Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 399 / 10.04.2026

„Philosophische Stadtgespräche“ am BZ: Thomas Grethlein im Austausch mit Gästen

In der neuen Reihe „Philosophische Stadtgespräche“ am Bildungszentrum Nürnberg (BZ) werden grundlegende Fragen des Welt- und Selbstverständnisses erörtert: Dr. Thomas Grethlein lädt Persönlichkeiten aus der Nürnberger Stadtgesellschaft und der Metropolregion ein, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Neben der Möglichkeit, interessante Menschen aus der Region kennenzulernen, bietet die Veranstaltungsreihe auch Raum für eigene Fragen und Austausch: Nach dem Gespräch können die Teilnehmenden direkt mitreden und fragen. Am Dienstag, 21. April 2026, um 19 Uhr ist Jens-Daniel Herzog zu Gast, Staatsintendant und Operndirektor am Staatstheater Nürnberg. Karten für die Veranstaltung im Seminargebäude am Gewerbemuseumsplatz 2 im Vortragssaal 3.11 gibt es für 9 Euro über bz.nuernberg.de (Kursnummer 30023). Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

Was ist ein gelungenes Leben? Was bedeutet Gerechtigkeit? Welche Rolle spielen Gefühle? Kann man aus der Geschichte lernen? Was ist Würde – und wann ist ein Mensch „gut“? Wie wollen Menschen in Gemeinschaft, Gesellschaft und Staat zusammenleben? Welche Bedeutung haben Kultur, Sprache oder Religion? An jedem Abend stehen solche und ähnliche Fragen im Mittelpunkt, ergänzt durch kurze philosophische Impulse und Denkanstöße.

Dr. Thomas Grethlein hat Philosophie in Erlangen, Freiburg und Oxford studiert und war zunächst als Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Erlangen tätig. Später übernahm er Verantwortung in der Wirtschaft und war viele Jahre als Manager und Unternehmer aktiv. Als ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender des 1. FC Nürnberg ist er zudem fest in der Stadtgesellschaft verankert. Mit dieser außergewöhnlichen Mischung aus akademischem Hintergrund, wirtschaftlicher Erfahrung und gesellschaftlicher Vernetzung bringt er vielfältige Perspektiven und Kontakte in die „Philosophischen Stadtgespräche“ ein. Im Gespräch mit seinem jeweiligen Gast entsteht ein lebendiger Austausch über Haltungen, Erfahrungen und Sichtweisen zu zentralen Themen unseres Zusammenlebens.

Jens-Daniel Herzog, zu Gast am 21. April, zählt zu den profiliertesten Theatermachern seiner Generation. Seit der Spielzeit 2018/19 ist er Staatsintendant des Staatstheaters Nürnberg. Nach einem Studium der Philosophie machte er sich als Regisseur einen Namen und feierte an renommierten Häusern wie dem Burgtheater Wien, den Münchner Kammerspielen, den Salzburger Festspielen, in Zürich und in Hamburg große Erfolge. In seiner Arbeit setzte er sich immer wieder mit Texten auseinander, die nicht nur künstlerisch, sondern auch inhaltlich über Grundsätzliches verhandeln. Damit bringt er für die Diskussion in der Reihe „Philosophische Stadtgespräche“ einen besonderen Erfahrungshintergrund mit, in dem Kunst, Denken und gesellschaftliche Fragen eng verbunden sind. Was seine Staatsintendanz in Nürnberg besonders prägen wird, ist der Umzug der Oper in die Kongresshalle.

Die nächste Veranstaltung der Reihe findet am Dienstag, 16. Juni 2026, statt (Kursnummer 30025). Dann ist Dr. Simone Schimpf, Leiterin des Neuen Museums Nürnberg, zu Gast und im Gespräch mit Dr. Thomas Grethlein.

BZ engagiert sich für lebendige Demokratie
Demokratie braucht politische Bildung. Bürgerinnen und Bürger, die über vielfältiges Wissen und politische Kompetenzen verfügen, können sich in einer zunehmend komplexer werdenden Welt leichter eigene Meinungen bilden und selbstbestimmt Entscheidungen fällen. Deshalb bietet das BZ verschiedene Veranstaltungsreihen und Diskussionsforen unter dem Motto „Demokratie im Gespräch“. Mit Hilfe von Expertinnen und Experten werden ausgewählte Themen aus der Nähe betrachtet und kontrovers diskutiert. Alle Veranstaltungen zum Themenkomplex finden sich auf go.nuernberg.de/demokratie.    jos