Nr. 221 / 02.03.2026
Der Behindertenrat der Stadt Nürnberg organisiert auch 2026 die inklusive Lesereihe „MehrWort für Nürnberg“. Start ist am Samstag, 14. März, von 15 bis 17 Uhr im Buni Kultur- und Freizeittreff, Bertolt-Brecht-Straße 6, mit einer Familien-Erlebnis-Lesung von Christine Leitl, Autorin des Kinderbuchs „Philipp & Clemens – eine außergewöhnliche Freundschaft“. Die Lesung richtet sich an Kinder, Erwachsene und alle, die sich für Inklusion, Freundschaft und besondere Perspektiven interessieren. Musikalisch wird die Veranstaltung von Viola Rehbach und Robin Bartosch begleitet. Der Eintritt ist frei.
Die Bücher der Reihe „MehrWort für Nürnberg“ sind von Autorinnen und Autoren geschrieben, die selbst eine Behinderung haben. Gelesen werden sie von Menschen mit Behinderung oder teilweise von den Autorinnen und Autoren selbst. Gebärdensprachdolmetschende übersetzen in die Deutsche Gebärdensprache. Außerdem wird nach einzelnen Abschnitten der Inhalt in Leichter Sprache zusammengefasst.
Christine Leitl wurde in der Gelnhausen geboren. Sie absolvierte eine Weiterbildung zur Handelsfachwirtin sowie ein Fernstudium zur Tourismusreferentin. Im April 2016 schloss sie das Fernstudium „Kreatives Schreiben für Fortgeschrittene“ an der Schule des Schreibens, Hamburg, ab. Zehn Jahre war sie als selbstständige Reiseveranstalterin tätig und bereiste Europa mit Reisegruppen. Seit 2013 ist sie Mitglied im Roßtaler Schreibkreis. Im Oktober 2018 gewann sie gemeinsam mit einer weiteren Autorin den Fränkischen Kurzgeschichtenpreis des Iatros-Verlags.
In „Philipp & Clemens – eine außergewöhnliche Freundschaft“ lernt der blinde achtjährige Philipp die Sehenswürdigkeiten der Stadt Gelnhausen mit den Augen seines 14-jährigen Freundes Clemens kennen. Bei den Stadtspaziergängen lernt Clemens wichtige Dinge über den Umgang mit blinden Menschen. Im Anschluss an die Lesung erwartet das Publikum ein Programm mit Blindenführung mit Augenbinde, Schreiben des eigenen Namens mit einer Braille-Schreibmaschine und vielem mehr.
In der Reihe „MehrWort für Nürnberg“ wird von Freundschaften, Genesungswegen, Abstürzen, Lebenskrisen und Sinnsuchen erzählt. Es geht um Begegnungen und Wahrnehmung durch andere Menschen sowie um Teilhabe und Diskriminierung. Weitere Termine sind am Samstag, 20. Juni, „Als ich aus der Zeit fiel: Mein Weg durch die paranoide Schizophrenie“ mit Jens Jüttner, am Samstag, 10. Oktober, „Ohne Sprungtuch – Ich bat um Hilfe und landete ganz unten“ mit Peter Gross, und am Samstag, 12. Dezember, „Pilgerreise Leben“ mit Ulla Turnwald. boe