Nr. 251 / 05.03.2026
Im Stadtteil Schweinau ist mit dem Neubau des Kinder- und Jugendhauses in der Nopitschstraße 23 ein wichtiger Baustein für die soziale Infrastruktur entstanden. Das Gebäude vereint ein stadtteilorientiertes Kinder- und Jugendhaus mit einem zentralen Stützpunkt für die Spielmobile „Mobbl“ und „Ratz“. Die WBG KOMMUNAL GmbH hat das Projekt im Auftrag der Stadt Nürnberg realisiert. Die Bauabschlussfeier mit Oberbürgermeister Marcus König, der Referentin für Jugend, Familie und Soziales, Elisabeth Ries, Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich sowie Ralf Schekira, Geschäftsführer der WBG KOMMUNALGmbH, hat am heutigen Donnerstag, 5. März 2026, stattgefunden.
„Kinder und Jugendliche brauchen Orte, an denen sie sich willkommen fühlen, ausprobieren können und Unterstützung erfahren“, betont Oberbürgermeister Marcus König. „Mit dem neuen Kinder- und Jugendhaus in Schweinau schaffen wir genau so einen Raum, fest verankert im Quartier und zugleich offen für vielfältige Angebote im gesamten Stadtgebiet.“ Der viergeschossige Neubau mit einer Bruttogeschossfläche von rund 1 574 Quadratmetern bietet dafür die Voraussetzungen: Rund 45 Prozent der Flächen entfallen auf das Kinder- und Jugendhaus. Die weiteren dienen als Lager-, Verwaltungs- und Vorbereitungsräume für die beiden Spielmobile, die regelmäßig in den Stadtteilen unterwegs sind.
Elisabeth Ries, Referentin für Jugend, Familie und Soziales, unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Kinder- und Jugendarbeit: „Mit der Kombination aus stationärem Angebot und mobilen Spiel- und Freizeitangeboten erreichen wir junge Menschen dort, wo sie leben. Das neue Haus stärkt die Offene Kinder- und Jugendarbeit nachhaltig und schafft verlässliche Strukturen für pädagogische Arbeit. Es ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für unsere jugendpolitische Zielsetzung, Schritt für Schritt in allen Teilen des Stadtgebiets bedarfsgerechte Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zu schaffen. Es wird Zeit, dass wir in Schweinau nun endlich mit einem voll ausgestatteten Kinder- und Jugendhaus präsent sind und junge Menschen gut begleiten können. Ich freue mich, wenn wir nach der Bauabschlussfeier am heutigen Vormittag das Haus nun gemeinsam mit den Jugendlichen selbst und den Fachkräften – also mit den eigentlichen Nutzerinnen und Nutzern dieses Bauprojekts – vor Ort mit Leben füllen.“
Das Gebäude ist bewusst als langgestreckter Baukörper entlang der Nopitschstraße angeordnet. Es wirkt als Lärmschutz für die nach Norden orientierten Außenanlagen und schafft geschützte Bereiche für Spiel, Begegnung und Aufenthalt. Wegen der ungünstigen Bodenverhältnisse und um den Baumbestand zu schonen, ist auf eine Unterkellerung verzichtet worden. Der Neubau ist in Massivbauweise mit Flachdach und Photovoltaikanlage realisiert worden. „Die Rahmenbedingungen an diesem Standort waren anspruchsvoll. Umso mehr zeigt dieses Projekt, wie durch eine kluge Planung, robuste Architektur und gute Zusammenarbeit ein funktionaler und zugleich städtebaulich verträglicher Ort für Kinder und Jugendliche entstehen kann“, erklärt Bau- und Planungsreferent Daniel F. Ulrich.
Nach Abschluss der Hochbauarbeiten und Fertigstellung der Außenanlagen liegen die Gesamtkosten nun bei rund 8,9 Millionen Euro. Das Projekt wird mit rund 2,6 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ unterstützt. Zudem wird es durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude gefördert, hier durch einen vergünstigten Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Höhe von rund 4,4 Millionen Euro.