Nr. 118 / 02.02.2026
Die Performance-Gruppe „co>Labs“ präsentiert vom Donnerstag, 5. Februar, bis Samstag, 7. Februar 2026, um 19 Uhr sowie am Sonntag, 8. Februar, um 16 Uhr im Segment#16 der Kongresshalle auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, Bayernstraße 100, das multimediale Tanz- und Performance-Projekt „So forsch, so furchtlos“. Die Koproduktion mit dem Geschäftsbereich Kultur der Stadt Nürnberg untersucht populistische und antidemokratische Versprechungen von Idylle und setzt sich künstlerisch mit ihnen auseinander.
Gemeinsam mit bildenden Künstlerinnen und Künstlern der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg entwickelte „co>Labs“ begehbare Stationen, die mit Audio- und Videoinstallationen, Tänzerinnen und Tänzern, Choreografien und bildhaften Elementen, Mitgliedern des StadtNsembles, einer Opernsängerin und einem DJ das Spannungsfeld von Idylle, Größenwahn und Desillusionierung für das Publikum erlebbar machen.
Die Kongresshalle als Relikt nationalsozialistischer Herrschaftsarchitektur stellt als Spielort einen deutlichen Kontrast zu üblichen Vorstellungen der Idylle dar. Denn auch hinter den Fassaden von Orten, die Zugehörigkeit, Gemeinschaft, Identifikation, Erfüllung und Orientierung versprechen, zeigen sich Mechanismen von Unterdrückung und Verdrängung. Immer wieder machen Stimmen auf diese Spannungen aufmerksam und legen die inneren Konflikte und Widersprüche einer vermeintlichen Harmonie offen.
Karten zum Preis von 18 Euro, ermäßigt 13 Euro gibt es online unter kukuq.eventim-inhouse.de/webshop/webticket/eventlist?production=169 im Vorverkauf und an der Abendkasse zum Preis von 20 Euro beziehungsweise 15 Euro. An der Abendkasse ist nur eine passende Zahlung in bar möglich.
Ein wichtiger Hinweis für alle Besucherinnen und Besucher: Die Räume der Kongresshalle sind nicht beheizt, daher ist warme Kleidung unbedingt zu empfehlen.
Die Kongresshalle ist eines der größten erhaltenen Einzelbauwerke aus der Zeit des Nationalsozialismus. Der Rohbau auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände im Südosten Nürnbergs stand – nach einer intensiven Nutzung als Lagerfläche – in den vergangenen Jahren größtenteils leer. Nun werden Teilstücke des unvollendeten Monumentalbaus dauerhaft für eine Kunst- und Kulturnutzung erschlossen. Mit den Ermöglichungsräumen für Kunst und Kultur sowie einer Spielstätte für das Staatstheater Nürnberg schafft die Stadt Nürnberg in der Kongresshalle einen neuen, einzigartigen Kulturort, der Aspekte der Erinnerungskultur und der Künste aufs Engste miteinander verbindet.
Alle Informationen zur künftigen kulturellen Nutzung der Kongresshalle finden sich unter nuernberg.de/internet/kongresshalle/.
Seit 2023 hat der Geschäftsbereich Kultur der Stadt Nürnberg in Segment#1 des Kongresshallen-Rundbaus ein vielschichtiges Kunst- und Kulturprogramm präsentiert. Da Segment#1 wegen der fortschreitenden Bauarbeiten im Kongresshallen-Rundbau nicht mehr für Veranstaltungen genutzt werden kann, wurde das Segment#16 ertüchtigt, um weiterhin diverse künstlerisch und kulturelle Formate erproben zu können. Während Segment#1 im Arkadengeschoss an den vom Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände genutzten nördlichen Kopfbau angrenzt, liegt Segment#16 genau auf der gegenüberliegenden Seite des Kongresshallen-Rundbaus neben den Nürnberger Symphonikern.
Das Segment#16 befindet sich in der Kongresshalle, Bayernstraße 100, neben dem südlichen Kopfbau der Nürnberger Symphoniker und ist mit dem öffentlichen Nahverkehr gut erreichbar (Haltestelle „Doku-Zentrum“, Straßenbahnlinien 6, 8 und 10; Buslinien 36, 45, 65). Besucherinnen und Besucher mit Pkw können die Stellplätze in der Schultheißallee oder den Parkplatz Meistersingerhalle (kostenpflichtig) nutzen. kb