Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 218 / 27.02.2026

Internationaler Frauentag: Veranstaltungen rund um den 8. März

Sensibilisierung, Empowerment, Unterhaltung und Protest – rund um den Internationalen Frauentag am Sonntag, 8. März 2026, gibt es ein vielfältiges Programm: Nürnberger Beratungsstellen, Vereine, Kulturläden, Netzwerke, städtische Dienststellen und weitere Akteurinnen und Akteure laden ein zu Filmvorführungen, Vorträgen, Workshops und Aktionen. 

„Dieses vielfältige und abwechslungsreiche Programm bietet inhaltliche Inputs, Gelegenheiten zum Austausch und zur Diskussion, Workshops, Filmvorführungen, Lesungen und vieles mehr“, betont Hedwig Schouten, Frauenbeauftragte der Stadt Nürnberg. „Dass die diesjährige Kommunalwahl am 8. März auf den Internationalen Frauentag fällt, erinnert hoffentlich auch die eine oder den anderen daran, dass weibliche Perspektiven in Stadt- und Gemeinderäten entscheidend sind für eine geschlechtergerechte Kommunalpolitik.“

Unter anderem zeigt das Casablanca Filmkunsttheater, Brosamer Straße 12, in Kooperation mit ver.di Mittelfranken am Samstag, 7. März, um 15 Uhr den Film „Ein Tag ohne Frauen“. Der Film erzählt, wie 90 Prozent der isländischen Frauen an einem Herbstmorgen im Jahr 1975 ihre Arbeit niederlegten und ihre Häuser verließen, weil sie sich weigerten zu arbeiten, zu kochen oder sich um die Kinder zu kümmern. Sie brachten ihr Land damit zum Stillstand. Im Anschluss an den Film findet ein Filmgespräch statt. Der Eintritt kostet 3 Euro an der Abendkasse, für ver.di-Frauen ist er frei. Am Montag, 9. März, ruft ab 15 Uhr das Töchterkollektiv alle FLINTA*-Personen (Frauen, Lesben, Inter-, Trans- und nicht binäre Personen) am Lorenzer Platz symbolisch zur Niederlegung ihrer bezahlten und unbezahlten Arbeit auf, um patriarchale Diskriminierungsstrukturen sichtbar zu machen. Feministische Organisationen und Vereine sind vor Ort, stellen ihre Arbeit vor und thematisieren Aspekte wie den Gender Pay Gap, die ungleiche Verteilung von Care Arbeit oder Gewalt gegen Frauen. Männliche Verbündete sind herzlich willkommen. 

Ebenfalls am Montag, 9. März, starten die Feministischen Filmtage, veranstaltet vom Filmhaus Nürnberg im KunstKulturQuartier, Königstraße 93, jeweils in Kooperation mit Nürnberger Vereinen und Initiativen, wie beispielsweise dem Frauenhaus Nürnberg, der Afghanischen Fraueninitiative, FiA – Feminists in Action e. V., Trotzdem e. V. oder dem Mädchen und Frauen FachForum Nürnberg. Das international ausgerichtete Programm umfasst neun Dokumentar- und Spielfilme aus und über Länder wie Iran, Afghanistan, Tunesien, Polen und Frankreich. Es beschäftigt sich unter anderem mit feministischem Empowerment in Zeiten autoritärer Regime, selbstbestimmtem Altern, häuslicher Gewalt sowie der Frage, wie Spielfilme anhand von Elementen der Fantasie- und Horrorfilme feministische Geschichten erzählen. Weitere Informationen gibt es online unter www.kunstkulturquartier.de/filmhaus/programm/schwerpunkte/feministische-filmtage-2026.

Anlässlich des Internationalen Frauentags lädt das Amt für Kultur und Freizeit im südpunkt, Pillenreuther Straße 147, am Freitag, 13. März, ab 20 Uhr zur „Frauen*Disco“ in den Kulturladen südpunkt ein. Gefeiert wird mit Tanz, Musik und Begegnung. Die „Frauen*Disco“ schafft Raum für Austausch, Miteinander und gegenseitige Unterstützung. Der Eintritt beträgt 5 Euro an der Abendkasse oder 2,50 Euro ermäßigt (Nürnberg-Pass). Am Sonntag, 15. März, bietet der Arbeitskreis Frauen und Gesundheit Nürnberg unter dem Titel „Endo waaas?! – Endometriose und Empowerment“ Austausch und Information zum Thema Endometriose an. Los geht es um 15.30 Uhr im Christine-Kreller-Haus der Stadtmission Nürnberg, Krellerstraße 3. Der Eintritt beträft 8 Euro freiwillig auf Spendenbasis. 

Am Mittwoch, 18. März, lädt das Europabüro der Stadt Nürnberg mit EUROPE DIRECT Nürnberg zusammen mit dem Deutschen Museum Nürnberg ins Zukunftsmuseum, Augustinerhof 4, ein. Unter dem Titel „No Women, no AI. – Eine weibliche Perspektive auf KI.“ gehen Veranstalterinnen und Teilnehmende Aspekten rund um die Fragestellung: „Was wäre Künstliche Intelligenz ohne Frauen?“ nach. Der Abend startet mit einem entspannten Warm-up bei Getränken, gefolgt von Mini-Denktouren, die inspirierende Impulse rund um KI setzen. Im Anschluss daran findet eine Fishbowl-Diskussion statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich. Am Freitag, 27. März, laden die Altstadtfreunde Nürnberg e. V. zum Vortrag „Sind Frauen, die lesen, gefährlich? Buchbesitz und weibliche Belesenheit in der mittelalterlichen Kunst“ mit Nadja Bennewitz in das Museum | 22 | 20 | 18 | Kühnertsgasse, Kühnertsgasse 22, ein. Der Eintritt beträgt 12 Euro. Los geht es um 18 Uhr. 

Die frauenBeratung nürnberg und das Gemeinschaftshaus Langwasser laden am Samstag, 28. März, um 19 Uhr zur Lesung aus dem Buch „(UN)ERHÖRT“ im Rahmen der gleichnamigen Fotoausstellung in das Gemeinschaftshaus Langwasser, Glogauer Straße 50, ein. Die Fotografien von Anna Clara Schrenker und Peter Müller sowie das gleichnamige Buch sollen Frauen, die Gewalt erlebt haben, ein Gesicht geben, zeigen dass sie noch da sind und bereit sind, sich dem Leben mit ihrer Geschichte zu stellen und weiterzumachen. Eintritt auf freiwilliger Basis ab 5 Euro ermäßigt bis 30 Euro Solidaritätspreis. Am Dienstag, 31. März, lädt das Netzwerk der Digitalwirtschaft Nik e. V. um 17 Uhr zum Austausch ein in das OM7, Obermaierstraße 7. An diesem Abend teilen Frauen aus der Tech-Branche ihre persönlichen Wege, Herausforderungen und Erfolge. Neben kurzen Impulsen bietet eine Speed-Dating-Session die Möglichkeit, in kurzer Zeit neue Kontakte zu knüpfen, Perspektiven kennenzulernen und das eigene Netzwerk zu erweitern. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.   

Veranstaltungsübersicht online unter
go.nuernberg.de/frauenmonat2026