Nr. 226 / 02.03.2026
Der neu gestaltete Platz zwischen der Johann-Sebastian-Bach-Straße und der Pestalozzistraße trägt ab sofort den Namen des Pädagogen Samuel Heinicke. Der neue Samuel-Heinicke-Platz – im Volksmund bereits zuvor als „Heinickeplatz“ bekannt – wurde umfassend umgestaltet. Im Zuge der Neugestaltung und offiziellen Benennung wurde die bisherige Heinickestraße zurückgebaut und ihre Widmung aufgehoben.
Oberbürgermeister Marcus König erklärt: „Samuel Heinicke war ein Pionier der sogenannten ‚Taubstummenbildung‘, wie man sie im 18. Jahrhundert nannte. Im Jahr 1778 eröffnete er in Leipzig die erste deutsche Bildungseinrichtung für gehörlose Menschen. Diese Gründung markierte einen Meilenstein in der Geschichte von Bildung und Inklusion gehörloser Menschen. Mit der Platzbenennung würdigen wir sein Lebenswerk sowie seine Verdienste um Wissenschaft, Bildung und soziale Chancengleichheit.“
Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin Andrea Heilmaier ergänzt: „Samuel Heinicke setzte auf eine praxisnahe Unterrichtsweise und verfolgte das Ziel, die Gehörlosenbildung als eigenständige und anerkannte Bildungsform zu etablieren. Sein ganzheitlicher Ansatz trug maßgeblich dazu bei, dass gehörlose Menschen Zugang zu Bildung und damit zu gesellschaftlicher Teilhabe erhielten.“