürnberg e. V. zurück. Der Wunsch des Vereins war es, einen Ort zu schaffen, der Leichtigkeit, Begegnung und Zuversicht in den öffentlichen Raum bringt. Ermöglicht wird die Umsetzung durch eine Spende des Inner Wheel Club Sibylla Merian.
Die „Lächelbank“ ist an das deutschlandweite Projekt „Humorbank“ angelehnt – die erste ihrer Art steht in Konstanz am Bodensee. Die „Humorbank“ verfolgt das Ziel, Menschen im öffentlichen Raum kleine Momente der Leichtigkeit zu schenken. Die Bänke laden dazu ein, Platz zu nehmen, kurz zur Ruhe zu kommen und den Alltag für einen Augenblick hinter sich zu lassen. Sie sollen Begegnungen ermöglichen, Gespräche anstoßen und ein Lächeln hervorrufen.
Das Hospiz-Team Nürnberg begleitet und unterstützt schwerstkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige. Die Arbeit des Vereins umfasst die ambulante Hospizbegleitung, Beratung und Angebote der Trauerbegleitung. Ziel ist es, Menschen in belastenden Lebenssituationen beizustehen und ihnen Würde, Nähe und Zeit zu schenken. Mit der Lächelbank möchte das Hospiz-Team diese Haltung auch außerhalb der eigenen Angebote sichtbar machen und einen offenen Umgang mit den Themen Abschied, Trauer und Mitmenschlichkeit fördern.
Bürgermeister und Erster-Sör-Werkleiter Christian Vogel bedankt sich für Idee und Unterstützung: „Die ‚Lächelbank‘ ist ein starkes Zeichen für Mitmenschlichkeit im öffentlichen Raum. Sie zeigt, wie aus einem guten Impuls ein Ort entstehen kann, der vielen Menschen guttut. Mein Dank gilt dem Hospiz-Team Nürnberg für die Idee und dem Inner Wheel Club Sibylla Merian für die finanzielle Unterstützung.“
Auch für das Hospiz-Team Nürnberg hat die „Lächelbank“ eine große Bedeutung. Diakon Dirk Münch, erster Vorsitzender des Vereins, betont den Nutzen für die Bevölkerung und für die Trauerarbeit. „Mir ist dieses Projekt persönlich sehr wichtig. In der Hospiz- und Trauerbegleitung erleben wir täglich, wie wertvoll kleine Lichtblicke sind. Leichtigkeit und Humor dürfen auch in schweren Zeiten ihren Platz haben. Die ‚Lächelbank‘ kann helfen, Gedanken aufzuhellen, der Trauer für einen Moment Raum zu geben und neue Kraft zu schenken.“
Der Inner Wheel Club Sibylla Merian unterstützt die Umsetzung mit einer Spende. Präsidentin Brigitte Bugla unterstreicht die Motivation des Clubs: „Die Idee der ‚Lächelbank‘ hat uns sofort überzeugt. Sie verbindet soziales Engagement mit einem sichtbaren Mehrwert für die Stadtgesellschaft. Solche Projekte unterstützen wir sehr gerne.“
Mit der „Lächelbank“ erhält die Liebesinsel einen zusätzlichen Aufenthaltsort, der zum Verweilen, Nachdenken und Durchatmen einlädt. Sie richtet sich an alle Menschen, die dort unterwegs sind, und setzt ein sichtbares Zeichen für Achtsamkeit, Zusammenhalt und Zuversicht im öffentlichen Raum. Die Liebesinsel ist eine kleine, zentral gelegene Grünfläche in der Nürnberger Altstadt zwischen Hauptmarkt und Maxbrücke. Mit ihrem Blick auf die Pegnitz und ihrer ruhigen Atmosphäre ist sie ein beliebter Ort zum Durchatmen mitten in der Stadt. Die „Lächelbank“ fügt sich in diese besondere Umgebung ein und kann ab sofort von allen genutzt werden. Eine zweite „Lächelbank“ wird demnächst am Sebalder Platz aufgestellt. Sie findet ihren schattigen Platz direkt neben der bereits bekannten „Plauderbank“ unter der großen Platane.
Das Hospiz-Team Nürnberg bildet zudem ehrenamtliche Trauer- und Hospizbegleiterinnen und Hospitzbegleiter aus. Menschen, die sich vorstellen können, selbst aktiv zu werden und andere in schweren Lebensphasen zu unterstützen, finden weitere Informationen auf der Internetseite des Vereins unter hospiz-team.de. tom