Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 362 / 26.03.2026

Streckenverlauf der StUB und Radschnellverbindung zwischen Nürnberg und Erlangen beschlossen

Der Verkehrsausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 26. März 2026, den Trassenverlauf für die Stadt-Umland-Bahn (StUB) zwischen Am Wegfeld und der Stadtgrenze sowie für die Radschnellverbindung zwischen Boxdorf und der Stadtgrenze beschlossen. Im Zuge dessen empfiehlt er dem Zweckverband StUB, das Planfeststellungsverfahren bei der Regierung von Mittelfranken zu beantragen. Dies ist für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehen.

Die StUB wird die Städte Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach miteinander verbinden. Sie verlängert die Nürnberger Straßenbahn vom bisherigen Endpunkt „Am Wegfeld“ bis nach Erlangen und weiter nach Herzogenaurach. Ziel ist ein schnelles, zuverlässiges und umweltfreundliches Verkehrsmittel, das Wohn-, Arbeits- und Wissenschaftsstandorte in der Region besser vernetzt: „Die StUB wird die Attraktivität der Metropolregion steigern. Sie wird Straßen entlasten, die Verbindungen im Großraum verbessern und moderne Mobilität für alle entscheidend voranbringen. Auch bisher schlechter angebundene Gebiete in Nürnbergs Norden werden davon entscheidend profitieren“, so Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich.

Trassenverlauf der StUB auf Nürnberger Stadtgebiet 

Von Am Wegfeld bis Boxdorf verläuft die Strecke östlich der Erlanger Straße (B4). In Boxdorf wechselt die Trasse auf die Westseite der B4, quert die Würzburger Straße und führt unter maximaler Schonung des Naturraums über eine Brücke über die Gründlach. An der Stadtgrenze bei Reutles entstehen eine Haltestelle mit Park & Ride-Parkhaus, ein kleiner Busbahnhof als Umsteigepunkt, ein Bäckereikiosk und Fahrradabstellplätze. Anschließend überquert die StUB die Autobahn A3 und führt weiter Richtung Erlangen.

Seit 2016 arbeiten die drei Städte im Zweckverband StUB gemeinsam an diesem Großprojekt. Die Vorentwurfsplanung für die StUB wurde bereits im Dezember 2020 vom Verkehrsausschuss beschlossen. Die detaillierten Planungen beider Trassen wurden in den letzten Jahren stetig mit einer umfangreichen Öffentlichkeitsbeteiligung weiterentwickelt. „Mit der heutigen Zustimmung steht die aktuelle Entwurfsplanung fest. Damit haben wir nun auch Gewissheit über die Lage der Haltestellen, die konkrete Gleisführung sowie die Sonderbauwerke, wie zum Beispiel Brücken“, so Ulrich.

Streckenverlauf der Radschnellverbindung Nürnberg – Erlangen

Parallel zur StUB wird eine moderne und komfortable Radschnellverbindung gebaut, die Nürnberg und Erlangen verbinden wird. Der beschlossene Abschnitt der Radschnellverbindung verläuft ab Boxdorf weitgehend westlich der B4 und erfüllt die bundesweiten Standards für Radschnellwege. Der Teil südlich von Boxdorf wird in einem eigenen Verfahren beantragt und dem Verkehrsausschuss gesondert zum Beschluss vorgelegt. Bei der Planung sind StUB und Radschnellverbindung eng aufeinander abgestimmt, um Bauarbeiten und Flächenverbrauch zu minimieren.   maj

1 Anhang