Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 120 / 02.02.2026

Lesung und Buchgespräch mit der Autorin Alena Jabarine

Wie sieht der Alltag in Palästina tatsächlich aus? Wie hat sich das Leben vor Ort in Ramallah in den letzten Jahrzehnten verändert? Die Deutsch-Palästinenserin Alena Jabarine vergleicht in ihrem Buch „Der letzte Himmel. Meine Suche nach Palästina“ damals und heute – und macht so das Ausmaß der politischen Realität greifbar. Am Donnerstag, 5. Februar 2026, ist die Autorin ab 18 Uhr am Bildungszentrum Nürnberg (BZ) zu Gast und stellt in der Reihe „Sachbuch des Monats“ ihr Buch persönlich vor. Anschließend findet eine Diskussion mit dem Publikum statt. Die Veranstaltung im BZ-Seminargebäude am Gewerbemuseumsplatz 2 im Vortragssaal 3.11 ist für 12 Euro über bz.nuernberg.de unter der Kursnummer  20305 buchbar, Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

Alena Jabarine, Deutsch-Palästinenserin mit deutschen und palästinensischen Wurzeln, begab sich von 2020 bis 2022 auf eine persönliche Spurensuche. In Ramallah tauchte sie tief in das alltägliche Leben der Palästinenser ein. Eindrücklich schildert sie, wie sich ihre eigenen Kindheitserinnerungen von der heutigen Realität unterscheiden. Ihr Blick richtet sich auf die Sorgen der Menschen vor Ort: den Verlust von Land und Häusern, ständige Straßensperren, unberechenbare Checkpoints und die Angst um die eigenen Kinder. Sie erzählt vom Alltag unter Besatzung – ruhig, klar und mit Empathie.

Nach ihrem Politikstudium in Hamburg und Barcelona absolvierte Alena Jabarine ein journalistisches Volontariat beim Norddeutschen Rundfunk und arbeitet seitdem unter anderem als freie Journalistin. Von 2020 bis 2022 lebte sie in Ramallah, wo sie für eine deutsche politische Stiftung arbeitete. Über die Zeit in Palästina hat Jabarine ihr erstes Buch „Der letzte Himmel“ geschrieben, das direkt nach der Veröffentlichung im Mai 2025 in die „Spiegel“-Bestsellerliste eingestiegen ist.

Die Reihe „Sachbuch des Monats“ am BZ
Themen und Menschen, Entdeckungen und Streitgespräche: Einmal im Monat wird ein „Sachbuch des Monats“ vorgestellt und besprochen. Jedes Buchgespräch wird von einer anderen Referentin oder einem Kursleitenden moderiert. Ab und zu stellt auch die Autorin oder der Autor selbst das eigene Buch vor. Wer offen ist für neue Themen, unterschiedliche Herangehensweisen und interessante Begegnungen, wird hier Denkanstöße und Inspirationen finden. Mit jedem Titel steht ein neues Thema im Fokus, das auch kontrovers diskutiert werden kann. Eine Teilnahme ist auch dann sinnvoll, wenn man das Buch nicht vorab gelesen hat.

Die nächste Veranstaltung in der Reihe „Sachbuch des Monats“ findet am Donnerstag, 19. März, statt: Etris Hashemi stellt sein Buch „Der Tag an dem ich sterben sollte – wie der Terror in Hanau mein Leben für immer verändert hat“ vor (Kursnummer 20307).

Im Rahmen der Förderung von Projekten der Bildung für nachhaltige Entwicklung und Umweltbildung in Bayern werden ausgewählte Veranstaltungen aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz finanziert.

BZ engagiert sich für lebendige Demokratie
Demokratie braucht politische Bildung. Bürgerinnen und Bürger, die über vielfältiges Wissen und politische Kompetenzen verfügen, können sich in einer zunehmend komplexer werdenden Welt leichter eigene Meinungen bilden und selbstbestimmt Entscheidungen fällen. Deshalb bietet das BZ verschiedene Veranstaltungsreihen und Diskussionsforen unter dem Motto „Demokratie im Gespräch“. Mit Hilfe von Expertinnen und Experten werden ausgewählte Themen aus der Nähe betrachtet und kontrovers diskutiert. Alle Veranstaltungen zum Themenkomplex finden sich auf der Website des BZ go.nuernberg.de/demokratie.