Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 250 / 05.03.2026

Nürnberg informiert sich über Ausweichstadion in Saragossa

Die Stadt Nürnberg treibt die Vorplanung für den Vollumbau des Max-Morlock-Stadions weiter voran. Dazu hat eine Delegation aus Nürnberg das temporäre Stadion im spanischen Saragossa besucht. Ziel des Termins am Freitag und Samstag, 27. und 28. Februar 2026, war es, praktische Erfahrungswerte mit einem solchen Ausweichstadion zu sammeln und gleichzeitig den Austausch mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) über mögliche Genehmigungsfragen zu vertiefen. An der Besichtigung nahmen Vertreter der Stadt Nürnberg, des 1. FC Nürnberg, der Stadion-Betreibergesellschaft sowie des beauftragten Planungsbüros asp teil. Auch Vertreter der DFL begleiteten den Termin.

Das temporäre Stadion in Saragossa wurde 2025 errichtet und in Betrieb genommen, damit der spanische Club Real Zaragoza während des Umbaus seines Stadions weiterhin Spiele austragen kann. Bei dem Termin ging es vor allem darum, aus erster Hand zu erfahren, wie ein solches Stadion geplant, gebaut und betrieben wird, was Beweggründe und Chancen und Herausforderungen sind beziehungsweise waren. Besprochen wurden unter anderem Fragen der Bauabläufe, der Ausstattung, der Finanzierung sowie der organisatorischen Umsetzung während der Bauzeit. Zudem konnten die Nürnberger Vertreter das Stadion und seine Funktionsbereiche direkt vor Ort besichtigen.

Der Besuch war Teil der laufenden Prüfung eines möglichen Ausweichstadions in Nürnberg. In der Vorplanung sollen verschiedene Kriterien bewertet werden – etwa Bauablauf, Kosten, Genehmigungsfähigkeit, Flächenbedarf oder Auswirkungen auf den Veranstaltungsbetrieb. Der Termin in Saragossa hat aus Sicht der Teilnehmer dazu beigetragen, wichtige Erkenntnisse zu sammeln und diese Aspekte besser einordnen zu können.

Eine Entscheidung über ein mögliches Ausweichstadion ist damit nicht verbunden. Im Rahmen der laufenden Vorplanung wird derzeit zunächst grundsätzlich geprüft, ob eine solche Lösung für Nürnberg sinnvoll und realistisch wäre. Erst auf Grundlage dieser fachlichen Bewertung wird der Stadtrat über das weitere Vorgehen entscheiden.

Das Stadion in Saragossa bietet rund 20 000 Sitzplätze, hat einen VIP-Bereich und wird während der Umbauphase der bestehenden Heimatspielstätte genutzt. Der Bau eines temporären Stadions wurde dort vor allem aus baulogistischen Gründen beschlossen: Ein vollständiger Neubau des Hauptstadions ließ sich so deutlich einfacher und risikoärmer umsetzen als ein Umbau im laufenden Betrieb. Der Austausch diente zugleich dazu, Anforderungen und Rahmenbedingungen im deutschen Profifußball besser zu verstehen. Aktuell sieht die Lizenzierungsordnung der DFL keine temporären Stadien in Gerüstbauweise vor. Die Liga zeigt sich jedoch grundsätzlich offen, über mögliche Lösungsansätze zu sprechen.

Stadionbürgermeister Christian Vogel betont: „Wir prüfen beim Stadionvollumbau sehr sorgfältig alle Optionen. Dazu gehört auch, sich Projekte in anderen Städten anzusehen und mit den Beteiligten zu sprechen. Der Termin in Saragossa war für uns sehr wertvoll, weil wir konkrete Einblicke in Planung, Bau und Betrieb eines temporären Stadions bekommen haben. Gleichzeitig ist uns natürlich bewusst, dass die Anlage dort nicht eins zu eins mit unseren Anforderungen vergleichbar ist – etwa weil es dort kein Dach und keine Stehplätze gibt und die Anforderungen der spanischen Liga andere sind. Trotzdem konnten wir viele wichtige Erfahrungen sammeln und stehen gleichzeitig mit der DFL im Austausch über mögliche Rahmenbedingungen in Deutschland.“

Weitere Informationen zum Projekt und zum Thema Ausweichstadion stellt die Stadt Nürnberg laufend auf ihrer Website stadion.nuernberg.de bereit.    jos

1 Anhang