Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 379 / 01.04.2026

Nürnberg erhält drei weitere „Plauderbänke“

Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) installiert gemeinsam mit dem Verein „Seniorenmagazin sechs+sechzig – Verein zur Förderung des Dialogs der Generationen e. V.“ drei weitere Plauderbänke im Stadtgebiet. Nach der erfolgreichen Einführung der ersten Bank am Sebalder Platz wird das Angebot gezielt ausgeweitet, um zusätzliche Orte für Begegnung und Austausch zu schaffen und das Konzept in weiteren Stadtteilen zu verankern.

Bürgermeister und Erster Sör-Werkleiter Christian Vogel übergab eine der Bänke im Stadtpark der Öffentlichkeit und betonte: „Die positive Resonanz auf die erste Plauderbank zeigt, wie wichtig solche Orte für unsere Stadt sind. Mit den neuen Standorten schaffen wir weitere Möglichkeiten, unkompliziert miteinander ins Gespräch zu kommen und das ganz ohne Zwang. Das stärkt den Zusammenhalt und macht den öffentlichen Raum noch lebenswerter. Mein Dank gilt dem Förderverein ‚Seniorenmagazin sechs+sechzig‘, der die Bänke durch seine Spenden ermöglicht.“

Die neuen Standorte wurden bewusst so gewählt, dass sie gut erreichbar sind und eine hohe Aufenthaltsqualität bieten. Georg Reif, Vorsitzender des Vereins „Seniorenmagazin sechs+sechzig – Verein zur Förderung des Dialogs der Generationen e. V.“, ergänzt: „Die Plauderbank lebt davon, dass Menschen sich trauen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Es sind oft die kleinen Begegnungen, die den Unterschied machen. Mit den weiteren Standorten wollen wir genau diese Momente im Alltag noch häufiger ermöglichen. Unser Ziel ist es, ein Zeichen für mehr Miteinander zu setzen und Begegnung ganz selbstverständlich in den Alltag zu integrieren.“

Sozialreferentin Elisabeth Ries weist auf die demografischen Veränderungen in der Stadtgesellschaft hin: „Einsamkeit ist eine Herausforderung, die viele Menschen betrifft. Umso wichtiger sind niedrigschwellige Angebote im öffentlichen Raum, die Begegnung ermöglichen. Die Plauderbänke sind ein einfaches, aber wirkungsvolles Instrument, um Menschen zusammenzubringen, den Zusammenhalt zu stärken und das Miteinander im Quartier aktiv zu fördern. Gerade in den Stadtteilen können solche Orte einen wichtigen Beitrag leisten, Nachbarschaften zu beleben und soziale Kontakte im Alltag zu erleichtern. Gleichzeitig unterstreichen sie die Bedeutung solcher Begegnungsorte als wertvolle Ergänzung zu bestehenden Angeboten der Seniorenarbeit und der sozialen Infrastruktur in der Stadt.“

Die Plauderbank ist als bewusst gekennzeichneter Ort gedacht, an dem Menschen signalisieren, dass sie offen für einen kurzen Austausch sind. Das Angebot richtet sich an alle Altersgruppen. Es soll helfen, spontane Begegnungen im Alltag zu fördern und Einsamkeit entgegenzuwirken. Betreut wird die Bank fortan von Lisa Baumgartl, einer engagierten Bürgerin, die sich seit mehreren Jahren mit Senioren zu Gesprächen im Stadtpark trifft.

Neben dem Standort im Stadtpark werden auch jeweils eine Bank in der Veit-Stoß-Anlage und im Pegnitztal-West, südlich des Westbads, aufgestellt. Alle Bänke sind mit einer gut sichtbaren Plakette versehen, die zur Kontaktaufnahme einlädt.

Die Idee der Plauderbänke stammt ursprünglich aus Großbritannien und erfreut sich unter dem Namen „happy to chat benches“ großer Beliebtheit. Die erste Bank wurde dort im Jahr 2018 bereitgestellt. Die erste Nürnberger Plauderbank wurde von Sör instand gesetzt und mit einer eigens angefertigten Plakette versehen. Finanziert wurde die Maßnahme durch die Spende des Vereins „Seniorenmagazin sechs+sechzig – Verein zur Förderung des Dialogs der Generationen e. V.“ Die Bank befindet sich direkt am Sebalder Platz mit Blickrichtung auf die Sebalduskirche und ist weiterhin für die Öffentlichkeit nutzbar.    tom

 

2 Anhänge