Nr. 348 / 24.03.2026
Mit dem Frühling zieht es viele Menschen nach draußen in die Natur. Auch das Rednitztal ist ein beliebtes Ziel für Erholungssuchende. Das Umweltamt der Stadt Nürnberg bittet daher um Rücksichtnahme. Dazu gehört es, auf den Wegen zu bleiben, fremdes Eigentum zu respektieren und Hunde besonders während der Brut- und Setzzeit anzuleinen. Die im Rednitztal liegenden, sogenannten Wässerwiesen entlang der Flüsse sind meist private, landwirtschaftlich genutzte Wiesen. Hier gilt ein Betretungsverbot nach Artikel 30 Absatz 1 des Bayerischen Naturschutzgesetzes: Landwirtschaftliche Flächen dürfen während der Nutzzeit nur auf Wegen betreten werden. Beim Grünland beginnt diese mit dem ersten Frühjahrsaufwuchs.
Die Bewirtschaftungstechnik der Wässerwiesen, die traditionelle Bewässerung, ist seit 2023 ein Immaterielles Kulturerbe der Menschheit. Ein Projekt des Landschaftspflegeverbands (LPV) Schwabach mit den Städten Nürnberg und Schwabach und des LPV Nürnberg hat zum Ziel, diese traditionellen Wässerwiesen und deren positive Auswirkungen auf Umwelt und Landschaft zu erhalten.
Zum Schutz der Wiesen und zur Unterstützung der Landwirte werden derzeit im Zuge des Projekts Schilder aufgestellt, die auf das Betretungsverbot der Wiesen hinweisen. „Viele Bürgerinnen und Bürger unterschätzen den Schaden, den ein scheinbar harmloser Spaziergang quer über eine Wiese anrichtet“, erklärt Anja Hübner, Mitarbeiterin des LPV Schwabach. „Neue Trampelpfade verringern nicht nur die landwirtschaftlich nutzbare Fläche, sie zerstören auch wichtigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen.“ Zusätzlich können Verunreinigungen auf den Flächen als Heu ins Futter gelangen, zum Beispiel durch Hundekot, und für Nutztiere gefährlich werden. let