Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 224 / 02.03.2026

Russland und Europa: Buchvorstellung mit Autor Andrey Gurkov

Andrey Gurkov, Autor, Journalist und Russlandkenner, stellt am Bildungszentrum Nürnberg (BZ) sein neuestes Buch vor und wirft einen ebenso analytischen wie schonungslosen Blick auf sein Heimatland. „Für Russland ist Europa der Feind. Warum meine Heimat mit dem Westen gebrochen hat“ ist der Titel des Buchs und zugleich der Veranstaltung am Samstag, 7. März 2026, um 16.30 Uhr im Seminargebäude des BZ am Gewerbemuseumsplatz 2 im Vortragssaal 3.11. Die Veranstaltung ist über bz.nuernberg.de unter der Kursnummer 20705 buchbar. Der Eintritt kostet 6 Euro, Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich. 

„Den Europäern und vor allem den Deutschen darf nicht noch einmal der Fehler unterlaufen, im Russischen das latent aggressive Großrussische, das der Putinismus freigesetzt und angefacht hat, zu übersehen oder zu unterschätzen“, so Andrey Gurkov. Der gebürtige Moskauer und heute in Köln lebende russische Journalist untersucht in seinem Buch die historischen, kulturellen, politischen und massenpsychologischen Ursachen dieses Phänomens. Zugleich warnt er eindringlich vor der illusionären Hoffnung, nach einem Ende des Ukrainekriegs könne es zu einer Wiederherstellung früherer Beziehungen Deutschlands beziehungsweise Europas zu Russland kommen. Die russische Gesellschaft sieht sich längst nicht mehr als Teil der europäischen Wertegemeinschaft; Europa ist zum Feindbild geworden.

Im Gespräch mit dem Publikum geht Gurkov der Frage nach, wie es dazu kommen konnte, dass Wladimir Putins imperiale Komplexe und aggressiven Wunschträume in der russischen Gesellschaft mehrheitsfähig wurden. Seine Buchvorstellung am BZ wird der Autor auch mit aussagekräftigen Fotos und Karikaturen bebildern. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Verein „dialog e. V. – Wirtschaft. Nachwuchs. Wissenschaft“ statt.

BZ engagiert sich für lebendige Demokratie
Demokratie braucht politische Bildung. Bürgerinnen und Bürger, die über vielfältiges Wissen und politische Kompetenzen verfügen, können sich in einer zunehmend komplexer werdenden Welt leichter eigene Meinungen bilden und selbstbestimmt Entscheidungen fällen. Deshalb bietet das BZ verschiedene Veranstaltungsreihen und Diskussionsforen unter dem Motto „Demokratie im Gespräch“. Mit Hilfe von Expertinnen und Experten werden ausgewählte Themen aus der Nähe betrachtet und gerne kontrovers diskutiert. Alle Veranstaltungen zum Themenkomplex finden sich auf der Website des BZ unter go.nuernberg.de/demokratie.    jos