Nr. 165 / 13.02.2026
„Im und um den Nürnberger Hauptbahnhof ist es wieder deutlich sicherer geworden.“ Dies betonte Oberbürgermeister Marcus König bei einem Vor-Ort-Termin am heutigen Freitag, 13. Februar 2026, auf dem Nelson-Mandela-Platz. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Innenministerium, Polizei und Justiz informierte der OB über Maßnahmen, die zu einer verbesserten Sicherheitslage geführt haben. Zugleich gaben sie einen Ausblick, wie die Sicherheit und auch das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger weiter gesteigert werden können.
„Nürnberg ist in Sachen Sicherheit die Nummer 2 unter den bundesdeutschen Großstädten mit über 200 000 Einwohnerinnen und Einwohnern“, sagt OB Marcus König und verweist auf die polizeiliche Kriminalitätsstatistik. Bausteine sind für ihn die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl im und um den Nürnberger Hauptbahnhof. Der Hauptbahnhof ist das Tor zur Stadt mit allein über 130 000 Pendlerinnen und Pendlern täglich. Viele Nürnbergerinnen und Nürnberger passieren den Hauptbahnhof auch auf dem Weg in die Süd- beziehungsweise in die Altstadt.
„Im und um den Hauptbahnhof ist es im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren wieder deutlich sicherer geworden“, betonte das Nürnberger Stadtoberhaupt. Er habe das Thema in den vergangenen Jahren zur Chefsache gemacht. Das gehe aber nicht allein, so König. „Gemeinsam mit den städtischen Sicherheitsbehörden sowie der Landes- und Bundespolizei und mit der Justiz haben wir ein Bündel an Maßnahmen ergriffen, um die Lage vor Ort zu verbessern.“
Oberbürgermeister Marcus König dankte bei dem Pressetermin am Nelson-Mandela-Platz Innenstaatssekretär Sandro Kirchner und dem Bayerischen Innenministerium für die Unterstützung und das Konzept „Bayern. 360° Sicherheit“ für bayerische Bahnhöfe. Die Federführung liegt hier beim Polizeipräsidium Mittelfranken und dessen neuem Präsidenten Gernot Rochholz, der bei dem Termin mit vor Ort war.
Mehr Präsenz durch uniformierte und zivile Kräfte der Landespolizei und des städtischen Ordnungsdienstes (ADN) im Umfeld des Hauptbahnhofs und auf dem Nelson-Mandela-Platz, ein Ausbau der Videoüberwachung, intensive Kontrollen, Platzverweise, Bußgelder und in letzter Konsequenz auch die Aufenthaltsbeendigungen sind Teile des Sicherheitskonzepts. Dazu zählen aber auch Verbotszonen für den Konsum von Alkohol und Cannabis sowie die Waffenverbotszone. „Hier greift nicht ein einzelnes Instrument, sondern ein Bündel an Maßnahmen“, erläutert König. Am Ende ist hier auch eine konsequente Strafverfolgung wichtig. „Daher gilt unser Dank auch den Justizbehörden“, so OB König gegenüber der neuen Generalstaatsanwältin Petra Strohbach bei der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg.
Für die Sicherheit und Sauberkeit im Nürnberger Hauptbahnhof ist wiederum die Bundespolizei und die DB AG zuständig. „Nürnberg ist zum Glück nicht mehr unter den hohen kriminalitätsbelasteten Bahnhöfen in Deutschland“, so OB König. Er bedankte sich für die sehr gute Zusammenarbeit bei der Leitenden Polizeidirektorin Helen Townson, die die Nürnberger Bundespolizeidirektion leitet.
„Sicherheit bedeutet nicht nur weniger Straftaten, sondern auch mehr Aufenthalts- und Lebensqualität“, betonte der Oberbürgermeister. „Der öffentliche Raum gehört allen Bürgerinnen und Bürgern. Doch die Grenzen sind dort, wo Regeln des Miteinanders missachtet oder gar Straftaten begangen werden. Beispielsweise, wenn Drogen gehandelt werden. Wir dulden keine rechtsfreien Räume!“
Er verwies auch auf die präventiven Maßnahmen städtischer Dienststellen zusammen mit anderen Trägern. So gebe es niedrigschwellige Hilfen für Obdachlose wie den Unterstand im Burggraben beim Handwerkerhof (Wiederaufbau nach dem Brand), Schließfächer oder Toilettengutscheine sowie Angebote von verschiedenen Unterkünften. Auch Streetwork und Beratung sind ausgeweitet worden. Zu dem Gesamtpaket gehören außerdem verbesserte Reinigungskonzepte, neue Abfalleimer und eine angepasste Straßenmöblierung – hier vor allem Bänke.
Mit Blick nach vorne verweist der Oberbürgermeister auch auf die geplante Neugestaltung der Areals rund um Kaufhof und City Point. „Das wird die Aufenthaltsqualität in der Nähe des Hauptbahnhofs weiter deutlich steigern. Wir bleiben dran!“, lautet die Zusage des Nürnberger Oberbürgermeisters. Das gilt auch für den Ausbau der Videoüberwachung und mehr Sicherheit im Öffentlichen Personennahverkehr. „Unser Ziel bleibt: Objektive und subjektive Sicherheit sowie ein gutes Gefühl der Bürgerinnen und Bürger und Pendler jeden Tag." fra