Nr. 273 / 09.03.2026
Der bei Bauarbeiten im neuen Stadtteil Lichtenreuth am Montagnachmittag, 9. März, gefundene Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg soll am morgigen Dienstag, 10. März 2026, entschärft werden. Es handelt sich um eine amerikanische Fliegerbombe mit rund 450 Kilogramm Gewicht und zwei Aufschlagzündern an Front und Heck. Sie liegt in einer Baugrube mittig auf dem Areal. Die Entfernung zur Münchener Straße beträgt etwas mehr als 300 Meter. Mit der Evakuierung von rund 390 Anwohnerinnen und Anwohnern wird um 8 Uhr begonnen. Die Bombenentschärfung ist für 10 Uhr vorgesehen.
Sprengmeister Michael Weiß hat den Sicherheitsradius auf 450 Meter festgelegt. Rund um den Bombenfundort wird ein Schutzwall aus zwölf Containern errichtet, die mit Wassersäcken gefüllt sind. Circa 390 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen. Evakuiert werden unter anderem eine neu gebaute Häuserzeile an der Lorenz-Hagen-Straße sowie das Gebäude der Technischen Universität Nürnberg (UTN) an der Dr. Luise-Herzberg-Straße. Eine Liste aller betroffenen Straßen sowie eine Karte des Evakuierungsgebiets findet sich im Internet unter nuernberg.de/internet/stadtportal/bombenfund_lichtenreuth_09032026.html.
Bereits am heutigen Montagabend verteilen Feuerwehrkräfte Informationsschreiben in den Gebäuden. Rund 40 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und dem Technischen Hilfswerk sind im Einsatz.
Mit der Evakuierung der Betroffenen soll am Dienstag um 8 Uhr begonnen werden. Die Einsatzkräfte gehen von Haus zu Haus, um sicherzustellen, dass die Betroffenen das Sperrgebiet verlassen haben. Ab 7 Uhr ist ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 09 11 / 64 37 58 88 freigeschaltet.
Voraussichtlich ab 10 Uhr entschärfen dann Sprengmeister Michael Weiß und sein Team den Blindgänger. Während der Entschärfung wird die Münchener Straße für den Verkehr gesperrt. Die U-Bahnlinie U1 ist ebenfalls betroffen. Während der Entschärfung muss zudem der Luftraum gesperrt werden.
Das Kommunikationsamt der Stadt Nürnberg informiert im Internet unter nuernberg.de/internet/stadtportal/bombenfund_lichtenreuth_09032026.html
sowie über die Social-Media-Kanäle der Stadt am Dienstag ab 7 Uhr über neue Erkenntnisse. tom